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    Hallo zusammen, dies ist mein erster Beitrag.
    Kurz zur Vorgeschichte: Ich bin Mutter von drei Kindern, verheiratet und seit etwa zwei Jahren fest davon überzeugt, mich im autistischen Spektrum zu befinden. Ich habe einige Bücher dazu gelesen, mich in denen zu 100% wiedererkannt und in meiner Selbstdiagnose unbeschreiblich viel Trost gefunden. Zur Diagnostik hatte ich mich angemeldet, weil ich mich in einer schweren persönlichen Krise befinde und mir dadurch Zugang zu adäquaten Hilfsangeboten erhoffte.

    Die Diagnostik umfasste 5 einstündige Termine, bei denen Fragenkataloge abgearbeitet wurden, die sich mit ADHS, meiner Essstörung, Persönlichkeitsstörungen und nur im Rahmen des AQ-Tests mit Asperger befassten. Auf meine vorbereitete Liste meiner Auffälligkeiten (chronologisch von früher Kindheit bis heute) wurde nicht eingegangen. Sie habe sie gelesen, war der einzige Kommentar auf meine Nachfrage.

    Diese Ärztin hat beim letzten Diagnostikgespräch angedeutet, dass sie Asperger bei mir ausschließt, dafür aber eine Persönlichkeitsstörung vermutet.
    Die ausführliche Auswertung folgt nächste Woche.

    Ich bin aufgrund dessen aber maßlos enttäuscht. Das Diagnostikverfahren an sich war ja gar kein angemessenes. Obwohl mein AQ lt. Test bei 42 Punkten lag, wurde dem nicht weiter nachgegangen, die Beschreibungen meiner frühen Kindheit ignoriert, meine familiäre Vorgeschichte nicht einmal erfragt.

    Nun frage ich mich, ob ich in dem Auswertungsgespräch die Gelegenheit bekommen werde, ihre Einschätzung infrage zu stellen, meine Irritation über das Verfahren sowie meine Einwände anzubringen.

    Ich habe etwa 8 Monate auf diese Diagnostik gewartet und kann meine Enttäuschung kaum in Worte fassen. Ich bin mir sicher, dass eine (alleinige) PS unzutreffend ist.
    Auf die angebotene Verhaltenstherapie, bei der mir vermutlich geraten wird "mein Stresslevel zu senken" oder "bewusst mal etwas Unangenehmes auszuhalten" verzichte ich.
    Vermutlich werde ich mir eine Zweitmeinung holen, stehe dann aber wieder vor einer langen Zeit des Suchens und Wartens.

    Danke für die Aufmerksamkeit
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    Hallo Mitmenschen!

    Wie ist es eigentlich um eure optische Wahrnehmung bestellt?
    Ich mache mir seit ein paar Tagen Gedanken darüber, ob ich schon immer so eine "Guck-Schnarchnase" war oder ob das wirklich immer schlimmer wird. (und wenn ja, warum und was kann ich dagegen tun?)

    Konkretes Beispiel:

    Ich war mit meinem Mann in einem Möbelgeschäft. Er hatte eine graue Jacke an, dunkle Hose, also insgesamt eher unauffällig. Er lief vor mir her, ich guckte mich kurz um, und als ich wieder nach vorne guckte, war er auf einmal verschwunden. Ich gehe weiter und bleibe plötzlich nach ein paar Metern stehen, drehe mich um und sehe wie mein ziemlich grauer Mann in einem grauen Sessel sitzt. Getarnt wie ein Chamäleon. Er lachte sich kaputt, weil ich mal wieder an ihm vorbeigelaufen bin und ihn nicht gesehen hab. Aber irgendwie muss ich ihn ja doch gesehen haben, sonst wär ich ja nicht irgendwann stehen geblieben!
    Genau das gleiche ist schon ein paar mal passiert. Einmal saß er einfach mitten in der Küche (und hatte meine graue Jacke an) und ich bin ein paar mal an ihm vorbeigelaufen, bis ich ihn endlich bemerkt hatte. Oder er liegt im Bett und ich finde ihn nicht. Er braucht sich eigentlich nur reglos irgendwo hinzusetzen und das ist schon Tarnung genug. Leider macht ihm das mittlerweile Spaß und er macht das immer öfter. :frown:

