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    Mein Leben lang schon passiert es mir, dass man mich nicht bemerkt oder übersieht, oder auch nicht hört.

    Es fällt mir in letzter Zeit immer öfter auf und ich hab mich nun gefragt, ob das mit Autismus zu tun haben kann?

    Zum Beispiel wenn ich den Hof vom Stall betrete, wo mein Pferd steht, kriegen die Leute nicht mit, dass ich gerade da bin. Aufeinmal sieht mich jemand, weil ich vor ihm stehe, oder ich spreche jemanden an - und dann erschrickt sich die Person total und fragt mich, wo ich denn aufeinmal herkomme. Früher gab es da welche, die mich immer "Schmidtchen Schleicher" genannt haben, weil ich mich wohl immer so "anschleiche".
    Deswegen grüße ich jetzt (meiner Meinung nach) immer laut, wenn ich den Hof betrete, aber manchmal kommt dann schon gar keine Antwort. Ich habe auch das Gefühl, definitiv durch das Blickfeld von Leuten gegangen zu sein - und trotzdem sind nachher wieder genau die Leute überrascht, weil ich scheinbar aus dem Nichts aufgetaucht bin.
    In einer Gruppe passiert es auch häufig, dass ich übergangen werde oder man nicht hört, was ich sage. Auch in Fällen, wo ich mir eigentlich sicher bin, dass man mich nicht absichtlich ignoriert.

    Haben andere Leute hier das Problem auch?
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    Hallo liebe Communitiy ,
    wie am 13.November schon in meinem Beitrag erwähnt (u.a im thread "dversität an Hochschulen ") kämpfe ich mit folgendem Dilemma,

    ich bin sowohl Asperger Autistin als auch Medizinstudentin(2. Jahr) und stecke in einem großen Dilemma.
    Aktuell bin ich neben dem doch sehr forderndem Studium sehr einsam (Online Studium aktuell) und bin ziemlich unproduktiv, an meinen Besonderheiten zu arbeiten, da Selbsthilfegruppen nicht stattfinden und auch sonstige Hobbys aufgrund der aktuellen Gegebenheit auch nicht möglich sind.
    Nun habe ich bei einem Online Seminar über Autismus teilgenommen und habe dort von der Autismus spezifischen Ergotherapie gehört , welche ideal für mich wäre.
    Nun habe ich aber die Bedenken , dass wenn man es offiziell als Autismus Therapie deklariert , ich später Gefahr laufe meine Approbation nicht zu erhalten. Meine Ärztin hatte mich diesbezüglich gewarnt, dass das eintreten könnte. Daher habe ich mehrere Fragen und ich fände es sehr nett wenn jemand helfen könnte.
    Frage 1) Studiert jemand von euch als Asperger Autist oder generell im Spektrum mit offizieller Diagnose Medizin und weiß ob es nachher ein Nachteil mit sich bringt oder gar einem die Approbation nicht gewährt wird ?
    2)Weiß jemand , ob eine psychiatrische Untersuchung stattfindet , bevor man die Approbation erhält oder wie streng die Regulation bezüglich dessen ist ?
    3) Hat jemand vielleicht eine Idee wie man seine Besonderheiten bzw. Schwächen anderweitig trainieren kann ? Oder wie man gerade jetzt zu Corona Zeiten seine Social Skills etc. etwas trainiert ?
    4) wie geht man allgemein mit dem Thema Autismus im medizinischem Berufsbild um ? Gebt ihr euren Kollegen einen Hinweis oder behaltet ihr es für euch... da der Klinikalltag ja doch eigentlich reibungslos funktionieren sollte , muss man ja eventuell Leute einweihen....

    Ich weiß, dass ich noch sehr weit von der Approbation entfernt bin, möchte aber doch auf Nummer sicher gehen und nicht nun meine Autismus Therapie machen , wenn mir dann der Erhalt der Approbation verweigert oder erschwert wird.....
    Ich würde mich sehr über hilfreiche Ratschläge und Tipps freuen und wünsche euch alles Gute.
    Bleibt gesund !
    Viele Grüße
    Judith1096

