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    Ich war vor gut 3 Monaten in der Autismusambulanz und habe dort die Diagnose Asperger bekommen. Die Diagnose wurde mir am Ende der Diagnostik mündlich mitgeteilt. Der Arzt sagte mir, das er für den Bericht einige Tage bis Wochen brauchen würde.

    Diese Angabe ist schon nicht gut, viel zu unkonkret. Diese Ungenauigkeit ist mir erst später richtig bewusst geworden, da die Diagnose mich in dem Moment sehr vereinnahmt hat. Warte jetzt seit 11 Wochen auf den Bericht und es belastet mich, jeden Tag zum Briefkasten zu gehen und enttäuscht zu werden.

    Ohne schriftliche Bestätigung kann ich mit der Diagnose nicht umgehen, bin mir nicht sicher ob der Arzt sich nicht doch noch umentscheidet.
    Ist sowas schon einmal vorgekommen, das im Bericht etwas anderes stand als vorher mitgeteilt wurde?

    Auf eine Nachfrage per Email wurde mir nicht geantwortet und ich tue mich schwer, immer wieder nachzufragen.

    Musste das einfach los werden.
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    Ist es möglich, dass mir eine Mietwohnung vom Preis, Zustand, Lage, Größe usw. zusagt, aber trotzdem eine Stimme in mir sagt, dass ich die Wohnung nicht nehmen soll?

    Ich versuche seit Längerem aufgrund schlechter Erfahrungen in meine Entscheidungen auch mein Bauchgefühl einfließen zu lassen. Leider wurden die Probleme dadurch größer, denn objektiv gesehen spricht alles für die Wohnung. Ich verstehe das Bauchgefühl nicht und dass sich beides widerspricht hat bei mir eine beängstigende Wut und Hilflosigkeit ausgelöst. Die Ängste waren so groß, dass ich den Termin zum Unterschreiben des Mietvertrages nur im Schockzustand wahrnehmen konnte. Mir wurde übel, ich bekam Angst und Panik und war sehr verzweifelt.

    Wenn man ein ungutes Gefühl hat und rationale Argumente sagen das Gegenteil: Kann man das ungute Gefühl begründen und mit Argumenten untermauern? Kann ein schlechtes Bauchgefühl von etwas kommen, was ich nicht bedacht habe? Soll ich auf mein Bauchgefühl hören?

    Kann es sein, dass die Wohnungseinrichtung und Anwesenheit des Vormieters bei mir starke, negative Gefühle auslöst? Ich fühle mich dort von den Eindrücken erschlagen, kann mir nicht ausmalen dort zu leben, weil ich wie unter Schock stehe.
    Eigentlich ist nichts Ungewöhnliches in der Wohnung, es scheint schon zu reichen, dass alles voll steht mit Möbeln, Gegenständen und Bildern und Postkarten, die mir ins Auge sprangen, statt die Situation entspannt zu erfassen. Ich konnte durch den Overload gar nichts mehr entscheiden, musste aus der Situation raus.

    Leerstehende Wohnungen werden kaum inseriert, meist sind die Wohnungen noch vermietet. Ich lasse mich offenbar sehr von diesen Eindrücken beeinflussen. Kann man dagegen was tun aus eurer Erfahrung? Bei einer Wohnung bat ich die Vormieterin, ob ich kurz ein Zimmer alleine auf mich wirken lassen könne. Funktioniert hat es nicht, denn ich wusste, dass sie im Nebenraum wartete. Und da war das Zimmer sogar fast leergeräumt. Ich kann mir die Vormieter und ihr Leben in der Wohnung einfach nicht wegdenken, solange irgendwas daran erinnert.

    Würdet ihr auf das Bauchgefühl hören, obwohl es keine Beweise dafür gibt? Wenn das Bauchgefühl nur auf dem Vormieter beruht, wäre das Problem mit dem Einzug erledigt. Was aber, wenn es an was anderem liegt? Wie kann ich ermitteln weswegen das Bauchgefühl negativ ausschlägt? Mir haben ein paar Dinge überhaupt nicht gefallen, die die Eigentümer durchscheinen ließen. Teils rassistische Erwägungen und auch sehr herabschauend auf andere Minderheiten. Ich werde als sehr deutsch, sehr anständig und sehr ruhig eingestuft, fühle mich aber ganz schlecht, wenn ich weiß, mein zukünftiger Vermieter würde so über andere Menschen denken. Nur weil ich kein Ausländer, Hundehalter oder Hartz4 Empfänger bin, stimme ich nicht in die Abwertung dieser Gruppen ein. Das sehen die Eigentümer scheinbar anders. Wahrscheinlich dachten sie sogar, dass sie bei mir punkten können, wenn man vor mir Drogenabhängige und grölende Jugendliche abwertet. Auf beide Gruppen könnte ich in meinem Wohnumfeld verzichten, aber etwas an der Art stößt mir sehr auf. Ich möchte auch nicht indirekt mit deren Erwartungshaltung leben, dass ich 100% deutsch, ruhig, anständig und ruhig sein muss, weil ich mich dann verstellen müsste.

    Der Wohnungsmarkt ist eh schon leergefegt und schwer bezahlbar. Ich will aber nicht in einer Wohnung sitzen, wo ich Angst habe, im Treppenhaus gesehen zu werden oder mit einer Begleitung, die Ausländer ist oder einen Hund hat und mich schämen dafür oder dabei zu wissen, dass der Eigentümer Ausländer und Hundehalter nicht gut findet. Die Wohnung würde wie ein Gefängnis.
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    Seit Anfang Februar habe ich die Diagnose atypischer Autismus bekommen.
    Ich werde bald 38 und wurde mein ganzes Leben als geistig behindert, lernbehindert durch Intelligenzminderung eingestuft.
    Heute weiß ich, dass ich mit einem IQ von 109 nicht intelligenzgemindert bin, sondern meine Lernbehinderung durch den Autismus bedingt ist.
    Meine Betreuung bisher war in Wohngemeinschaften und Werkstätten für Menschen mit geistiger Behinderung.
    Fast überall habe ich die Erfahrung gemacht, dass man mich loswerden will.
    In meinem bisherigen Leben habe ich gelernt, die Probleme der anderen zu sehen und zu helfen. Solange ich unterstütze und eine Hilfe bin, ist die Welt in Ordnung. Aber brauche ich Hilfe, wird der Umgang mit mir als "schwierig" bezeichnet.
    Ich lebe heute im BEW für Menschen mit geistiger Behinderung, wo ich zuvor in einer WG lebte. Dort ist man nicht auf Menschen mit Autismus spezialisiert.
    Auch in meiner Beziehung mit einem Mann, der MS und 24-Stunden-Assistenz hat, fühle ich mich unverstanden.

    Was würdet ihr an meiner Stelle machen?
    Welche Hilfen kann ich bekommen?
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    1.Als schwarzes Schaf in meiner Familie, fürchte ich im Moment, beim Erbe benachteiligt zu werden. Meinen Geschwistern wurden bereits jeweils 1/3 des mütterlichen Hauses notariell überschrieben. Nun hat meine noch lebende Mutter den Satz aus dem neuen Testament gestrichen, der besagt, daß ich nach ihrem Tod das verbleibende 1/3 erben werde. Kann das nachteilig für mich sein?
    2.Meine Geschwister wollen wenn Mutter stirbt, das Haus nicht verkaufen, sondern die Mieteinnahmen unter uns aufteilen. Ich traue vor allem meinem Bruder nicht, er beansprucht das meiste davon, weil er vor Ort ist und die Hausverwaltung übernehmen wird. Gibt es da offizielle Regelungen?

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