    Außerdem sind mir so eine Art "Wahrnehmungslöcher" aufgefallen. Vor allem im Straßenverkehr machen die mich richtig unsicher, weil da plötzlich immer Fahrzeuge oder Menschen auftauchen, die kurz vor dem Augenblinzeln noch nicht da waren. Als wenn meine "framerate" zu niedrig wär und ich nur mit 25 fps anstatt 60 gucke, mal so als Analogie.
    Deshalb hab ich mich jetzt auch aktiv dagegen entschieden, jemals wieder selber Auto zu fahren. Weil diese Wahrnehmungslöcher einfach so groß sind, dass da problemlos Unfälle passieren könnten. Und ich hätte dann echt keinen blassen Schimmer, wieso und warum und wie ich es hätte verhindern können.

    Es scheinen also mehrere Dinge zusammen zu kommen.
    Einmal diese Verzögerung in der Verarbeitung der visuellen Reize und ääh noch irgendwas, was ich noch nicht so genau durchschaut habe.

    Es wird mit zunehmendem Alter gefühlt schlimmer.
    Woran könnte das liegen?
    Am ADHS?
    Am Asperger?
    An was ganz anderem?
    Sollte ich das mal einem Arzt erzählen?
    Bin mir echt nicht sicher, wie ich damit umgehen soll ...
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    Hallo

    Ich lese bisher eher fleissig mit , habe aber mal eine Frage. Ich befinde mich zur zeit in Diagnose , habe sämtliche Auffälligkeiten die man für eine Diagnose braucht und auch Online Tests sprechen für eine Diangnose.
    Jetzt hatte ich gestern das Erstgespräch und der Arzt meinte ich könne kein Autist sein weil ich daran interressiert wäre eine Freundin zu haben. Ausserrdem habe ich Mimik und wisse ich wüsste ich ja was ich falsch mache. (Kommunination klappt nicht) stimmt das? Sind das auch Gründe aus dem raster zu fallen? Möchten Autisten wirklich kekne freunde? Meine Tochter die Autist ist , ist auch total offen und freundlich zu jeden.

    Danke schonmall
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    Ich hab bei meinen Recherchen zufällig eine Art politische Aktion gefunden, bei der eine Schülerin, die einen Schwerbehindertenausweis hat, eine Ausweishülle gestaltet hat (leider etwas simpel designtechnisch gestaltet), die die Bezeichnung "Schwerbehindertenausweis" überdeckt und "schwer-in-Ordnung-Ausweis" als Bezeichnung auf der Hülle "darüberlegt".

    Ich habe kein großes Problem mit dem Titel "Schwerbehindertenausweis" (ich finde den Begriff zwar nicht passend, aber fühle mich selbst nicht davon abgewertet, sondern sehe die Bezeichnung als Mittel, seine Rechte durchzusetzen), finde es aber eine interessante Möglichkeit, um sein Gegenüber (und sei es 'nur' die Kassiererin oder Kassierer an der Kinokasse) zum Nachdenken anzuregen.

    Die Hüllen können kostenlos bei den Versorgungsämtern bezogen werden. Es machen aber nicht alle Bundesländer mit, was ich sehr ärgerlich finde. Evtl. werde ich mir selbst so eine Ausweishülle designen. Die Bezeichnung "schwer-in-Ordnung-Ausweis" finde ich ganz cool, wobei mich das irgendwie ein bisschen an eine Essstörung erinnert und an eine Person, die sehr viel wiegt.

