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    Hallo :) !

    Ich wollte mal fragen, wie ihr das so haltet oder was für Erfahrungen ihr in diesem Bereich gemacht habt:

    Mit meinem Partner habe ich zu Anfang ausschließlich schriftlich kommuniziert, was wohl vor allem für ihn leichter war, aber ganz sicher auch für mich. Auch zu Anfang unserer Beziehung haben wir das noch oft gemacht, vor allem, wenn es Konflikte gab.

    Generell schreibe ich mit Menschen, die ich nicht gut kenne, lieber. Und das gilt ganz besonders, wenn man etwas diskutieren muss.

    Ich habe gewisse Schwierigkeiten an meinem Kolleg (hole aktuelle mein Abitur nach) und müsste mit einigen Lehrern besprechen, wo ich evtl. Hilfe brauche oder auch nur sowas, dass ich manchmal einfach den Raum verlassen werde, wenn ich nicht mehr kann.

    Das würde 7 Lehrer betreffen und jedes Gespräch würde vermutlich so 30 Minuten dauern, schätze ich. Ich könnte ja nicht nur mein Anliegen vorbringen, sondern müsste mir auch anhören, was mein Lehrer dazu sagt - und am Besten auch gleich gut reagieren. Dabei kann ich mich gar nicht vorbereiten und habe keine Ahnung, was ich machen soll, passiert etwas Unerwartetes. Ich vergesse bestimmt auch viel, muss ich das mündlich machen. Das wäre ein Riesenstress. Und das dann auch gleich 7 Mal innerhalb von 2 Wochen.

    Deswegen überlege ich, das Ganze schriftlich zu machen. Ich würde dann auch reinschreiben, dass ich mündlich nicht so fit bin, der Adressat aber gerne auf mich zurückkommen kann, bestehe Redebedarf.

    Habt ihr mit sowas schon Erfahrungen gemacht? Kann man das so machen?

    Ich habe das im letzten Jahr schon mal bei 3 Lehrern versucht und alle haben unterschiedlich reagiert. Eine war verärgert, dass ich nicht einfach mit ihr spreche und hat das persönlich genommen - mit ihr könne man doch reden, sagte sie. Ein Lehrer hat mich danach behandelt als wäre ich ein rohes Ei (RW), also total verletzlich und er war richtig übervorsichtig. Und eine andere hat ganz toll reagiert und einfach weiter normal mit mir geredet und auch ein paar Fragen gestellt.
  • Neu

    Hallo :) !

    Bevor ich meine Diagnose bekommen habe, ging ich immer davon aus, ich hätte eine ausgeprägte Mimik, auch wenn mein Umfeld mir stest etwas anderes sagte. Ich wurde oft gefragt, ob ich traurig sei, wenn ich einfach nur neutral schaute, und die Menschen halten mich oft für sehr ernsthaft und seriös, auch wenn ich mich nicht so sehe.

    Jetzt habe ich gestern mal meinen Partner gefragt, ob er findet, ich hätte eine ausgeprägte Mimik, und er hat "Nein." gesagt.

    Ich habe mich dann mal vor den Spiegel gestellt, die Augen geschlossen, und mir vorgestellt, ich gucke traurig/fröhlich/nachdenklich. Dann habe ich die Augen aufgemacht und bis auf eine leichte Änderung der Mundwinkel ist wirklich nicht viel passiert.

    Das Komische ist aber, dass es sich in meinem Gesicht ganz anders angefühlt hat. Ich konnte alle Muskeln spüren und hatte den Eindruck, dass ich sie beispielsweise bei "fröhlich" wirklich stark anspanne, aber gesehen hat man es nicht.

    Kommt das vielleicht daher, dass man als Autist mitunter auch sehr reizempfindlich sein kann? Vielleicht merken meine Nerven einfach schon, dass ich fröhlich gucke, bevor man es überhaupt sehen kann...

    Kennt das jemand von euch?

