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    Ich habe seit ein paar Tagen einen neuen Job und wurde in einem Fragebogen nach Schwerbehinderung etc. gefragt. Da ich nach der Probezeit eigentlich meine Gleichstellung bekannt geben wollte, konnte ich jetzt nicht lügen und die Frage verneinen. Das wäre in 6 Monaten sonst aufgeflogen. Also weiß mein Arbeitgeber jetzt über meine Gleichstellung und die Diagnose AS Bescheid. Allerdings kam keine Reaktion und das wundert mich etwas. Ich wurde nicht nach meinem Gleichstellungsbescheid gefragt. Oder ob es etwas besonderes zu beachten gibt aufgrund meiner Diagnose.

    Ist bei euch etwas passiert, nachdem ihr Schwerbehinderung/Gleichstellung und Diagnose eurem Arbeitgeber mitgeteilt habt?
    Habt ihr euch von Mehrarbeit freistellen lassen? und wenn ja, wie?
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    Es gibt zwar schon einen ähnlichen Theard (Selbsthilfegruppen - was helfen sie?), aber mich interessiert die Frage WIE sie helfen (können).

    Ich war vor ein paar Jahren mal in einer Depressions-SHG für ein paar Monate und bin aktuell in einer SHG für Menschen mit Suizidgedanken/Menschen in Lebenskrisen.

    Ein Muster des Austausches welches ich dort hauptsächlich kennengelernt habe war eher auf Erzählbasis, Teilnehmende beschreiben ihren aktuellen Standpunkt, wie ihre letzte Woche war, ihre Befindlichkeit, was gut lief oder was sie gerade am meisten an der Welt ankotzt. Solche Dinge eben. Die anderen Anwesenden hören zu, geben Raum, stellen ggf Fragen dazu, schildern vielleicht noch ähnliche Erfahrungen oder geben 'Ratschläge'. So macht es dann die Runde

    Für viele Menschen mag das auf dieser Basis schon hilfreich sein.

    Aber ich frage mich bei meiner SHG in letzter Zeit immer wieder, wo eigentlich der Sinn und das hilfreiche Empfinden bleibt.
    Vielleicht liegt das auch eher an der Zusammensetzung der Menschen, vielleicht liegt es an mir dass eine SHG einfach nicht das richtige für mich ist (so wie ich nahezu allen anderen Therapieversuchen auch nichts abgewinnen konnte), aber vielleicht wäre auch ein intensiverer Austausch möglich an dem dann eher gewachsen werden könnte...

    Mit 'intensiverem Austausch' meine ich zum Beispiel Gruppendynamiken aufzugreifen und näher anzuschauen. Die Reaktionen und Gefühle der einzelnen. Den geschützen Kleinkosmos der SHG unter der Lupe anschauen weil (so meine Wahrnehmung) sich darin Essenzen der Probleme wiederfinden lassen, mit welchen die Einzelnen auch im "wirklichem Leben" da draußen zu kämpfen haben.


    natürlich wäre es das sinnvollste ich spreche meine Gedanken dazu direkt in meiner SHG an. Dort erlebe ich aber gerade alles etwas komisch, bin schon diejenige die immer alles hinterfragen will und habe auch Angst jemanden auf die Füße zu treten, was ich auch spannend fände näher anzuschauen, aber mir scheint bisher diese Art des Austausches in meiner SHG nicht gewünscht zu sein...

    Deshalb nun hier. freue mich auf euere Gedanken dazu.
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    Hallo,

    ich bin eine weibliche Asperger-Autistin (zwar ohne offizieller Diagnose, aber doch mit ziemlicher Sicherheit). Insgesamt bin ich wohl recht angepasst und mein Autismus fällt nur sehr selten deutlich auf.
    Das führt dazu das andere mich zwar irgendwie "merkwürdig", "schräg", "kauzig" finden, aber das alles aber für die meisten nicht so richtig greifbar bleibt

    Wenn dann doch mal das Thema Autismus zur Sprache kommt, dann stelle ich fest, dass die allermeisten mit dem Begriff nicht wirklich was anfangen können. Dann erkläre ich im Normalfall was das bedeutet und es läuft eigentlich immer darauf hinaus, dass das Gegenüber konkrete Beispiele aus meinem Leben hören will.
    Und genau das, ist das Problem. Denn vollkommen egal welches Beispiel man wählt, es ist doch immer so, dass einzelne Autistische Züge fast jeder aufweißt. Die Maße es aber macht. Und keiner sich mehr als 2 oder 3 Beispiele anhören will.
    Typischer Weise bekomm ich dann eigentlich immer zu hören: "Das ist kein Autismus... das geht doch vielen so!"

