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    In einem mir bekannten Fall ist eine 'autismusspezifische Förder- und Therapiemaßnahme' bei einem ATZ als Leistung zur sozialen Teilhabe nach § 113 Abs.2 Ziff.2 SGB IX i.V.m. § 78 SGB IX einkommens- und vermögensunabhängig gewährt worden.

    Angeblich gebe es eine Gesetzesänderung im BTHG seit 1.1.2020, nach der eine solche Therapie einkommens- und vermögensunabhängig vom Träger der Eingliederungshilfe zu bezahlen ist, wenn folgende Unterlagen vorgelegt werden:
    1. Ablehnung der Krankenkasse oder Nachweis, dass das ATZ keine Kassenzulassung hat
    2. Nachweis der Behinderung
    3. Stellungnahme des ATZ

    Ich kann eine solche Gesetzesänderung nicht verifizieren. Nach meinen Informationen zählen Leistungen zur sozialen Teilhabe nach § 113 Abs.2 Ziff.2 SGB IX i.V.m. § 78 SGB IX gerade nicht zu den privilegierten Leistungen, die nach §138 SGB IX einkommens- und vermögensunabhängig gewährt werden. Die Ablehnung der Krankenkasse kann daran eigentlich auch nichts ändern. Das ATZ kann gar keine Kassenzulassung bekommen, weil dort nur Psychologen ohne Approbation und pädagogische Mitarbeiter beschäftigt sind.

    Ich glaube zwar, dass das tatsächlich so bewilligt worden ist, glaube aber hier eher an einen Irrtum der Behörde im Einzelfall, zumindest solange, bis ich Belege für eine entsprechende Gesetzesänderung im BTHG bekomme.

    Kennt jemand vielleicht die entsprechende Textstelle?

    Oder hat sonst noch jemand von dieser Neuregelung profitiert und kann bestätigen, dass das so gehandhabt wird?
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    Mich würde interessieren, ob es jemanden hier gibt mit entsprechenden Erfahrungen.
    Ich bin gerade hin und her gerissen.
    Ich habe erfolgreich ein Studium abgeschlossen und bin darin seit gut 5 Jahren mehr oder weniger erfolgreich tätig.
    Und meist läuft es ganz gut. Aber ich habe sehr viel mit Menschen zu tun und immer wieder wird mir das zu viel und tageweise habe ich sogar richtig heftige Ängste und Aussetzer bezüglich der Arbeit, die sich sehr stark psychosomatisch auswirken und worunter ich sehr leide.
    Die letzten zwei Jahre kamen mir vor wie ein Marathon... aber ich hatte in Ziel vor Augen und habe die zwei Jahre durchgezogen.
    Wieder mit Erfolg. Aber das ewig so weiter machen?
    Ich habe den nachfolgenden Arbeitsvertrag im November nicht mehr unterschrieben, weil ich super fertig war und gerade erstmal eine Pause brauchte.
    Die letzten Wochen noch durchzuhalten war echt ein Kampf.

    Seit meiner ersten Stelle vor 5 Jahren überlege ich umzuschulen. Irgendwas anderes zu machen... wo ich mich hoffentlich wohler fühle. (Was vielleicht ein Trugschluss ist?)
    Nach ewigem hin und her hat sich in den letzten Monaten der Gedanke gefestigt etwas Richtung DataScience zu machen und darin später meinen bisherigen Beruf als Wissensdomäne mit einzubinden. (Damit das Bisherige nicht umsonst war)

    ABER nun bin ich keine 20 mehr. Ich habe jetzt erst angefangen mich mit den IT Themen zu beschäftigen. Ich bin kein Vollblut Nerd seit Geburtstagen an. Ich habe mich immer viel mit anderen Themen beschäftigt, aber weniger im Speziellen mit Computern und deren Funktionsweise.
    Allerdings war mein absolutes Lieblingsfach in der Schule Mathe. Darin hatte ich durchgehend 13-15 Punkte. Ich habe auch mal einen Informatikkurs in der Schule gemacht, aber an den kann ich mich nicht mehr erinnern.

