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    hey Ihr

    hier mal ein Versuch. Vielleicht kann ja jemand was damit anfangen.

    Rumination war mir bis vor kurzem noch kein Begriff, zumindest nicht im Zusammenhang mit gastrophysiologischem.
    Rumination meint "Wiederkäuen". Und ich spreche von diesem Phänomen beim Menschen. Wem das zu eklig ist, kann gerne an dieser Stelle wegdrücken.
    Bei der Rumination kommt das Essen eine kurze Zeit nach der Aufnahme wieder hoch, meistens wird es dann erneut gekaut und entweder wieder geschluckt oder ausgespuckt. Dabei spürt man keine Übelkeit und es schmeckt auch nicht nach Magensäure oder Erbrochenem.
    Bis vor kurzem dachte ich noch dass das alle Menschen mehr oder weniger machen würden (wobei mir natürlich klar war dass der Mensch eigentlich kein klassischer Wiederkäuer ist) ... da das bei mir das schon seitdem ich denken kann auftritt. Es war mir die meiste Zeit garnicht bewusst dass ich das tue, passierte irgendwie automatisch und oft auch gut versteckt. Ich hatte nie mit jemanden darüber gesprochen, auch wenn ich zwar dachte das wäre ziemlich "normal", hatte ich das doch einsortiert in "darüber spricht man nicht". Vor kurzem bin ich dann auf diesen Begriff gestoßen und dass es als Essstörung aufgefasst wird, es lässt sich aber dennoch eher wenig darüber herausfinden.

    Ich würde nicht sagen dass ich all die Jahre einen direkten Leidensdruck deswegen hatte, vermute dass es eine Art der Selbststimulation/Selbstberuhigung ist. Aber gerade seitdem ich mich damit dann mal bewusst beschäftigt habe, fällt mir es mir natürlich noch mehr auf wenn es passiert. Es wird dadurch ein ganzes Stück unangenehmer und schlecht für die Zähne ist es auch, selbst wenn noch nicht viel Magensäure enthalten ist. Also würde ich gerne damit aufhören, aber das sagt sich einfacher als es ist..

    soviel erstmal von mir dazu, ich bin gespannt ob das jemand kennt :oops: ;)
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    Guten Tag zusammen,
    ich habe den ersten termin (von 2) der ASS Diagnostik inkl. ADOS test hinter mir.
    kurz zu mir:
    weiblich,19
    immer gut durchs leben gekommen, da ich mein leben lang eine maske trug (rw für das masking bei ASS)

    Beim ADOS haben mich die verschiedenen Tests total durcheinander gebracht. danach hatte ich das gefühl ich habe die falschen antworten gegeben und ich hätte die neurotypischen antworten gewusst. manchmal wollte ich sachen sagen die mir so schienen als wäre das die "richtige" antwort aber habe dann doch in eine andere richtung eingelenkt und dinge gefühlt irgendwie komplexer und komischer (irgendiwe autistischer) erklärt. ich fühle mich wie als wäre ich 2 personen. in manchen situtuationen bin ich der autist wie aus dem lehrbuch (in situationen wo ich mich sicher und geborgen fühle) und in anderen bin ich wie in einer rolle die nicht aufällt und die gelernt hat was der andere erwartet.
    die therapeutin meinte schon nach dem ersten termin (ca. 1h 30min) dass eigentlich der 2. termin gar nicht nötig wäre, da sie sich so sicher sei dass ich das asperger syndrom habe. das habe ich mir auch so "erhofft" da ich eine antwort auf meine probleme haben wollte. jetzt aber wo sie es indirekt bestätigt hat denke ich ich hätte alles gespielt und hätte den test manipuliert. ich denke das kommt daher dass ich überall ständig in andere rollen schlüpfe und nicht mehr ganz weiss wer ich eigentlich wirklich bin.
    hat irgendwer ähnliche erfahrungen, dass man sich verstellen kann wenn man möchte etc.?

    lg und danke für's lesen
    :)
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    Ich habe ein paar Fragen, wie man auf eine Ablehnung des Widerspruchs reagiert.
    Unter anderem wird in der Ablehnung angeführt, dass meine Tochter gute Noten hat und Hobbys verfolgt und "in diesem Zusammenhang keine mittleren sozialen Anpassungsschwierigkeiten festgestellt werden". Für mich sind solche Aussagen nicht nachvollziehbar. Wie seht ihr das? Dass Noten nicht mit guter Integration gleichzusetzen sind, sollte einem Sachbearbeiter oder wer auch immer für die Entscheidung zuständig ist, klar sein!?

    Mir scheint es, als wenn unsere Widerspruchsbegründung mit der detaillierten Schilderung aller Einschränkungen im Alltag gar nicht gelesen wurde.


    Kann man sich auch bezüglich der Entscheidung über den Widerspruch Akteneinsicht verlangen? Hilft der vdk bei Einreichung der Klage weiter?

    LG
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    Hallo, erst einmal ein großes Lob an alle Forenmitglieder, ich finde es sehr interessant und informativ. Noch bin ich undiagnostiziert, höchstwahrscheinlich bleibt dies wegen der enormen Wartezeit auch erst einmal so. Wobei ich mittlerweile nach vielen verschiedenen Therapien und extrem viel Literatur weiß, wo meine Probleme zusätzlich zu den vorhandenen emotionalen sind.

    Weshalb ich fragen wollte, wie ihr, so ihr damit "erfolgreich" / angepasst seid, es geschafft habt, die notwendigen Grundlagen für Beruf und Alltag zu erlernen.

    Was die Kommunikation angeht, verstehe ich meistens gar nichts und äußere mich "falsch" i.S.v. unverständlich oder gar verletzend, obwohl dies keinesfalls meine Intention darstellt.
    Ich habe selten eine Ahnung, warum jemand sich so verhält oder äußert, wie er oder sie es macht. Von der Interpretation von Gestik und Mimik ganz zu schweigen.

    Meine Lernschwierigkeiten bestehen schon solange ich denken, bzw. habe ich gelernt, dass ein Gespräch mit einem "Wissenden", der mir Dinge oder Sachverhalte logisch und mit Beispielen erklären kann,
    viele 100 Stunden alleiniger Beschäftigung ersetzen kann und ich diese Dinge nicht wiederholen muss, da ich das Grundprinzip verstanden habe.
    Was diese Schwierigkeiten anbelangt, so werde ich von anderen Menschen immer wieder auf meinen Schulabschluss hingewiesen, allerdings glaube ich, dass meine Schulzeit unter Beachtung meiner sehr schlechten Aufmerksamkeit, der sehr langsamen auditiven Wahrnehmungsverarbeitung, eines sehr schlechten Reizfilters, einer stark eingeschränkten Interpretationsfähigkeit, einem wortwörtlichen Verständnis und einem Unverständnis gegenüber "Späßen" hätte anders laufen können.

    Da ich momentan in meinem allerersten Job bin, muss ich mich irgendwie anpassen, vorher habe ich nur ein FSJ, verschiedene Praktika und abgebrochene Studien und sinnlose Arbeitsamtmaßnahmen zustande gebracht.

    Mithilfe welcher Informationsquellen und/ oder therapeutischer Unterstützung habt ihr Kommunikations- und Lernschwierigkeiten überwunden?
    Was hat euch geholfen euren Alltag zu organisieren und zu strukturieren?
    Ich habe immer das "Gefühl", dass alles gleichzeitig passiert.

    Habt ein schönes Wochenende
    Der Suchende

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