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News

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    Liebe Forumsmenschen,
    mein Name ist Prof. Dr. Timo Lorenz und ich bin Juniorprofessor für Organisationspsychologe an der Medical School Berlin.
    Vielleicht kennen mich auch schon einige aus früheren Zusammenarbeiten oder aus dem Forum hier.

    Im Rahmen des europäischen Erasmus+ IMAGE-Projekts
    (ec.europa.eu/programmes/erasmu…/2018-1-UK01-KA203-048276)
    beschäftigen wir uns damit, wie man die Employability
    (Beschäftigungsfähigkeit) von Autist*innen nach dem Studium positiv
    beeinflussen kann. Hierzu schreiben wir aktuell "Good practice guides" für die unterschiedlichen Statusgruppen an die sich das
    Projekt richtet, u.a. Arbeitgeber*innen.

    Der theoretische Ansatz unserer Arbeit basiert auf dem Konzept der
    Neurodiversität und in dem Projekt sind auch autistische
    Wissenschaftler*innen beteiligt, so dass ein gemeinsamer Austausch
    zwischen den Gruppen verbessert werden kann.

    Ich suche aktuell Personen, die bereit wären so etwas wie eine positive Fallstudie zu schreiben oder zu berichten,
    was bei den Bereichen Arbeitssuche, Bewerbungsgespräch und im Berufsalltag gut lief.
    Wir arbeiten in dem Projekt europaweit mit unterschiedlichen Autismus-Gruppen zusammen und
    ich würde trotzdem zusätzlich gerne das Gespräch für weitere Individuen öffnen aus ihrer Perspektive zu berichten.
    Ich hoffe, dass wir im Projekt so die Chance generieren auch die eher stilleren Stimmen zu Wort lassen zu können.

    Warum positive Beispiele? Weil wir den Arbeitgeber*innen die sich für das Thema interssieren die Chance geben wollen
    aus guten Praxisbeispielen zu lernen.

    Sollten Sie Interesse haben etwas aus Ihrem Berufsalltag zu berichten oder eine Fallstudie aus Ihrer Sicht senden wollen,
    melden Sie sich bitte unter der Email-Adresse timo.lorenz@medicalschool-berlin.de bei mir.
    Natürlich haben Sie hier die Wahl, ob wir einen solchen Bericht mit einem anyonymen Namen versehen sollen.
    Ich freue mich über Ihre Zuschriften.

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
    Prof. Dr. Timo Lorenz
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    Hallo zusammen,

    wenn ich draußen unterwegs bin und mir Reize zuviel werden passiert es oft, dass ich beginne zu zittern und meine Beine nachgeben.
    Das schränkt mich in meinem Alltag erheblich ein, da ich mich so nie weit vom Haus entfernen kann und generell nicht alleine unterwegs sein kann.
    Ich überlege, einen Rollstuhl anzuschaffen um ihn außerhalb des Hauses zu nutzen und da durch mehr Eigenständigkeit und Mobilität zu erlangen.
    Ist jemand in einer ähnlichen Situation?

    Liebe Grüße und danke im Voraus
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    Hallo, ich habe für mich festgestellt dass ich innerlich immer alles an mich heran kommen lasse (Wenn sich z.B. jemand negativ verhält. Ich kann nicht denken "ist mir egal, sein Problem" und es dann gedanklich "abhaken". Sondern ich lasse mich dadurch belasten). Ich habe es bisher scheinbar nie wirklich gelernt, mich von anderen Menschen, oder deren Verhalten innerlich abgrenzen zu können. Ich habe dazu gerade kein Beispiel von meinen eigenen Erlebnissen.

    Das Problem ist, dass mich so eine Situation wo ich mich innerlich nicht abgrenzen konnte/kann auch noch längere Zeit danach gedanklich beschäftigt. Ich kann das dann auch im Nachhinein längere Zeit gedanklich nicht los lassen. Es können mal nur wenige Tage sein wo ich noch weiterhin über die Situation nachdenke. Manchmal google ich stundenlang darüber, obwohl mich die Sache nichts angehen bräuchte. Kann auch sein, dass jemand etwas negatives sagt und ich es persönlich nehme.

