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    Mir ist gerade eingefallen dass wenn man, als Mensch mit einer ASS, lebenslange Strategien entwickelt hat Überlastungen zu vermeiden dann lebt man zwar eingeschränkt im Vergleich zu Menschen ohne eine ASS aber wird nicht durch Überlastungen oder "Overloads" auffallen. Zum Beispiel, wenn man nach jedem Tag auf Arbeit jeden Abend allein zuhause sitzt und jedes Wochenende auch alleine verbringt und keine Freunde hat, weil man seine ganze Freizeit zum Ausgleich und Erholung nach den eventuell sogar minimalen Interaktionen auf Arbeit braucht, dann fällt man nicht als überlastet auf, eben weil außerhalb der Arbeit niemand einen sieht dem man einen Eindruck der Überlastung machen könnte und die Arbeit kriegt man trotz (oder gerade wegen) der Abwesenheit eines Privatlebens hin, eben weil man nur die Arbeit hinzukriegen hat und sonst nichts. Nur hat man keine Freunde und keine "Freundin" weil man, auch wenn man sich Freunde wünscht, die nötige Belastbarkeit nicht hat in der Freizeit mit anderen Menschen zu interagieren wenn man schon auf Arbeit so viele Stunden mit Menschen zusammen war. Es kommt mir so vor dass jemand der so gebaut ist jahrelang so leben könnte bis er sich irgendwann aus Verzweiflung über sein einsames Leben umbringt, was bei einer ASS ziemlich oft passieren soll. Seine Überlastung wäre für die Außenwelt vollkommen unauffällig gewesen und sein Selbstmord unerklärlich. Als Rentner bin ich nicht in dieser Situation und habe nicht vor mich umzubringen aber ich habe gehört dass Menschen mit einer ASS sich öfter umbringen als Menschen ohne eine ASS (nicht individuell sondern statistisch gesehen), weil sie keine Hoffnung mehr sehen.
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    hallo zusammen,
    vielleicht weiß jemand eine Antwort auf meine Frage....
    Kann es sein dass man nach einem Burnout autistischer ist als davor?.
    Meiner liegt nun zwei Jahre zurück. Ich habe das Gefühl ich bin viel empfindlicher als vorher. Gerate schneller in einen Meltdown usw.
    Als wenn seitdem irgendwas bei mir kaputt gegangen ist. Nach zuviel sozialer Interaktion habe ich am nächsten Tag immer Schwierigkeiten mit Depressionen.
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    Heyho an das Forum! :)

    Ich, Asperger-Autistin, 22 Jahre, habe seit geraumer Zeit eine Problematik, die ich mit Euch teilen möchte. :!: Ziel von meinem Beitrag ist es, mich einmal ausgesprochen zu haben, da ich nicht genau weiß, ob ich die Thematik mit dem Spezialinteresse, auch im Zusammenhang mit der Diagnose, in Zukunft erläutern sollte. Aktuell verfahre ich so, dass ich weder die Diagnose noch das Interesse erwähne, merke aber, dass es in meinen Kreisen Fragen aufwirft, da ich mich gelegentlich sehr abhebe und mein Wissensstand schon sehr speziell ist. :question: Was sind Eure Erfahrungen bezüglich dem "Outing", vor allem gegenüber Kollegen?

    Jetzt zum eigentlichen, sehr langwierigen Teil:

    Oft habe ich von dieser "eigenen Welt" gelesen oder gehört, die man Autisten oftmals zuordnet – ich musste feststellen, dass dies bei mir der Fall ist. Ein spezieller Fall, denn meine Welt besteht aus der Notfallmedizin, genauer gesagt, der präklinischen Notfallmedizin. Mein Spezialinteresse. Wir haben dieses übergeordnete Interesse der Notfallmedizin, darunter dann die untergeordneten Interessen, Kardiologie und Pharmakologie. Das übergeordnete Spezialinteresse besitze ich bereits seit der Kindheit, doch damals nicht in diesem derartigen Ausmaß. Es war damals lediglich ein reines Spezialinteresse, nicht eine Welt, in der ich nahezu den ganzen Tag bevorzugt lebte.