    Die Aktionen wurden von offizieller Seite (auch von den Versorgungsämtern selbst) beworben, was mich etwas erstaunt hat. Das hätte ich von den Ämtern nicht erwartet, dass die ihre eigenen Begrifflichkeiten öffentlich selbst kritisieren (irgendwie ist das seltsam). Der nächste Schritte wäre, auch in den Gesetzen die Bezeichnungen abzuschaffen, aber so weit wird es wohl nicht reichen. Noch nicht.
    Nicht-Sichtbare Erkrankungen wurden dabei wenig diskutiert, psychische Erkrankungen meines Wissens nach gar nicht, sondern hauptsächlich mal wieder, dass ja auch "Gehbehinderte", "Menschen mit Down-Syndrom" und anderen körperlichen Erkrankungen "schwer in Ordnung" seien. Ich hätte mir gewünscht, dass da auch speziell die "nicht-Sichtbaren-Behinderungen" mit einbezogen worden wären in diese Art von Berichterstattung. Nun ja, man darf nicht zu viel wollen. :fun:

    Vielleicht interessiert es jemanden, der in einem Bundesland wohnt, wo man solche Ausweishüllen bekommt. Ich verstehe nicht, wieso die Hülle nicht einfach bei den Rathäusern oder Versorgungsämtern abgeholt werden kann, wenn man Interesse daran hat. Aber da hat man wohl wieder zu viel Angst, dass das jemand unzulässigerweise bezieht oder es ist kein Geld dafür da... Interessant auch, welche Bundesländer sich der Aktion angeschlossen haben und welche nicht.
    Hat jemand Lust, eine politische Aufstellung oder andere Sortierung daraus zu machen? :o
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    Hallo liebe Aspies,

    ich bin froh, dass es dieses Forum gibt. Danke dafür. Es steckt bestimmt sehr viel Arbeit dahinter.
    Ich habe schon viele Leidensgeschichten hier gelesen und man kann sagen- auch ich habe eine
    Odyssee hinter mir und zum ersten Mal lassen sich die einzelnen Mosaiksteinchen zu einem
    Gesamtbild zusammen fassen.
    Was mich leider sehr traurig stimmt ist, dass es so ein langer Weg ist überhaupt einen Psychiater oder Arzt
    dazu "zu bewegen" eine Überweisung an eine Autismus-Ambulanz zu tätigen.
    Geht oder ging es euch auch so? Ich habe meinem Psychiater auch schon Testergebnisse zukommen lassen und
    diese Tests über Jahre verteilt wiederholt. Klar werden einige Diagnosen zu leichtfertig getroffen, ABER
    wenn man doch über Jahre hinweg immer die gleichen Probleme hat???
    Für die folgenden Infos schäme ich mich sehr...
    Zudem ist es so, dass ich nie eine Ausbildung geschafft habe und die
    Schulzeit ein absolutes Desaster war. Wie ich das Abitur geschafft habe ist mir schleierhaft. Ich habe öfter versucht einen
    Berufsabschluss zu machen und bin dennoch immer an den gleichen Aspekten gescheitert. Meine Eltern haben alles verdrängt, die
    ganzen Komplikationen bei meiner Geburt. Versteht mich nicht falsch, ich schaue nicht zurück, nur verstehe ich nicht, warum mir nicht geholfen wird
    damit ich die Zukunft besser gestalten kann? Die externen Bedingungen müssen geändert werden. Mein Selbstwertgefühl ist im Keller. Absolut.
    Ich verzweifel daran so langsam. Immer nur kämpfen, das ermüdet so sehr. Genauso ist es mit dem Schwerbehindertenausweis- Dauert das allgemein so lange?
    Wie habt ihr es geschafft durch zu halten? Wie ergeht es euch? Danke fürs Lesen.


    Zauberfee

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    Replied to the thread Verzögerte optische Wahrnehmung.

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    Was wolkenfrosch sagt, zum augenarzt gehen. Das gehirn baut aus dem was man sieht ein vollständiges bild zusammen, auch wenn das auge teilweise nicht mehr richtig funktioniert. Da bleibt eine augenerkrankung möglicherweise erstmal unentdeckt.