    Zusätzlich zu den eigentlichen Problemen die ich im Alltag habe, sind das dann weitere Belastungen für mich die ich gerne reduzieren würde. Einfach für meinen eigenen "inneren Frieden" oder um seelisch/emotional weniger Belastung zu haben. Falls jemand von euch gelernt hat, wie das mit dem "sich innerlich abgrenzen" geht, wäre ich dankbar über eure Erzählungen darüber, oder Tipps wie ihr das gelernt habt und was euch geholfen hat.
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    Wie geht ihr damit um, dass die Zeit vergeht, aber keine Entwicklung, also nicht nur persönlich sondern auch perspektivisch, stattfindet? Ich habe zur Zeit einen ziemlich gleichförmigen Tagesablauf. Vom Aufstehen bis zum Schlafen ist strukturell, auch wenn es verschiedene Tagesaktivitäten gibt, ziemlich gleich. Auf der einen Seite ist diese Gleichförmigkeit beruhigend, aber auf der anderen Seiten findet keine Entwicklung statt. Hier im Forum wurde ja auch in letzter Zeit über das kindliche geschrieben, was ich auch positiv finde, aber dann ist der Gedanke, dass das Leben bzw. meine Zeit begrenzt ist. Und dass das Kind (ich) irgendwann einen letzten Tag hat und dann nicht mehr spielen/rumblödeln kann. Es ist als wenn ich irgendwann auf einer Straße gehe und dann einfach stehen bleibe. Ich sehe einen Baum ,zwei Meter entfernt aber ich werde ihn nie erreichen und berühren können. (als Allegorie) Manchmal würde ich gerne die Zeit festhalten und somit meiner nicht vorhandenen Entwicklung anpassen, aber das ist ja nicht möglich. Jetzt ist dieses Jahr 2020 schon fast rum, aber manchmal, besonders wenn ich Menschen/Paare in den Mitte zwanziger Jahre sehe, denke ich dass diese gerade in einer entscheidenden Phase in der Beziehung sind. Also in der Entscheidungsphase den richtigen Partner fürs Leben gefunden zu haben, vielleicht Ehe und Familie zu planen etc.. Und dann merke ich als wäre es gestern als ich Anfang zwanzig (2002) war. Ich könnte problemlos (theoretisch) morgen wieder, im Setting während des Abiturs, zur Schule gehen und ich würde in mir keinen Unterschied spüren. (auch teilweise von den Erinnerungen und Bildern im Kopf) Als wären die Jahre nicht passiert. Nichtmal meine doch sehr von Höhen und Tiefen (mehr Tiefen als Höhen) geprägten Erfahrungswerten die ich in den Jahren angesammelt habe würden mich anders fühlen und denken lassen. Ich könnte mich problemlos in die damalige Zeit integrieren. Es ist wirklich als wäre es gestern und ich denke/fühle dann manchmal für einen Moment als wäre ich Anfang zwanzig oder so. (schwer zu beschreiben), bzw. ich fühle das alles noch vor mir zu haben, oder mein Hirn suggeriert es mir, weil ich es mir wünsche. Bis mir einen Moment später klar wird wie alt ich eigentlich bin und was für Voraussetzungen ich eigentlich für das Leben habe. Dann merke ich wirklich wie die Zeit wie Sand in den Fingern verrinnt, ohne mich zu verändern. (ich finde das kindliche in mir ja auch schön) Ich möchte die Zeit dann festhalten, aber das geht nicht. Wie geht ihr damit um? Mich triggert das direkt in eine depressive Phasen und ich habe festgestellt, dass es immer häufiger passiert.
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    Hallo, ich habe vorhin gelesen (ich habe nur über ihn etwas gehört, nichts gelesen von ihm), dass er sich bereits mit Autismus beschäftigt hat, als sein Sohn auf die Welt kam und ihn dennoch erst im Erwachsenenalter Diagnostiziert bzw erkannt hat, nach Knast etc, einer harten Zeit anscheinend.
    Was denkt ihr darüber?
    Das ist ja echt brutal finde ich, wenn das stimmt.
    Kann natürlich auch durch die mögliche enge Bindung "übersehen" worden sein.


    Edit:
    Es findet sich auch was dazu, zb hier.
    Habe aber jetzt noch gerade erst nach "Tony Attwood son" gesucht.
    amp.theguardian.com/society/20…-condition-in-his-own-son

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