    PS:
    Mir wurde angeraten , einen eigenen Thread mit diesem Thema zu erstellen ,um hierauf aufmerksam zu machen und vielleicht Gleichgesinnte zu finden. Dieser Thread soll aber an alle Personen gerichtet sein, die im Gesundheitswesen arbeiten, besonders wollte ich künftige Studenten der Medizin aber auch Ärzte im Spektrum ansprechen.
    Ich würde mich über weitere Anregungen und Tipps freuen und vielleicht hilft es euch/Ihnen ja auch weiter.
    Ich denke , dass gerade wenn medizinische Themen oder Medizin im Allgemeinen zum eigenen Spezialinteresse gehört und erfüllend für einen ist , nachvollzogen werden kann , wie ich mich fühle. Mein Studium aus psychischen Gründen abzubrechen , kommt daher nicht infrage .
    Mir geht es psychisch gerade aber nicht gut , aber ich kann trotzdem nichts riskieren um nachher die Approbation zu gefährden oder ein unnötiges Risiko eingehen , um nachher der Willkür der Behörden ausgeliefert sein , ob sie gerade in meinem Fall eine Ausnahme machen.
    so richten sich meine Fragen im besonderen an Leute die Medizin studieren und ihre Diagnose öffentlich gemacht haben oder eben nicht aus Gründen.....
    Ich bedanke für vorherige Antworten und für eure Aufmerksamkeit....
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    Hallo,

    mich habe den Verdacht, zusätzlich zu Asperger eine Posttraumatische Belastungsstörung zu haben.

    Zu Schulzeiten war ich 5-6 Jahre durchgehend schul- täglichem Mobbing ausgesetzt. Hauptsächlich verbale abwertende Beschimpfungen in allen Pausen und andauernd Sachbeschädigungen (Schulsachen, zerstochene Fahrradreifen und gelöste Schrauben am Fahrrad). Körperliche Angriffe waren zum Glück selten.

    Heute habe ich diverse psychomatische Erkrankungen, Angst vor Menschen und das Isolations- und Mobbingthema tritt immer wieder in Träumen auf.

    Die Asperger-Diagnose habe ich im Erwachsenenalter erhalten. Ich würde gerne abklären, ob eine PTBS vorliegt. Ich habe in einer Traumaambulanz angerufen. Mann sei für mich nicht zuständig, weil ich damals keine Strafanzeige gestellt habe und die Ambulanz über die Krankenkasse, sondern über die Opferentschädigung finanziert wird. Außerdem sei man schwerpunktmäßig für Trauma aus körperlicher Gewalt zuständig.

    Meine Frage an euch: Wie habt ihr ggf. die PTBS abgeklärt? Basiert die Erkrankung aus Mobbing?
    Welche Therapien haben geholfen.

    Mir geht es darum, im Falle einer PTBS gezielt eine passende Therapie zu suchen, um an meiner jetzigen Situation zu arbeiten.

    Viele Grüße

    Anderssein
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    Ich weiß es gibt viele Threads über das Autofahren aber hier geht es speziell um Angst und angstauslösende Situationen in Zusammenhang mit Verkehr und das auf alle Arten von Verkehrsteilnehmern bezogen einschließlich Fußgängern. Ihr könnt gerne von euren Erlebnissen erzählen, ich mache mal den Anfang.

    Wie schon an anderer Stelle erwähnt stört es mich, dass es kaum Angebote gibt für Leute, die Angst vor dem (selber) Autofahren haben, es sei denn es sind Leute, die bereits einen Führerschein besitzen und erst durch einen Unfall nachträglich diese Angst entwickelt haben.

    Man kann sich wohl fragen woher so eine Angst wie die Meine kommt, wenn man nie einen ernsthaften Unfall hatte und auch bevor man je hinterm Steuer lsaß.

    Ich denke der Grundpfeiler meiner Angst wurde bereits in der frühen Kindheit gelegt. Irgendwo an einem Straßenrand war Sperrmüll und da war so ein schönes Flatterband drin, das wollte ich haben. Es war aber auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Ich wollte nicht abwarten sondern wollte sofort da hin und meinem Vater gelang es nicht mich aufzuhalten. Ich sah zwar, dass ein Auto kam, aber ich dachte das Auto bewegt sich ja viel schneller als ich, also kann ich ruhig schon mal loslaufen und nahm an das Auto würde einfach noch vorbeiwutschen bevor ich in der Mitte der Straße angekommen bin. Mir war leider nicht klar, dass das AUto anhalten würde, wenn es mich auf die Straße laufen sieht. Daher gingen meine Berechnungen nicht auf und ich bin praktisch gegen das Auto gelaufen, das blöderweise anhielt, bzw. bin halt doch mit ihm kollidiert. Letztlich wurde nur meine Sandale beschädigt oder so aber die Erwachsenen haben ziemlich viel Wind gemacht wegen der ganzen Sache und es hat sich mir ins Gedächtnis gebrannt. Seitdem stelle ich mich immer ziemlich an und bin innerlcih sehr angespannt, wenn ich eine Straße überqueren muss und Autos kommen.