    LG
  • Neu

    Hallo, ich habe kürzlich meinen Diagnosebericht erhalten. Mit dem Inhalt gehe ich, bis auf ein paar Kleinigkeiten, weitestgehend konform. Allerdings gibt es einen Punkt, der so nicht richtig ist. Ein Elternteil ist vor vielen Jahren verstorben, das ist darin korrekt vermerkt, allerdings steht auch darin, ein Geschwister wäre verstorben, was so nicht stimmt. Bei den Gesprächen ging es sogar u. a. auch darum, ob er auch befragt werden sollte / könnte oder nicht, ich bot sogar an, ihn zu befragen zu lassen.

    Würdet ihr das so stehen lassen oder um Korrektur bitten? Im Moment habe nur ich den Bericht, es könnte aber sein, dass ich ihn der Zukunft doch nochmal benötige, z. B. sollte ich arbeitslos werden und in die Fänge des Jobcenters geraten oder aus anderen Gründen. Das macht dann den Eindruck, als hätte ich den Tod eines Familienangehörigen fälschlich angegeben, entweder weil ich keinen Realitätsbezug hätte oder andere schlimme Probleme, die mich sowas denken lassen. Oder mache ich mir umsonst die Gedanken?
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    Wie verbreitet sind eigentlich soziale Ängste unter Aspies? Dass für viele von uns soziale Situationen unberechenbar oder unangenehm sein können ist ja nichts neues. Aber wie vielen von euch geht es auch so, dass sie Angst vor sozialen Kontakten haben und diese deswegen evtl. sogar vermeiden?

    Mir zum Beispiel geht es häufig so. Ich möchte einfach nicht negativ auffallen. Ich bin zwar durchaus lernfähig, aber durch das vermeiden sozialer Situationen nehm ich mir ja quasi die Chance dazu.

    Hintergrund meiner Frage: Ich habe bisher jede Form von Therapie vermieden, obwohl ich alles andere als zufrieden mit meiner Situation bin. Aber ich frage mich zur Zeit, ob es nicht doch einzelne Aspekte gibt, bei der mir professionelle Unterstützung helfen könnte.

    Ich danke euch schonmal für eure Antworten und Meinungen!

    Viele Grüße,
    Nsanet
  • Neu

    Ich hatte heute meine erste Therapiestunde mit meinem neuen Therapeuten. Dieser befindet sich noch in Ausbildung und das ist für mich in Ordnung. Er war freundlich, bemüht, schien mir aber leider nicht, als würde er sich bisher viel mit AS auseinandergesetzt haben.

    Ein gutes Beispiel ist vielleicht, dass er direkt zum Thema "Soziale Kontakte knüpfen und halten" begann, dass Komplimente immer gut sind und man auch von sich aus Kontakte intensivieren muss.
    Ich sehe ja ein, dass dieser Ratschlag manchen Menschen vielleicht helfen mag, aber ich habe diese Vorschläge schon so oft gehört und kann mir auch beim 20. Mal nicht viel darunter vorstellen. Was soll ich denn komplimentieren- und was nicht? Wann intensiviert man Kontakt- und wie? Was sind da "Zeichen", dass es überhaupt angebracht ist?
    Er hat auf diese Fragen sehr bemüht und freundlich reagiert, versucht, sich anzupassen, schien mir aber auch sichtlich (ge? über?)fordert damit, was meine Probleme waren und welche Ideen an dieser Stelle greifen könnten.


    Am Ende ist es recht "zäh gelaufen" (RW), ich denke, dass er sich sehr viel Mühe gibt und sich bestimmt noch weiter in die Thematik einliest, habe aber auch etwas Angst davor, dass es dauerhaft langwierig und anstrengend für mich wird, meine Schwierigkeiten mit "Alltagstipps" zu artikulieren und erst herauszuarbeiten, warum sie mir nicht helfen / welche Parameter innerhalb des Vorschlages mir unklar sind. Ich weiß noch nicht so ganz, was ich davon halten soll und wie lang es dauert, bis man sich da "zusammengefunden" hat. Ich bin bereit, da auch hinein zu investieren, denn einfach so alles verstehen kann ja niemand. Außerdem mag ich, wie er redet und dass er auch einmal kurz zeichnerisch etwas vermittelt hat (das hat gut geklappt).

    Gibt es hier Betroffene, bei denen der Anfang ähnlich schleppend war? Wie hat sich das bei euch weiterentwickelt? Und welche Tipps habt ihr generell, ob Betroffen oder nicht, was fällt euch dazu ein?

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