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    Hallo,

    ich habe diese Woche meine Diagnose auf Autismussprektrumstörung erhalten. Die Ärztin meinte, dass mittlerweile nicht mehr in Kategorien unterschieden wird, da die Übergänge zu fließend sind. Ich würde jedoch als atypischer Autist eingestuft werden, da ich recht nahe am Asperger bin, aber trotzdem einige entscheidende Merkmale fehlen. Dafür hätte ich wohl wieder Merkmale anderer Kategorien. Da ich mein lebenlang aber schon immer an der kategorisierung in allen Bereichen gescheitert bin, finde ich diese neue Einschätzung sehr gut.

    Ich bin schon seit einem Jahr in Therapie (Tagesklinik und Gruppentherapie). Keine davon ist auf Autismus ausgelegt. Dennoch haben mir beide Therapien sehr geholfen, meinen Autismus zu erkennen. Die Gruppentherapie läuft nun auch noch auf unbestimmte Zeit weiter. Gerade im sozialen Miteinander hilft mir die Gruppe sehr, da ich gerade ein konfliktfreudiges Verhalten an den Tag lege, während ich mein lebenlang sehr konfliktscheu war.

    Zusätzlich bin ich seit November 2017 krank geschrieben. Das Krankengeld endet im Mai 2019. Im letzten Jahr habe ich einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben gestellt. Allerdings ist das verfahren nun seit fast 9 Monaten in Bearbeitung, da Sie noch nicht von meiner Arbeitsunfähigkeit in meinem alten Beruf überzeugt sind. Die Autismus-Diagnose sollte dies nun aber beschleunigen.


    Nun stelle ich mir aber die Frage: Wie geht es weiter

    Dazu sind verschiedene Bereiche wichtig:

    1. Arbeit:
    Wie komme ich beruflich wieder auf die Beine. In meinen alten Job kann ich nicht zurück, dieser ist rückblickend extrem Autisten-Feindlich. Da es eine sehr kleine Firma ist, gibt es dort auch keine Möglichkeiten, einen Autismus-freundlichen Arbeitsplatz zu schaffen. Dafür ist die Firma viel zu chaotisch.
    Ich würde daher gerne in meinem Bereich bleiben (IT/Programmierung) aber weg von dem Chaos und Kundenbetreuung, und tiefer rein in die reine Programmierung. Doch fehlen mir hierzu die Qualifikationen. Ich müsste also nicht nur einen passenden Beruf finden, sondern auch die Qualifikationen nachholen.

    2. Finanzen:
    Nach 13 Monaten Krankengeld bin ich nun finanziell am Dispo-Limit angekommen, und dies schon seit vielen Monaten. Meine Eltern unterstützen mich seit einem Jahr finanziell, damit ich über die runden komme. Die letzten 11 Jahre habe ich nur in Teilzeit gearbeitet. Dementsprechend klein ist das Krankengeld und es sind keinerlei Rücklagen vorhanden. Ich bin also in starken finanziellen schwierigkeiten, besonders ab Mai 2019, wenn das Krankengeld ausläuft.

    3. Therapie:
    Meine Gruppentherapie hilft mir gerade sehr. Trotzdem stellt sich mir die Frage, ob ich eine Autismus-spezifische Therapie beginnen soll, bzw. in eine Autismus-Gruppentherapie wechseln sollte. Oder ob ich alles drei parallel versuchen soll. Allerdings müssen erst Punkt 1 und 2 erfüllt sein, damit ich überhaupt eine stabile Basis für eine Therapie habe. Denn momentan fehlt es mir schon am Geld für die Bahnfahrt zu der Therapie.

    4. Schwerbehinderung:
    Von unterschiedlichen Seiten wurde mir schon ein Antrag auf Schwerbehinderung nahegelegt. Ich sträube mich noch dagegen, aber mir ist auch nicht ganz klar, welche positiven und negativen Auswirkungen dies hätte. Würde es mir bei der Berufsfindung und Finanzierung helfen? Und wenn ja, wie hoch müsste der Grad der Behinderung sein? Und worauf muss man bei der Antragsstellung achten, um möglichst eine ewig lange Bearbeitung bzw. Widerspruchsverfahren zu vermeiden? (diese 9 Monate mit den Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben haben mir schon den rest gegeben).