    Ich bin ehrenamtlich tätig, in einer der großen Hilfsorganisation, und merke, es ist ganz schön schwierig, zwei Welten zu fusionieren. Bereits nach dem Aufstehen schlage ich Fachbücher auf, höre Podcasts, studiere Beiträge auf Instagram oder versinke gänzlich in einer Dokumentation, um zu schauen, ob ich ein Krankheitsbild aufgrund der aufgezeigten Symptomatik erkennen kann, und kommuniziere einfach mit. Ich bin kaum ansprechbar, gehe teils mehreren der aufgezählten Tätigkeiten simultan nach, ohne besondere Schwierigkeiten. Fünfzehn Stunden am Tag sind da keine Seltenheit und wenn ich Glück habe, finde ich mich im Traum im RTW oder NEF wieder, in der Position des Notfallsanitäters. Ich träume detailliert von dem, was ich am Tag verinnerlichen kann – Schemata, Scores, Werte, Dosierungen, Wirkstoffe und Handelsnamen, Maßnahmen, Erkrankungsbilder... Am Morgen denke ich nach, rufe mir alles noch einmal ins Gedächtnis, nur um zu realisieren, dass ich mich völlig deplatziert fühle. Ich spreche dann kaum, sage nur "ich sollte nicht hier sein, ich sollte arbeiten" und überreize mich durch den Mangel an Beschäftigung bis zum Overload, Meltdown und Shutdown, nur, um meinen Kopf zu diesem Punkt zu bringen, wo ich mir keinerlei Gedanken mehr machen kann, da es zu anstrengend wird, dieses angestaute Wissen ständig zurückhalten zu müssen. Zeitweise habe ich ein erhöhtes Schlafbedürfnis, um die Unterforderung am Tag mit der Tatsache zu kompensieren, dass ich in meinen Träumen genau da bin, wo ich hingehöre und mich dies überaus deprimiert.

    Ja, die Depression ist mir ein Wort. Stetige Unterforderung löst eine solche aus, in meinem Fall, weshalb ich oftmals viel verlange. Ich muss beschäftigt sein. Bereits drei körperliche Zusammenbrüche hatte ich in diesem Jahr, zwei Mal war ich mit dem RTW in der Notaufnahme, da synkopiert, ein Mal entging ich dem und es erwischte mich ausgerechnet im Dienst. Ich konnte mich nicht mehr verständigen, eine Kommunikation war größtenteils nur nonverbal möglich, ich zitterte am ganzen Körper, obwohl es ca. 30°C im Schatten waren, zeigte eine Tachyarrythmie und meine Blutdruckwerte waren ebenfalls niedrig. Ich befand mich irgendwo zwischen ansprechbar und apathisch. Mittlerweile bin ich kurz davor, dem Leerlauf in meinem Leben mit einem Lehrgang zu entgehen. Für eine Woche zumindest. Meine erste Qualifikation. Als nächstes wäre der Rettungssanitäter angestrebt, dann der Notfallsanitäter. Meine Leidenschaft, die wortwörtlich Leiden schafft. Mein eigenes. Aber sie hat mir gezeigt, dass ich ein gewisses Maß an Beschäftigung brauche und vor allem, das der Bereich ist, der für mich bestimmt ist. Diese Leidenschaft weitergeben, das ist mein Ziel. Übergeordnet jedoch, möchte ich Menschen helfen, wo es oft um Sekunden geht.

    Ich bin übrigens der Fall einer Asperger-Autistin, die es bevorzugt, unter Menschen zu sein. Ich helfe gerne, höre gerne zu und bin gerne für andere da, auch wenn ich oft eine detailliertere Beschreibung brauche, um Gefühlslagen und eine Problematik passend einschätzen zu können, eine körperliche Symptomatik dagegen ist für mich leichter zu lesen. Für Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung, Atemfrequenz, Blutdruck usw. gibt es Werte – welchen Wert hat dann ein Gefühl, wenn ich es nicht einordnen kann?

    Unter Kollegen, wenn ich denn mal einen Dienst habe, halte ich mich meist zurück, will nicht wieder in die Rolle des Besserwissers fallen – komme ich jedoch durch eine zufällig erwähnte medizinische Thematik zum Sprechen, hört es nicht mehr auf. Man sagte mir, wenn ich mich in diesem Interessenbereich befinde, würde man merken, dass ich eine gewisse Leidenschaft besitze, die nicht jeder aufweist, und die mich gänzlich einnimmt. Sonst bin ich nicht so die aktive Sprecherin und warte praktisch nur auf die passende Gelegenheit, zu der dann alles, wirklich alles, aus mir herausbricht.

