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    Ich habe ein paar Nordic Walking Stöcke geschenkt bekommen, von jemandem der sie nicht mehr nutzt und gestern einen ersten, kleinen Spaziergang damit gemacht. Ich habe das Gefühl, daß ich mich mit den Stöcken sicherer und entspannter bewege, also zumindest wenn ich mich nicht mit ihnen verheddere :shake: , es braucht wohl auch etwas Übung. Ich kann das noch nicht endgültig einschätzen und ich benutze die Stöcke wohl auch nicht so wie ich es auf Videos gesehen habe sondern tatsächlich mehr als leichte Stütze. Sie sind wohl auch nach den Tabellen etwas zu lang für mich, aber genau weiß ich es noch nicht, ich muss erst einen Meterstab suchen.

    Langer Rede kurzer Sinn: Hat jemand damit Erfahrung? Habt ihr einen Kurs dazu gemacht? Ein Sportkurs mit vielen Teilnehmern würde mich eher abschrecken. Ich tendiere dazu, mich bei so etwas immer zu verletzen, weil mein Körpergefühl völlig abhanden kommt, wenn ich mit vielen Menschen zusammen bin. Ich schrumpfe sozusagen auf den Kopf zusammen und verliere den Überblick über den Rest und knicke dann um, oder stoße irgendwo an etc.

    Meine Gleichgewichtsprobleme haben jedenfalls mit zunehmendem Alter auch zugenommen und halten mich von längeren Wanderungen inzwischen ab. Wäre schön wenn diese Stöcke da helfen könnten, ich vermisse lange Waldspaziergänge ziemlich.

    Falls ihr Erfahrungen mit den Stöcken habt oder andere Lösungen für ein entspannteres Spazieren oder Wandern bei Gleichgewichtsproblemen habt wäre ich sehr interessiert sie zu hören. :thumbup:
  • Neu

    In diesem Thread (Symptome tagesformabhängig) kam mir der Gedanke, ob es sein könnte, dass Reizüberflutung bei Asperger nicht nur aufgrund einer anderen neurologischen Struktur (gleicher Input wir als "mehr" wahrgenommen wegen gesteigerter Aufmerksamkeit bzw. offenerer Kanäle) auftritt, sondern ob es auch sein könnte, dass bei Menschen mit Asperger zusätzlich noch mehr Input ankommt, weil sie sich schlechter gegen andere Menschen (als Input-Quellen) abgrenzen können und dies zu Ohnmachtsgefühlen bzw. einer gesteigerten psychischen Labilität führt, aufgrund der der Input nochmals als "schlimmer" wahrgenommen wird?

    Bei Reizüberflutung könnte es demnach doch verschiedene Möglichkeiten geben, um damit umzugehen, oder?

    Einerseits könnte man im Rahmen der KVT oder z. B. von Neurofeedback trainieren, dass die Reize weniger stark wahrgenommen werden.

    Aber wäre es andererseits nicht auch ein interessanter Ansatz, wenn Menschen mit Asperger lernen könnten (oder sind das hier nur Einzelfälle, die Probleme bei der Abgrenzung haben?) sich besser gegenüber (verbalen) Reizen, die von anderen Menschen ausgehen, abzugrenzen?

    Ich fand diese Schilderung sehr treffend


    julai schrieb:

    as kann ich sehr gut nachvollziehen. Das Beenden des Gesprächs erscheint mir nur manchmal unendlich schwierig, weil ich, wenn ich schon so am Energie-Limit bin, kaum noch die Kraft habe, irgendetwas zu kommunizieren oder nachzudenken und dann wie paralysiert in der Situation verbleibe. Extrem unangenehm! Zumal wenn das Thema auch noch anstrengend ist. Einfach abzuhauen erscheint so einfach, aber ich bin dann wie gelähmt und beiße mir womöglich in die Hand oder so. Mittlerweile schaffe ich es meistens, vor der völligen Erschöpfung meinen Zustand abzuchecken und meinem Gegenüber zu sagen: "Sorry, ich kann mich nicht mehr konzentrieren, ich würde gerne gehen".
    Mich würde es brennend interessieren, wie man an diesen Punkt kommen kann, wo es einem gelingt, sich so weit abzugrenzen, dass man die Reizüberflutung selbst etwas steuern kann, indem man z. B. aktiv beschließt, die Situation zu verlassen oder das Gegenüber auffordert, sich anders zu verhalten. Ich habe bei mir den Eindruck, dass ich, wenn ich die Reizüberflutung als nicht steuerbar erlebe, mich dieser noch ungleich stärker ausgeliefert fühle und aufgrund dessen dekompensiere.

