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    Ich habe (noch?) keine Asperger Autismus Diagnose. Allerdings war ich mit 14 Jahren in psychologischer Behandlung und musste dort diverse Tests absolvieren. Unter anderem wurde geprüft, ob ich Gesichtsausdrücke interpretieren kann. Ich bekam dann die vorläufige Diagnose „schizotype Persönlichkeitsstörung“ und „Bindungsstörung“ Darüber hinaus wurde mir mitgeteilt, dass ich hochbegabt bin.
    Ich glaube ehrlich gesagt nicht daran, dass ich eine schizotype Persönlichkeitsstörung habe. Diese Störung wird nämlich folgendermaßen beschrieben:

    „Personen mit dieser Diagnose führen häufig ein sehr isoliertes Leben, da sie stark unter einer sozialen Angst leiden, aufgrund derer sie Situationen vermeiden, in welchen sie mit fremden Personen in Kontakt kommen müssen.
    Sie zeigen zuweilen stark unangebrachte Verhaltensweisen und verschrobene Ideen (z.B. extremer Aberglaube, hellseherische Fähigkeiten). Ihr Verhalten erscheint oft exzentrisch und seltsam.
    Im Gegensatz zur schizoiden Störung wünschen sich Personen mit schizotypischer Störung zwar soziale Kontakte, wissen aber nicht, wie sie diese zustande bringen können, aufgrund ihrer kognitiven Defizite im Bereich der sozialen Wahrnehmung und Beurteilung des eigenen sozialen Verhaltens.“

    Ich habe überhaupt keine sozialen Ängste, ich kann also problemlos fremde Menschen ansprechen und bin anderen Menschen gegenüber auch eher gutgläubig als misstrauisch. Ich vermeide auch nicht aus Prinzip den Kontakt zu anderen Menschen oder sonstiges. Mein Problem ist, dass ich überhaupt kein Interesse an Smalltalk habe und mich im Umgang mit anderen Menschen extrem schnell langweile. Wenn ich merke, dass ich mich mit einer Person gut unterhalten kann, habe ich aber durchaus Interesse daran sie kennenzulernen. Nur habe ich wirklich selten persönliches Interesse an anderen Menschen, ich interessiere mich eher wissenschaftlich dafür wie andere Menschen denken und fühlen. Mir macht es also Spaß zu philosophieren oder meine Mitmenschen zu beobachten sowie ihr Verhalten zu analysieren, aber auf smalltalken oder gemütlich zusammensitzen kann ich verzichten, es langweilt mich und erscheint mir sinnlos.
    Nun ist es aber nicht so, dass ich partout nicht in der Lage dazu bin, denn ich kann mich hervorragend anpassen. Allerdings merke ich, dass ich nicht lange unter Menschen sein kann, ohne dass es mir sehr viel Energie raubt. Kopfschmerzen sind da vorprogrammiert und ich werde immer unkonzentrierter, sodass ich mental dann einfach abschalte. Ich weiß genau wie ich schnell soziale Kontakte knüpfen kann und werde häufig angesprochen oder zu Partys eingeladen, ich habe aber einfach keine Lust
    darauf mich verstellen zu müssen.

    Meint ihr, dass ich vielleicht doch eher das Asperger Syndrom habe oder erscheint euch die Sache mit der schizotypen Persönlichkeitsstörung plausibel? Oder lässt sich mein Verhalten auch einfach mit meiner Hochbegabung in Kombination mit Hochsensibilität erklären?


    In meiner Familie war meine Art schon immer ein großes Problem, da meine Eltern eher oberflächlich sind und Diskussionen oder tiefgründige Gespräche möglichst vermeiden. Bereits als Kind habe ich immer alles hinterfragt und versucht jedes Gespräch in eine tiefgründige Richtung zu lenken, weswegen ich auch ständig angeeckt bin.
    Ich neige auch dazu mir alles so kompliziert wie möglich zu machen.
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    Ich will kein umfangreiches Thema aufmachen bzw. zu sehr ins Detail gehen. Mich interessiert wie andere Strategien entwickelt haben, um den erkennbar kommenden Meltdown abzuwenden. Also wie habt ihr erkannt was hilft und was nicht.

    Ich komme häufig in den Overload, dann Meltdown, durch die Überforderung vom Auswerten zwischenmenschlicher Kommunikation. Manchmal reicht schon ein Gedankengang zu einer Person oder Begegnung. Sowas bekomme ich nicht in meinem Kopf sortiert und knall dann durch. Ich versuche mir immer zu erdenken was der andere gemeint hat und dann entsteht ein Gedankenwirrwarr das mich überfordert. Bei Lärm oder so gibt es ja Kopfhörer, aber bei der zwischenmenschlichen Kommunikation, kann ich mich ja nicht kurz mal in Narkose versetzen und warten bis ich es vergessen habe. Ich nutze zwar Musik, meistens ein Titel (Techno) in Dauerschleife, aber das wirkt nur temporär. Wenn die Musik (der Gegenreiz) weg ist, geht es los. Ich kann mir also nur den Zeitpunkt aussuchen an dem ich explodiere. (RW). Also nicht so richtig gewalttätig (gegen andere.. gegen mich naja.. selten zum Glück), aber entweder es geht was kaputt oder wie Anfang der Woche es wird was gelöscht. Beleidigend bin ich nicht. Vorher kapsel ich mich bewusst von Leuten ab die etwas abbekommen könnten. (hat bis jetzt zum Glück gut geklappt).
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    Hi. War länger nicht mehr hier und habe mich auf Twitter rumgetrieben. Etwas zu viel, wohlgemerkt. Ich neige dazu, mit etwas in Dinge hineinzusteigern.

    Na ja, Tatsache ist: ich hatte heute nach langer Zeit etwas, was ich als kompletten Meltdown bezeichnen würde und mir ist schlecht. Ich komme langsam aus der Starre raus und stelle fest: ich habe einfach niemanden, mit dem ich über so etwas sprechen könnte, weder Freunde noch Familie. Muss aber gerade mal etwas quatschen und Twitter ist einfach nicht der richtige Ort. Ich war schon Tagelang ständig komplett überreizt. dann kommt auch noch diese (sorry) blöden Karneval und mein Nachbar, der mich seit einem Jahr periodenweise stalkt, dreht voll auf. Das ging jetzt schon ein paar Tage und heute hat er mich vollends getriggert und ich bekam Schreikrämpfe, gefolgt von Verzweiflung, Gleichgewichtsverlust, Depression, teils Mutismus... diese Intensität kenne ich bewusst nur aus meiner Kindheit, wo ich tragischerweise auch noch für so etwas gezüchtigt wurde, was bei mir eine posttraumatische Belastung hinterließ,, gepaart mit Schwierigkeiten, auf Überflutungen zu reagieren. D.h. ich erstarre einfach. Momentan bringe ich mir bei, loszulassen und dieser Starre zu entweichen, weil der Druck, der sich sonst aufbaut, völlig unberechenbare Konsequenzen haben kann. :m(:
    Der schlimmst Punkt war heute gegen 14.00. Jetzt ist fast 21.00 und ich habe nur bruchstückhafte Erinnerungen an die Zeit dazwischen. Ich habe gebadet—das hat etwas Druck rausgenommen.

    Muss gleich mal raus, ein paar Schritte gehen. Hoffe der Karneval ist weitgehend vorüber.

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