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    Nach sieben Jahren ohne Reisen bin ich jetzt für mehrere Tage nach Pilsen gefahren und habe erst einmal am Anfang gemerkt, wie der komplette Wegfall meiner Tagesstruktur mir zu schaffen machte, ich konnte etwa die bereits gebuchte Führung einer Brauerei nicht wahrnehmen oder die schöne Altstadt besichtigen.
    Allerdings habe ich auch nach zwei Tagen gemerkt wie sich mein Verstand von sämtlichen Strukturen und den Zwängen, welche ich sonst immer streng eingehalten musste, sich verabschiedet hat.
    Dadurch stellt sich mir die Frage, ob ich die gewonnende Flexibilität nutze, um meinen Tages-und Wochenablauf neu umzugestalten.
    Allerdings will mir auch einfach nichts einfallen, was ich groß verändern kann.

    Meine Frage an euch: Hattet ihr bereits eine ähnliche Situation und wie habt ihr sie genutzt um eure Strukturen aufzumischen ?
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    Guten Tag,
    ich melde mich mal kurz.
    Ich will mir als Autist keine Krankheit einbilden,. aber ich wollte mal fragen was das sein könnte:
    -Zuckungen im Gesicht
    -Kann kein Blitzlicht ab (reagiere äußerst panisch auf Blitzliccht, Wahrnehmungsveränderung, "musste oftmals aus dem Raum - damals in Diskotheken rausrennen")
    -Komische motorische Bewegungen, die können allerdings auch wegen des AS zusammenhängen.
    -Panik und Zittern bei Streß

    Ich danke euch. Sollte ich das abklären lassen?
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    Seit ein paar Jahren habe ich einen kleinen Job, der zeitweise nahezu halbtags war, dank mehrerer Einsätze, als Betreuer, Hauswirtschaftskraft.
    Im letzten Jahr wurde es weniger, nachdem ein Kunde verstorben war. Zuvor sind alle anderen schon gestorben.
    Bei diesem einen Kunden hatte ich schon Wochen zuvor mitgeteilt dass dessen Betreuer dringend handeln müßte, da der Kunde selber kaum Einsicht zeigte um seine dramatische Lage richtig einzuschätzen.
    Wie auch immer, diesen fand ich dann doch tot in der Wohnung.
    Das tut aber alles nichts zur Sache, dient nur dazu die Gesamtsituation etwas besser zu verstehen. Solch ein Job ist psychisch nicht so einfach wie es sich viele vielleicht vorstellen.

    Ende letzten Jahres hatte ich selbst ein gesundheitliches Problem und war im Dezember drei Wochen krank geschrieben. Die letzte Kundin die ich hatte im Dez. verstarb dann ohne vorige Anzeichen am Tag danach.
    Dann war es mir ganz recht, dass ich erst mal keine neue Kunden bekam. Ich brauchte eine Auszeit.

    Dann kam alles noch viel schlimmer als eine mir sehr nahestehende Person schwer erkrankte, ich das selber zuvor nicht erkannte, wochenlang auf der Intensivstation lag und doch verstarb.
    Ich war total am Ende und habe das bis heute noch nicht verarbeiten können. Es ist sehr schwer das zu ertragen.


    Nun zum eigentlichen Problem:
    Nachdem ich mich einigermaßen gefangen hatte, rief ich bei der Firma an und brachte mich in Erinnerung bzgl. einem neuen Einsatz. Die eine Kollegin sagte dann, da wird sich sicher rasch was finden lassen. Die Firma sucht ja auch seit Wochen neue Leute.
    Dann benötigte ich noch von denen Unterlagen. Ich forderte diese per E-Mail-Anfrage an. Meine E-Mail kam zurück, 'Empfänger unbekannt'.
    Nochmal probiert bei einer anderen - Nach einer Woche nichts bekommen. Ich rief an: Eine andere Kollegin sagte, die hätte ich doch schon bekommen, was natürlich Unsinn war. Ich erklärte der das und die wollte das dann fertig machen.
    Die Woche darauf rief ich wieder an, weil ich nichts bekam. Eine andere sagte, die zuständige hätte vermerkt 'ist erledigt'.
    Ne Woche später rief ich wieder an, immer noch nichts bekommen. Ich wollte die Chefin sprechen, ging aber nicht, hätte jetzt keine Zeit. Aber man wollte mir die Unterlagen zusenden.
    Zwei Tage später waren diese "unvollständig" da.
    Zusätzlich mit einem Schreiben in dem drin stand, man bestätigt mir von xxx bis 28.02.22 bei denen tätig gewesen zu sein!