    5. Verhaltensänderung
    Dieser Punkt ist momentan nicht akkut, trotzdem wichtig für die Zukunft. In wie weit muss ich mein Leben anpassen, um weitere Depressionen und Überforderungen zu vermeiden. Ich habe schon viel zu dem Thema gelesen, allerdings auch immer wieder festgestellt, dass jeder Autist andere Bedürfnisse und Lösungen hat. In der Vergangenheit habe ich immer wieder gemerkt, dass mir Ratschläge und Lösungen von anderen Menschen nie geholfen haben. Meistens war ich zu schüchtern, um dies meinen Mitmenschen zu beichten, und habe eine Verbesserung meiner Lage vorgetäuscht. Genau so auch bei den Therapeuten. Doch nun ist mir bewusst, dass die meisten Lösungen einfach nicht funktionieren bei mir, egal wie sehr ich es versuche und mir einrede. Ich muss nun also neue Lösungsansätze finden für meine Probleme, und muss diese Lösungen auch durchsetzen bei mir und meinem Umfeld. Dennoch weiß ich nicht genau, wo ich anfangen soll. Ich will meinen Mitmenschen auch ersparen, dass ich nun wild herum experimentiere auf ihre kosten (besonders bei meiner Frau und engen Freunden). Dennoch weiß ich, dass ich etwas ändern muss.



    Ich habe auch schon eine Beratung beim Hamburger Autismus Institutangefragt. Dort werde ich diese Punkte auch ansprechen. Dort werden auch Therapien angeboten. Aber vielleicht hat ja jemand schon Erfahrungen zu den einzelnen Punkten, besonders was nach der Diagnose am wichtigsten ist und welche Schritte man möglichst schnell einleiten sollte. Denn Zeit ist bei mir gerade ein existenzieller Faktor und ich wäre über alle Erfahrungsberichte dankbar, besonders in Hinblick auf Punkt 1 und 2, da diese sehr akkut sind.
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    Liebe Forumsmitglieder*innen,

    mein Name ist Sarah Gawronska und ich bin studentische Mitarbeiterin am Lehrstuhl Social Cognition an der Berlin School of Mind and Brain (zugehörig zur Humboldt-Universität Berlin).

    Aktuell suchen wir für eine EEG-Studie zur Reaktionsgeschwindigkeit und Entscheidungsprozessen in Spielsituationen Teilnehmer*innen im Alter von 18 bis 50 Jahren mit offizieller Autismus-Diagnose. Die Studie dient dem besseren Verständnis der Gehirnaktivität autistischer Menschen bei Entscheidungsprozessen in verschiedenen Situationen.

    Als Teilnehmer*in bearbeiten Sie zunächst zwei Fragebögen zu Hause (Dauer: ca. 15 Minuten) und kommen anschließend zu einem vereinbarten Termin an die Berlin School of Mind and Brain in Berlin-Mitte. Dort absolvieren Sie am Computer ein Spiel, bei dem auf bestimmte visuelle Ziele reagiert werden muss. Mit Elektroenzephalographie (EEG) und einem Eye-Tracker werden dabei Ihre Gehirnaktivität bzw. Blickbewegungen aufgezeichnet. Die Dauer des Termins zur EEG-Testung beträgt etwa zwei Stunden. Vor der EEG-Testung erhalten Sie ausführliche Informationen über den Studienablauf.

    Die Vergütung für die Studienteilnahme beträgt 16 € plus Gewinne (ca. 4 €), die während des Spiels erzielt werden können. Eine Fahrtkostenerstattung ist für die Anreise aus dem Raum Berlin möglich.

    Bei Interesse an der Studienteilnahme kontaktieren Sie mich bitte entweder über das Selbsthilfeforum oder per E-Mail unter sarah.gawronska@hu-berlin.de

    Ich freue mich sehr auf Ihre Antwort.


    Viele Grüße
    Sarah Gawronska
  • Neu

    Hat jemand von euch von der Demonstration gegen Artikel 13 in Köln die gestern stattfand gehört? Und hat sie jemand von euch gestern auch miterlebt falls ihr in der Stadt wart? Wenn ja wie seid ihr damit umgegangen? Und wie geht ihr damit um wenn eine Demonstration oder irgendeine Veranstaltung bei euch in der Nähe stattfindet? Würde mich mal interessieren. Denn ich kann das mit den ganzen vielen Menschen und dem Lärm nicht ab. Außerdem kann ich das Geräusch einer Trillerpfeife nicht ertragen. Zumindest betrifft es RL.

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