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    Nachdem ich mich bisher auf eine Vorstellung beschränkt habe, mag ich mich einmal zu meinem Diagnostiktermin äußern. Der war zwar schon Anfang Mai, dennoch musste ich ihn erst einmal selbst verarbeiten.
    Ganz im Gegensatz zu vielen Benutzern, die sich hier über eine "zu schnelle Abweisung" aufregen, ist es bei mir nämlich andersherum...

    Ich möchte hier nichts Schlechtes über die Klinik sagen, weil ich dort die Patientin war und eben kein Profi. Deswegen lasse ich auch erst einmal offen, um welche Klinik es sich handelt, um nichts "falsch schlechtes" zu verbreiten- Vielleicht hatte es ja auch so seine Richtigkeit. Im Vorhinein habe ich dort einen AQ-Test und Zeugnisse aus meiner Grundschulzeit einreichen müssen.

    Stimmungslage davor (Zum generellen Verständnis meiner Verwunderung nicht zwingend erforderlich, aber vielleicht hilfreich)


    Mit dem Termin waren für mich knappe 2,5 Stunden Zugfahrt verbunden. Meine geplante Route konnte ich durch den kurzfristigen SEV nicht fahren und das überforderte mich ziemlich, auch, weil ich nun nur eine Viertelstunde Zeit haben würde, um vom Bahnhof zur Ambulanz zu kommen. Das schaffte ich zwar, es führte aber dazu, dass ich dort ziemlich gestresst ankam. Nach der üblichen Bürokratie saß ich eine Weile im Wartezimmer, ehe eine Frau (ich glaube, sie war Psychotherapeutin? Oder Ärztin...) in einer bunten Bluse mich aufrief und in ihr Sprechzimmer begleitete.

    Sie hatte eine angenehme Stimme und einen leichten Akzent, den ich nicht richtig zuordnen konnte. Sie streckte mir die Hand hin, merkte aber auch direkt an, dass es nur ein Angebot sei und es kein Problem darstelle, wenn ich das nicht wolle. Vor Nervosität musste ich ehrlich gesagt erst einmal lachen und zugeben, dass das sehr gut tut, so etwas zu hören, und dass es ungewohnt ist.
    Daraufhin wies sie mir einen Stuhl zu, setzte sich gegenüber und bat mich zu erzählen, woher mein Verdacht kam.

    Nach der Schilderung herrschte erst einmal Stille, dann schrieb sie nahezu durchgängig und begann, durch gezielte Fragen zur Schwangerschaft meiner Mutter, meiner (Klein)Kind- und Schulzeit und Jugend eine Art Gespräch zu moderieren, fragte nach Problemen, ob Routinen in meinem Leben eine Rolle spielen etc. Die Fragen fand ich, ohne genau sagen zu können warum, auch echt anstrengend, irgendwann kam dann auch die Marotte durch, mir die Hände anzupusten. Durch ihren lockeren Umgang damit und den "Rahmen", den sie dem Gespräch mit den Fragen gab, merkte ich aber, wie ich mich gerade zum Ende hin doch noch entspannen konnte und, gerade weil sie mir genug Zeit gab, über ihre Fragen nachzudenken, immer gezieltere Antworten geben zu können. Das einzige Problem war irgendwann, dass ich vermutlich zu sehr ausgeschweift bin.

    Am Schluss, knappe 2 Stunden später, fragte sie mich, ob ich noch Fragen oder Anliegen habe, was die Diagnostik betrifft. Ich war ein bisschen überrascht, denn obgleich sie gute sechs Seiten mitgeschrieben hatte, hatte ich nicht erwartet, dass sie bereits zu einem Urteil gekommen war. Ehrlich gesagt erwartete ich dadurch, dass das Resümee lauten würde, es sei wohl irgendwas anderes, also sagte ich ihr, dass es mir wirklich wichtig sei, meine Schwierigkeiten benennen zu können und gezielt daran zu arbeiten, und dass ich gerne eine Überweisung in einen anderen Fachbereich hätte, wenn sie Autismus als Ursache meiner Probleme ausschließen könne.