    Ich bin aus allen Wolken gefallen. Was ist das für eine Drecksfirma geworden.
    Ich bekam nie eine Info, kein Aufhebungsvertrag, keine Kündigung, einfach nichts. Dass ich offenbar rausgeflogen bin erfahre ich Monate später.
    Die Chefin konnte ich immer noch nicht erreichen. Ich versuchs nächste Woche wieder.

    Ich kann mir kaum erklären was der Anlass war. Kann es sein dass ich im Dezember drei Wochen krank geschrieben war? Bei einem zuletzt popeligen 2,0-2,5 Stunden-Einsatz pro Woche?

    Dass es für Mitarbeiter mit Schwerbehindertenstatus Kündigungsschutzregeln gibt scheint die auch nicht zu interessieren. Das wird die wahrscheinlich überraschen wenn ich darauf hinweise.


    Unglaublich das Ganze. Aber typisch, in einem Land wie Deutschland wundert mich inzwischen gar nichts mehr. :?
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    Hallo,

    ist es für euch auch ein Graus, mit anderen im Team zu arbeiten? Macht ihr Dinge auch viel lieber alleine bzw. könnt nur allein effektiv arbeiten?

    Für mich war es schon immer Horror, in Gruppen zu arbeiten, auch schon in der Schule und im Studium. Ich bin durch Gruppensituationen sowieso schon reizüberflutet und kann nicht klar denken. Und dann soll man noch irgendwas Produktives schaffen…

    Wenn ich mit anderen zusammenarbeite, denke ich die ganze Zeit: Wenn ich allein wäre, würde ich die Aufgabe von Grund auf ganz anders angehen. Dann könnte ich alles im Detail korrekt machen, wie ich will. In der Gruppe muss ich mich immer auf Kompromisse einlassen und das hasse ich unglaublich.

    Letztens hatte ich eine Fortbildung. In jeder Kategorie, wo ich allein arbeiten musste, hatte ich alle Punkte, nur bei einer Teamaufgabe nicht. In der Uni war es auch so. Aufgaben alleine liefen total gut, Gruppen-Referate/-Projekte furchtbar…

    Gestern musste ich ausnahmsweise ein Kundengespräch im Team mit einem Kollegen führen. Normalerweise spreche ich mit Kunden immer allein. Auch das war zu zweit mit meinem Kollegen total anstrengend und frustrierend für mich, weil ich nicht damit klarkomme, wenn noch ein anderer dabei ist, der das Gespräch in andere Richtungen lenkt, als ich es allein tun würde. Dann muss ich erst mal diese andere Richtung, in die etwas gelenkt wird, „verarbeiten“.

    Auch in anderen Hinsichten habe ich das Problem mit „Teamarbeit“ bzw. Kompromissen, z.B. bei Gruppentreffen. Je größer die Gruppe, desto kompromissfähiger muss man sein und kann immer weniger allein bestimmen. Deshalb hasse ich Gruppentreffen und -gespräche. Auch Zusammenwohnen mit jemandem ist für mich kaum vorstellbar, weil ich grundlegende Dinge (Raumgestaltung, Essen/Essenszeiten) nur ganz allein entscheiden will.


    Geht es euch ähnlich?
    Kann es mit Asperger-Sein zusammenhängen, dass man nicht fähig zu Teamarbeit und Kompromissen ist? Oder habe ich einfach einen schlechten/überheblichen Charakter, weil ich denke, ich könnte allein alles besser? :|

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