    Wenige Jahre später wurde ich dann zu jemand, der jeden Tag mit dem Fahrrad zur Schule fährt. Als Fahrradfahrer erlebte ich mich immer als schwacher Verkehrsteilnehmer. Auf dem Radweg fühle ich mich sicher aber auf der Straße gar nicht. Da werde ich ja leicht übersehen und könnte von den Autos zerquetscht werden. Mit 15 habe ich den Mofaführrschein gemacht und hatte damals ein Mofa aber habe da weiter versucht hauptsächlich auf dem Radweg zu fahren, da ich mich auf der Straße unwohl fühlte. Der Gedanke den Autoführerschein zu machen war gruselig denn dann kann ich mich ja nicht auf den Fahrradweg flüchten. Und die Kehren in der Fahrschule über Autos, die motorisirte Zweiräder übersehen, haben es auch nicht besser gemacht.

    Schlimm finde ich auch Kreisverkehre, egal ob mit Auto oder mit dem Rad. die haben an einer Stelle vor einigen Jahren eine Fußgängerampel durch nen Kreisverkehr ersetzt nachdem ein Nachbarkind dort gestorben ist. Die meinen es ist so sicherer aber finde es eher noch gefährlicher für ein Fahrrad. Und jetzt wird man durch ne Baustelle noch mehr da reingezwungen. Kann mich sonst nur umständlich über Zebrastreifen hangeln wie ein Fußgänger.

    Mit Mitte 20 oder noch später wie schon erwähnt endlich mal versucht den Füherschein zu machen aber die Hoffnung an empathische sensible Fahrlehrer zu geraten hat sich leider nicht erfüllt, stattdessen wurde meine Angst, einen Unfall zu bauen etc. durch ihr unempathisches Verhalten noch verstärkt.

    Ich versuche mir nun immer wieder zu sagen dass ich als Autofahrer ja nicht übersehen werde sondern genau so respektvoll behandelt werde wie andere Autos auch und dass ich mich nicht zu verstecken oder an den Rand zu quetschen brauche sondern selbstbewusst auf der Fahrbahn fahren kann und dass ich auch nicht wie ich es als Radfahrer Tat vorsichtshalber an jeder Kreuzung anzuhalten brauche aus Angst ich bekomme meine Vorfahrt nicht. Aber es ist nicht so leicht. Und in der Fahrschule damals wurde nochmal betont, dass man als Autofahrer ja eine Art Mordinstrument fährt und wie lang der Bremsweg ist und wie viel man dabei noch überrollen kann usw. ...

    Und in einer Großstadt wie Amsterdam ein Fahrrad (mitunter sogar ein schwer zu manovrierendes Packfahrrad) zu fahren habe ich auch schon erlebt, zu viele rücksichtslose Radfahrer und zu viele Verkehrsteilnehmer insgesamt gleichzeitig und hektik und Lärm und dann auch noch den richtigen Weg finden trotz Navigationsschwäche (während andere sich Wege leicht einprägen können), so etwas ist Stress pur für mich! Und auch generell finde ich Verkehrslärm nervenaufreibend und bedrohlich. Im Auto bei geschlossenem Fenster geht es aber da hört man es nicht so laut. Innerhalb von Gebäuden oder beim Fahrrad fahren kann es aber echt blöd sein und auch als Fußgänger in der Innenstadt. Sich immer aufs Neue begreiflich machen müssen, dass die Geräusche keine echte Bedrohung darstellen (schon gar nicht, wenn ich gar nicht auf der Straße sondern z. B. in einem Gebäude bin) und sie halt nicht ausblenden können...
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    Im anderen Thread ist es evtl. untergegangen, deshalb nochmal als neues Thema:

    Lefty wrote:

    In einem Video über AD(H)S hörte ich, dass es bei AD(H)S so ist, wenn man etwas nur in der Vorstellung durchlebt, dann wird es so wahrgenommen, als wäre es wirklich passiert. Z.B. die Erwartung, dass gleich etwas Schlimmes passiert, löst sofort starke entsprechende innere Reaktionen aus, so, als würde es in dem Moment tatsächlich passieren. Bei mir ist das so. Und auch, wenn sich schnell zeigt, dass es gar nicht passiert ist, bleibe ich erstmal eine Weile in der Wahrnehmung stecken - ich muss es verarbeiten (obwohl gar nichts passiert ist). Genauso kann ich mir aber Schönes vorstellen und erlebe das dann auch, als wäre es Realität.
    Ist das bei AS auch so?

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