    Die Asperger-Thematik sprach ich bislang nur sehr oberflächlich an, obwohl sie vieles erklärt. Stimming, relativ schnell am Punkt eines Overload sein, ein überdurchschnittliches Wissen, viel Beschäftigung brauchen. So sieht das für mich aus, doch dadurch, dass meine Welt und die Welt, die ich im Dienst betrete, aktuell noch ein wenig abgegrenzt sind, fällt es mir schwierig, mein Wissen aufzurufen. Mit der Praxis verhält es sich da deutlich schlimmer. Ich beobachte, möchte gerne korrigieren, doch das sollte ich nicht, denn meine Kollegen wissen schon, was sie machen. Ich bin ja nur das Anhängsel, das sich den ganzen Tag mit Notfallmedizin beschäftigt und in einer Welt lebt, zu der andere keinen Zutritt haben. "Welten fusionieren" sagte ich. Wenn ich im Rettungsdienst arbeiten möchte, muss das irgendwie funktionieren. Ich muss mein Potenzial zeigen können, das Wissen, das im Ernstfall dazu bestimmt ist, Leben zu retten. Will ich ein wandelndes Buch der Wirkstoffe, Handelsnamen und Dosierungen sein? Will ich Werte, Algorithmen und Schemata immer auf Abruf haben? Wenn es das ist, was ich brauche, um zu funktionieren, dann ist mir das recht. Asperger-Autismus im Rettungsdienst... Wir werden sehen, was daraus wird... ;)
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    Hallo,

    die Rentenversicherung hat mir immer (d.h. die letzen ca. 5 Verlängerungen) einen Brief geschrieben, ca. 3 Monate vor Ablauf der Rente und einen Antrag für die Verlängerung mit geschickt.

    Aber dieses Mal ist kein Antrag mehr dabei, sondern ein Link für einen e-Antrag also um die Verlängerung online zu stellen. Wird das jetzt zukünftig so üblich, das man keine Antragsformulare mehr bekommt und alles nur noch online machen soll? Wenn ich die DRV darum bitte, mir wieder das Formular zuzuschicken müsste sie das machen oder wäre das jetzt mein Problem wo ich den Antrag her bekomme? Ich kann es nicht online ausfüllen und habe auch nicht die Möglichkeit, mir die Formulare selbst auszudrucken.

    ihre-vorsorge.de wrote:

    Läuft Ihre befristete EM-Rente aus und hat sich Ihr Gesundheitszustand nicht entscheidend gebessert, sollten Sie spätestens drei Monate vor Ablauf der Frist einen Antrag auf Weiterzahlung stellen, damit die Rente nahtlos weitergezahlt werden kann.

    Die Rentenversicherung schreibt Sie auch von sich aus rechtzeitig vor Ablauf des Bewilligungszeitraums an. Dem Schreiben liegt gegebenenfalls ein Formular bei, das Ihr Hausarzt ausfüllen sollte. Darin wird abgefragt, ob Sie neben Ihrem Hausarzt bei weiteren Ärzten in ambulanter Behandlung waren und in welchem Zeitraum dies der Fall war.

    Bisher habe ich die 3 Monate vor Ablauf der Rente auch immer gebraucht. Um den Antrag nach und nach auszufüllen (bzw. mir auch Hilfe dafür zu holen) um medizinische Unterlagen zu kopieren die seitdem dazu gekommen sind. Und die Rentenversicherung brauchte auch ihre Zeit um meinen Antrag zu bearbeiten. Ich weiß jetzt auch nicht, ob mein Hausarzt auch wieder was ausfüllen soll (das war 3x so) was dann auch noch Zeit bräuchte. Falls ich die Formulare von der Rentenversicherung nicht zugeschickt bekomme, müsste ich dann auch noch gucken wo ich das dann ausdrucken kann.

    Es verunsichert mich jetzt einfach, weil es plötzlich anders ist und ich nicht darauf vorbereitet war. Und ich auch nicht richtig weiß, wo ich die Formulare herbekomme und ob dann die 3 Monate ausreichen bis mein Antrag bearbeitet wird.

    Ich wollte in dem Zusammenhang auch mal fragen, ob das bei anderen die aktuell ihre Rente verlängern müssen auch so ist? Oder habt ihr per Post wieder die Formulare bekommen?

    LG IceQueen.
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    Hallo zusammen,

    eine Studentin einer Münchner Hochschule schreibt aktuell eine Arbeit zu o.g. Fragestellung bräuchte noch dringend einige Antworten auf ihre Fragen an Teilnehmer*innen von SHG bzw. deren Leitungen.
    Ich poste mal im Folgenden die 2 Fragebögen. Die Studentin bittet um Antworten bis zum 15.08.2022. (Also bitte Fragen in Mail kopieren und beantworten und dann an die Mailadresse der Studentin schicken. Danke.)

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