    Wie schafft man es, trotz hoher Reizüberflutung frühzeitig dies zu erkennen und wie gelingt es, die eigenen Bedürfnisse dann auch noch zu kommunizieren? Dadurch wäre das Problem zwar vermutlich nur zu einem geringen Teil gelöst, aber möglicherweise macht dieser Anteil doch mehr aus als man denkt. :roll:

    Ich kann z. B. überhaupt nicht einschätzen, wann ich in einem Gespräch jemandem sagen "darf", dass mir das Gespräch zu anstrengend ist. Oft zweifle ich daran, ob ich das äußern darf. Wenn man früher permanent gehört hat, dass man sich doch nicht so anstellen solle, übergeht man irgendwann die eigenen Bedürfnisse und verlernt, diese ernst zu nehmen. Ich kann nicht gut einschätzen, ob es unhöflich ist, jemandem zu sagen, dass das Gespräch einen anstrengt. Ich weiß teilweise dann nicht, ob ich das Gespräch als anstrengend erlebe, weil ich ein Verarbeitungsproblem habe oder weil die Person wirklich unangemessen viel und verwirrend spricht. Aber vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig. Ist es okay, wenn man nur darauf achtet, wie sich etwas für einen selbst anfühlt und wenn es sich überfordernd anfühlt, dass man das dann akzeptiert und nicht "den Schuldigen" sucht oder einen Grund, sondern eben die Situation verlässt.

    Bei mir hat das vermutlich viele Ursachen, warum ich mich diesbezüglich nicht schnell genug abgrenzen kann
    • man hat schon zu lange gewartet und es strömen schon so viele Informationen auf einen ein, dass man bereits total "benebelt" davon ist und deshalb nicht mehr klar denken kann
    • man kennt die sozialen Kniffe nicht, wie man so etwas sagt und es fallen einem keine Sätze ein, wie man ausdrücken könnte, dass man aus dem Gespräch raus will
    • man hat Angst davor, abgelehnt zu werden, wenn man die Bedürfnisse der anderen Person enttäuscht (Arbeit am Selbstwertgefühl wäre vonnöten)
    1. Interessant wäre für mich eine ganz praktische Anleitung, was man konkret sagen kann, wenn man aus einem Gespräch raus will.



    2. Wie kann man lernen, wahrzunehmen wann man sich unwohl fühlt und das dann auch ernst nehmen? (und sich nicht einreden, dass man da durch muss weil das doch nur ein verdammtes Gespräch ist, was jeder hinkriegen muss etc.)


    Habt ihr dazu Ideen? Ich denke, an den neurologischen Schaltzentralen kann man zwar auch ansetzen (z. B. Neurofeedback bzw. evtl. KVT), aber vielleicht kann man die Menschen ja auch auf diesem Weg stärken, um aktiv mit den eigenen Problemen umzugehen.

    Daneben gibt es auch noch Methoden, um eher passiv mit den vorhandenen Reizen umzugehen, wie "Gehörschutz" usw. Darauf will ich momentan nicht raus. Mir geht es um eine eher aktive Steuerung und dem Gefühl, dass man vielleicht doch ein bisschen Kontrolle über diese Reizüberflutung hat. Wenn ich weiß, ich bin einer Situation nicht hilflos ausgeliefert, würde es vermutlich weitaus weniger häufig zu Overloads und Meltdowns kommen.
  • Neu

    Bei mir ist das so, dass ich in Spanien und Lateinamerika wesentlich entspannter bin als in Deutschland . Ich habe das lange nicht verstanden. Denn eigentlich müsste es hierzulande einfacher sein als anderswo, schon wegen der Sprache, Muttersprache und Vaterland.
    Ich habe darüber nachgedacht, schon länger, und bin dabei auf folgende Punkte gestoßen:
    - ich war ungefähr 18, als ich das erste Mal in Spanien gelebt habe. Und irgendwie war das eine Chance für mich, die Umgangsregeln und das Wie- Was- Wo von Grund auf neu zu lernen, ich war schon älter und konnte meine Analysefähigkeiten einsetzen, was ich als Kind nicht gut konnte. Und wenn ich mal was falsch machte, hieß es "Sie ist halt Deutsche!" , Ausländern gegenüber ist man ziemlich tolerant.
    - wenn mir alles zu viel wird, kann ich besser abschalten und aus der Situation rausgehen als im Deutschen. Ich kann mir auch von allen akzeptierte Pausen verschaffen, in dem ich etwas nicht verstehe.

    Ich merke schon im Flieger, wie die ganze Anspannung von mir abfällt.

    Geht es noch jemandem so ?

    Gruß Rhianonn
  • Neu

    Ihr Lieben,

    ich stelle in meinem Alltag immer wieder fest, dass ich mich an getroffene Aussagen von Anderen halte und es dann aber immer wieder vorkommt, dass diese dann nicht so gemeint seien, ich etwas missverstanden hätte oder das nie gesagt wurde.

    Diese Momente finde ich immer extrem schwer auszuhalten. Mein Kopf fühlt sich an wie eine Lotterietrommel, die sich auf einmal in tausendfacher Geschwindigkeit dreht und mein Körper fühlt sich an, als würde jemand eine Stromquelle an mein Nervensystem anschließen. Und ich bin mir sicher, dass ich es richtig verstanden habe und gleichzeitig wieder nicht. Aber ich höre doch genau hin und zu.

    Erst heute hatte ich diese Situation wieder und ich dachte, vielleicht kennt ihr das auch und habt Ideen dazu oder mögt schreiben, was ihr dazu denkt. (vielleicht habt ihr das schon oft besprochen, aber ich habe schwierigkeiten den überblick zu behalten und langen threats kann ich irgendwann nicht mehr folgen .. bitte entschuldigt)

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