    Vollkommen egal ob ich von
    - der vollkommenen Überforderung in Einkaufsgeschäften wegen den vielen Eindrücken ("große volle Einkaufgeschäfte sind für jeden anstrengend")
    - meinen Spezialinteressen ("jeder hat ja irgendein Hobby")
    - der Abneigung gegenüber Berührungen, wie Hand geben ("Viele mögen das nicht, aber es gehört sich einfach")
    - dem nicht Erkennen von Ironie ("dann hat der Sprecher es eben nicht deutlich genug gemacht")
    - dem nicht richtig deuten können von Emotionen anhand von Mimik ("manche Leute sind ja auch schwer zu lesen")
    - der Unsicherheit bei sozialen Situationen ("viele Menschen sind schüchtern" )
    usw.


    Auffällig ist dabei auch, dass zwar vieles was mir wirklich Probleme macht auch für normale Menschen anstrengend ist, aber eben nur anstrengend und nicht verstanden wird, dass es über das normale Maß an anstrengend hinausgeht. Die Leute sind schnell dabei einem zu Unterstellen: "Die übertreibt doch nur!"


    Kennt ihr das? Geht es euch genauso?
    Oder habt ihr irgend eine Stategie entwickelt, wie ihr anderen Menschen es wirklich begreiflich macht? Ich bin für jeden Tipp dankbar.

    Viele Grüße
    Hase



    PS: Alles kursiv geschriebene sind typische Zitate aus meinem Umfeld.
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    Mann kennt das ja, dass Spam-Mails das Postfach füllen, und nicht so selten wird versucht, einem da irgendwelche Potenzmittelchen anzudrehen. Und ich habe auch schon davon gehört, dass es wohl recht einfach sein soll, die Absendeadresse zu faken. Aber wenn ich so einen Spam bekomme mit dem Absender torben-maier @ aspies.de, dann frage ich mich doch, ob es purer Zufall ist, dass ich Spam bekomme, der vorgibt, vom Aspies e.V. zu kommen. :roll:
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    Hallo zusammen,

    ich bin jetzt seit vier Wochen wieder stationär in der Psychiatrie und das, obwohl ich da letztes Jahr schon zehn Wochen war. Nicht so lustig.
    Immerhin weiß ich jetzt, anders als letztes Jahr, was meine Probleme sind. Ich hab nur noch keine Lösungen dafür. :(

    Natürlich ist Asperger eine der Hauptursachen. Aber meiner Meinung nach spielt da auch das Gefühl rein, dass ich mich seit dem Kindergarten schon nicht wohl in meinem Körper fühle - weil ich seit dem Kindergarten nicht das Gefühl habe, ein Mädchen zu sein bzw. eine Frau. Für die Mädchen war ich kein richtiges Mädchen. Für die Jungs (mit denen ich sehr viel lieber Kontakt hatte, aber auch nicht wirklich gerne) war ich kein richtiger Junge. Irgendwie war ich gar nichts richtiges.
    Ich dachte erst, ich wäre transsexuell, bis ich dann gemerkt habe, dass Mann auch nicht wirklich zu mir passt. Und dann bin ich auf das Themenfeld "Non-Binary" gestoßen, wo ich mich ziemlich gut wieder finde. Jedenfalls hab ich das Gefühl, dass ich auch diesbezüglich professionelle Hilfe brauche, aber mein Psychologe hier meint, dass ich mir dieses Genderding nur ausdenke, weil ich mit der (zugegeben noch recht frischen) Asperger-Diagnose nicht klar komme...

    Es gibt nicht viel Literatur zum Thema Nonbinary, aber oft wird erwähnt, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Autismus-Spektrum-Störungen (v.a. Asperger) und Nonbinary bzw. Transgender allgemein. D.h. dass also (verglichen mit den NTs) Aspies anscheinend häufiger das Gefühl haben, sich im anderen oder in gar keinem der beiden traditionellen Geschlechter wiederzufinden. Wie geht das euch damit? Fühlt ihr euch als das Geschlecht, dass in eurem Perso steht? Oder ist Geschlecht für euch gar nicht wichtig?

    Ich weiß, dass das ein "komisches" Thema ist, aber ich würde mich trotzdem über Antworten freuen. Sonst auch als PM.

    Viele Grüße und Danke.
    MathePinguin

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