    Ihre Antwort darauf war, dass sie sich ziemlich sicher sei, dass ich das Asperger-Syndrom habe und dass ich ihrer Meinung nach auch keine Überweisung in einen anderen Bereich bräuchte. Sie redete dann noch ein bisschen darüber, dass das sicherlich erst einmal hart sei, das zu hören, es aber durchaus auch sinnvoll sei, das stärkenorientiert zu betrachten etc., dass sie mir einen Aufenthalt in einer Tagesklinik rät, um sozialkompetenztechnisch einen Grundstein zu legen und im Anschluss eine ambulante Therapie zu besuchen. Ich bekam ein paar Adressen in meiner Nähe.
    Und das war's schon... Sie gab mir ihre Durchwahl, sollte ich noch Rückfragen haben, und versprach mir, den Diagnosebrief in den nächsten Wochen zu schreiben und an meine Adresse zu senden.

    Und ich?
    Ich bin ehrlich gesagt ziemlich verunsichert. Kein Test (zumindest keiner, der mir aufgefallen wäre!) außer dem AQ, den ich dort vorher abgeben musste, kein Gespräch mit meiner Mutter oder einer anderen Bezugsperson (wäre beides zumindest telefonisch kein Problem gewesen, dass ich die Nummern hätte anbieten können, ist mir aber erst aufgefallen, als ich schon im Zug zurück saß...), innerhalb von einem Termin eine Diagnose. Die entsprechende Diagnostik ist auf der Website als speziell für Erwachsene beschrieben, jeder, der dort eine Diagnose stellt, hat wohl bereits mehrere Jahre Erfahrung mit Autismus und AS im Erwachsenenalter.
    Und trotzdem... Wenn ich mir hier die Odysseen von fünf oder mehr Terminen mit zig Tests etc. durchlese, habe ich noch immer die Angst, dass meine Diagnostik so aussagekräftig nicht sein konnte, und das, obwohl ich mir eigentlich sehr sicher bin, ihr alles mitgeteilt zu haben, was mich in der Hinsicht bewegt hat, eigentlich tatsächlich über jegliche "Ungereimtheit" und jedes wirklich relevante Problem, das meine Lebensqualität beeinflusst.


    Irgendwie würde ich mir gerade wünschen, von eurer Seite eine Einschätzung zum Folgenden lesen zu können:
    Geht eine AS-Diagnose überhaupt in einem Termin?
    Sollte ich vielleicht noch eine andere Diagnostikstelle besuchen oder bei der aktuellen auf "mehr Termine zur Diagnostik" bestehen?

    Danke, dass ihr es gelesen habt und noch ein Danke, falls ihr dazu etwas sagt.
    -Blaubeerchen
  • Neu

    1) Wie habt ihr euch anderen Kindern gegenüber verhalten?

    2) Was habt ihr über andere Kinder gedacht?

    3) Wie sah euer Kontakt mit anderen Kindern aus, wenn ihr welchen hattet?

    Hat sich das im Laufe eures Lebens geändert, wenn ja wie und warum?


    (Mit "Freund" und "Freunde" meine ich solche Bekanntschaften, also mehrmaliger Kontakt auf einer sympathischen Ebene, dazu zählt auch gemeinsames Spielen.)
  • Neu

    Moin Leute, ich wollte mal fragen ob ihr das kennt. Ich habe seit einigen Tagen mal wieder völlig grundlos Panikattacken. Das geht soweit das ich massiv Herzrasen habe und kaum Luft kriege. Es fing mit körperlichen Symtomen (Schmerzen) an, die jetzt durch eine diffuse Angst und Panik abgelöst wurden. Der Arzt meint ich soll Promethazin nehmen, da will ich aber nicht zu viel nehmen wg der Langzeitnebenwirkungen. Wie sind da die Erfahrungen, muss ich mir da Sorgen machen? Wäre toll wenn ihr ein paar Tipps hättet wie man damit noch umgehen kann. Ich weiss das geht irgendwann wieder weg aber der Zustand ist naturlich nicht besonders schön.

    PS: Als Alternative hatte er mir Opipramol gegeben aber davon wird mir nur schwindelig.