    Als Jugendliche hab ich nur ein paar Webseiten mit HTML gebaut und mit Spieletools herumexperimentiert.
    Aber wie gesagt nichts ernsthaftes in Richtung IT betrieben.
    Kennt sich jemand in dem Bereich aus? Ist die Idee total bescheuert jetzt da noch versuchen einen Fuß rein zu bekommen?
    Seit 3-4 Wochen beschäftige ich mich mit Python und es macht richtig Spaß. Habe schon mehrere Kurse durch.
    Und ich habe auch wieder richtig Bock auf Mathe.

    In Therapien und Beratungen wurde mir häufiger schon gesagt, dass mein Job bei meiner Persönlichkeitsstruktur (im autistischen Spektrum) langfristig womöglich nicht das Richtige ist und ich werde gerade sehr ermutigt mehr in Richtung Informatik zu gehen.
    Aber die wissen ja auch alle nicht wovon sie reden. Darum würde mich mal die Meinung von jemanden interessieren, der vielleicht auch so einen Weg relativ spät eingeschlagen hat oder sich mit DataScience etc so weit auskennt, ob es realistisch ist als Laie nach 2-3 Jahren da irgendwie was in dem Bereich machen zu können....

    Meine Wissensdomäne ist die Medizin.
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    Hallo ihr Lieben, möchte hiermit nachfragen, welche Einrichtungen gerade für psychisch Kranke Menschen und Menschen mit anderen Problemen
    geöffnet haben?

    Werkstädten für Menschen mit Einschränkungen?
    Gemeinpsychiatrische Tagesstädten?
    Hat gerade alles zu oder/ und wo sind die Anlaufstellen die gerade offen sind?
    Ich telefoniere mit meiner Psychiaterin und meine Sozialarbeiterin kommt einmal pro Woche mit Maske.
    Sonst telefoniere ich sehr viel mit meinen Eltern.
    Würde mich sehr interessieren.
    Alles alles Gute.
    L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:
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    Hallo,

    gibt es hier noch weitere Menschen die betreutes Einzelwohnen in Anspruch nehmen?

    Ich bin 2012 umgezogen um in meiner eigenen Wohnung von einem Sozialarbeiter betreut zu werden. Schnell war klar dass dies keine Betreuung ist wo mir beim Einkaufen, Aufräumen, etc geholfen werden muss sondern dass es hauptsächlich um mein Sozialleben geht was sich schwierig gestaltet da ich oft nicht weiß was mir Menschen sagen wollen wenn sie es nicht direkt ansprechen. Zumal bekomme ich eine volle EU-Rente, die allerdings nur befristet ist, das Thema in welchem Umfang ich arbeiten kann/könnte steht also auch immer mal wieder im Raum, zumal ich gerne arbeiten würde obwohl sämtliche Versuche bis jetzt nach wenigen Wochen bis Monaten (teilweise mit Psychiatrieaufenthalt) gescheitert sind.

    2016 kam der Verdacht des Autismus auf, durch meinen damaligen Therapeuten, die Therapie musste ich kurz danach beenden da die Krankenkasse nicht mehr zahlen wollte. Mir wurde von mehreren Stellen damals geraten nicht weiter auf die Therapie zu bauen, sondern mich darauf zu konzentrieren mit meinem Sozialarbeiter zu arbeiten, da der eben langfristig bezahlt wird. Die Therapie wurde bis dahin allerdings auch 13 Jahre bezahlt, aber 10 Jahre bei einer Therapeutin die wohl sehr gut darin war die Kostenübernahme zu erhalten.

    Probleme beim aktuellen Anbieter im Spoiler, weil langer Text und evtl nicht relevant:


    Hat jemand mal den Anbieter des betreuten Einzelwohnen gewechselt wegen Problemen beim aktuellen Anbieter?
    Vielleicht lösen sich manche Probleme wie die der Telefontermine Ende nächsten Jahres auf, sollten wir bis dahin alle gegen Corona geimpft werden.
    Trotzdem möchte ich gerne einen Plan machen, wie man den Anbieter wechselt wenn ich weiterhin so langsam Fortschritte mache.