    Falls das hier im falschen Bereich ist bitte verschieben.
  • Neu

    Ich bin mit dem Haushalt überfordert. Schon lange und quasi schon immer, seitdem ich alleine lebe. Also seit 10 Jahren.
    Vor vier Wochen bin ich in eine neue Wohnung gezogen und habe mir vorgenommen, dass ich jetzt von Beginn an Ordnung und Sauberkeit halten möchte. In der alten Wohnung war dass das reinste Desaster und ich habe zum Ende hin wirklich gar nichts mehr auf die Reihe bekommen. Reden wir also besser nicht über den Zustand der alten Wohnung.
    Jetzt habe ich die Chance auf einen Neuanfang und möchte zu Beginn an alles richtig bzw. besser machen.

    Was ich mir in den letzten vier Wochen versucht habe anzugewöhnen:
    * zweimal die Woche saugen (ich habe zwei Katzen). Einmal unter der Woche und das zweite Mal am Samstag
    * einmal in der Woche die Fließen in Bad, Küche und Flur feucht wischen
    * In der Küche immer alles gleich in die Spülmaschine räumen
    * Müll zweimal in der Woche rausbringen
    * wische das Waschbecken im Bad regelmäßig nach dem benutzen

    Tja und mehr fällt mir nicht ein :( Fenster habe ich vor dem Einzug versucht zu putzen, aber habe dabei die Scheiben nur noch dreckiger gemacht. Ich habe zwar einen Fensterreiniger, aber den habe ich dazu gebracht, dass er aus allen Löchern schäumt. Also musste ich von Hand putzen. Eine Freundin von mir gönnt sich zweimal im Jahr einen Fensterputzer. Allerdings hat sie Dachfenster. Ich wohne im EG und kann theoretisch von innen und von außen an die Fenster ran.

    Wie ich das Parkett pflegen soll weiß ich auch noch nicht richtig. Klar mit Parkettpflege, habe sogar schon welche gekauft, aber irgendwie… weiß auch nicht.

    Mich überfordert das alles ziemlich. Mir wurde auch angeraten einen Pflegegrad zu beantragen um mir eine Haushaltshilfe leisten zu können. Allerdings löst das meine Probleme nicht.

    Freitag vor einer Woche waren meine Eltern hier. Meine Mutter war das erste Mal in der neuen Wohnung. Es meinten beide, dass es bei mir sehr sauber war.

    Vielleicht übertreibe ich es auch nur und es sieht gar nicht so schlimm aus, wie ich mir das einbilde?

    Am meisten überfordert bin ich mit dem Bad. Das ist zwar zum Glück nur 3,5 qm groß, aber dennoch. Ich habe das Glück, dass ich eine bodengleiche Dusche habe, die ebenfalls gefliest ist. Die Glasabtrennung habe ich bisher nicht geputzt. Auch mit Glasreiniger oder gibt es dafür extra was in der Drogerie? Bestimmt, weil sich auch Kalkflecken bilden können. So schlimm sieht die Abtrennung im Moment nicht aus.

    Wie häufig soll ich Regale wischen? Ich weiß, spätestens dann, wenn sich dort Staub bildet…

    Mir ist auch bewusst, dass es einfacher ist, wenn ich jedes Wochenende ein bisschen was mache und nicht alles anstauen lasse.

    Und die Krönung des ganzen ist, dass mich der Mitarbeiter vom SPDi zuhause besuchen wird. Ich bin bei ihm seit 2 Jahren und es war die ganze Zeit eher scherzhaft, dass er mich besuchen kommt, wenn ich in der neuen Wohnung bin. Jetzt habe ich den Mut gehabt zu sagen, dass ich mich darauf einlasse. In die alte Wohnung hätte ich ihn nie gelassen und das wusste er auch.

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    Irgendwie vermute ich so genau wollte der Threadersteller das gar nicht wissen. Es ging wohl eher darum, herauszufinden, ob Autisten den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen... Allerdings finde ich deine Analyse bemerkenswert, Herr Forstmeister!
  • Lex -

    Hat eine Antwort im Thema Filme mit/über Asperger/Autisten verfasst.

    Beitrag
    Dass ein Aspie Betreuer eines Camps für Aspies war, finde ich schon interessant. Wie alt waren die jeweils?