    Wie habt ihr sichergestellt dass es bei dem neuen Anbieter wirklich besser wird, oder habt ihr mehrmals wechseln müssen?



    Habt ihr das Gefühl euer Autismus wird angemessen behandelt?

    Es gibt 2 Extreme die ich nicht haben möchte:
    Das eine wäre dass die Person mich bemitleidet, Autismus als Ursache für alles Mögliche sieht und deswegen gar nicht erst versucht an Themengebieten zu arbeiten bei denen ich aber erst mal versuchen möchte ob ich mich da nicht trotzdem verbessern kann.
    Das andere wäre jemand der "übermütig" wird und meint man könne das doch alles lösen, vielleicht sogar gar nicht an die Autismusdiagnose glaubt. Ich habe gleichzeitig eine schizophreniforme Störung, da wurde mir schon versprochen dass diese verschwinden würde wenn ich nur wollte, und das ich lernen könnte mit Halluzinationen und Paranoia umzugehen. Zumal es immer wieder Psychiater gibt die meinen mit anderen Medikamenten wäre die Störung therapierbar, laut meiner jetzigen Psychiaterin habe ich dadurch dass die Störung schon als Kind auftrat aber nicht wirklich Chancen sie zu "heilen" und im Vergleich zu anderen Menschen bei denen sie zu Erwerbsunfähigkeit geführt hätte wäre ich mit Medikamenten und den Symptomen die noch da sind recht gut dran, was ich auch so sehe.

    Ich würde auf jeden Fall schriftlich verfassen welche Anforderungen ein neuer Sozialarbeiter quasi erfüllen soll, zB keine Person die ihr Studium grad erst abgeschlossen hat und mindestens 35 Jahre alt, kein "Mütterchen" was mich bemitleidet, jemand der sich damit auskennt jemanden langfristig zu betreuen, etc.

    Solange ich noch Therapie gemacht habe hatte ich leider einige Misserfolge bei Therapeuten und auch in stationärer Behandlung, wo man mit mir überfordert war, was mir selbst oft auch schon sehr schnell sichtbar wurde. Damals hatte ich zwar noch keine Autismusdiagnose, aber das Problem war dass seitens der Therapeuten nicht gesagt wurde "ich glaube sie sind hier falsch", sondern dass es so dargestellt wurde als ob ich nicht genug Willenskraft hätte die Therapien mitzumachen. Habe ich die Therapien abgebrochen bzw darüber geredet, hieß es dann aber doch manchmal dass mir an anderer Stelle sicher besser geholfen werden könnte.
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    Hallo,

    ich habe einen SBA beantragt, denn ich leide an Folgendem:

    Autismus, schwere Depression, abklingende Psychose, RSI (Maushand)

    Nur der Autismus wurde berücksichtigt und ergibt lediglich 30 Punkte. Für die anderen Störungen sollen neue Diagnosen eingereicht werden. Ich befinde mich im Moment nicht in Therapie. Bin zur Zeit gar nicht arbeitsfähig und benötige jeden Tag Hilfe, die durch meine Verwandten erfolgt. Durch die Psychose kann ich nicht einmal richtig denken und leide an starker Derealisation und Teilamnesien sowie kognitiver Verlangsamung. Die Hände tun's auch kaum mehr und meine Kraft reicht kaum zum Einkaufen. Die soziale Phobie kommt noch hinzu. Ich finde 50 Punkte stehen mir zu.

    Kenne mich leider kaum aus. Wurde erst mit 30 nach Zusammenbruch in der Psychiatrie diagnostiziert. Wo bekomme ich dies alles denn nun diagnostiziert? Muss ich mich dazu in Therapie begeben? Wenn ja, möchte ich unbedingt einen autismuserfahrenen Therapeuten wegen anderweitig schlechten Erfahrungen. Ich bedanke mich im Voraus für die Hilfe!

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