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    Muss im vornherein sagen, dass ich akustisch und visuell sehr empfindlich bin.
    Bin sehr schnell angespannt, bekomme Tinitus und könnte sehr schnell alles zusammenschlagen, weinen, laufen etc. Zum Schluss bin ich angespannt, der Körper schmerzt und mein Kopf scheint nicht mehr zu funktionieren, wobei ich mich Gefühlsmäßig gar nicht konzentrieren kann.
    Bei leichteste Konzentrationsversuche, komme ich in die emotionale Überforderung und koennte weinen, schreien alles zusammenschlagen
    In der WG von deutschen rotem Kreuz wo ich lebe, gibt es ein Gemeinschaftsraum und einer grossen Gemeinschaftsküche.
    Dazu hat die WG 3 Wohnungen mit jeweils Bad, Küche und 2 Zimmer.
    Gestern wurden im Gemeinschaftsraum, noch zusätzliche Möbeln in den Gemeinschaftsraum gebracht.
    Da ausser dem Tisch und Stühle im Gemeinschaftsraum und auf dem Balkon nichts war, konnte ich vorher voll abschalten, was ich super fand.
    Gestern war ich emotional wieder komplett überfordert, als Couch, Teppiche, Regale etc aufgebaut wurden.
    Da ich mich sehr schlecht konzentrieren kann, fand ich es zudem super, dass ich in Vergangenheit einmal rueberwischen konnte und alles gemacht war.
    Wenn was anders als geplant läuft, komme ich auch sehr schnell in die emotionale Überforderung
    Wenn Verletzungen hochkommen, spanne ich auch stark an und drehe innerlich durch, da ich ihnen gerade nichts entgegensetzen kann.
    Da alles im Gemeinschaftsraum sauber gehalten werden muss, ich mich schlecht konzentrieren kann und bei Versuche in die Überforderung komme, wird es nicht lustig, da ich nicht glaube, dass der Kerl mit Borderline, welcher mit mir gerade die dreier WG teilt, Verständnis dafuer hat.
    Er hat sich riesig über das neue Mobiliar gefreut.

    Meine Therapeuten haben mein Überforderungen immer als Fehlverhalten gesehen, wobei dazu meine Grenzen nicht akzeptiert wurden und sie sich ueber meine Überforderung wunderten und mich erziehen wollten.
    Habe vieles über Reizüberflutung gelesen, Blicke aber leider immer noch nicht, wann ich in die emotionale Überlastung reinkommen.
    Im Nachhinein empfinde ich es als Raten.
    Wenn ihr in die Überforderung reinkommt, kennt ihr dann die Ursachen?
    Dass der Kopf scheinbar nicht mehr mitmachen will, die Überlastung bei Konzentrationsversuche Eintritt habe ich hier noch nie oder evtl, seltens gelesen.
    Blickt jemand durch?
    Für mich ist die Thematik noch sehr undurchsichtig.
    Vielleicht ist jemand in dieser Thematik schon weiter als ich.

    Herzlichen Dank
    L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:
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    Hallo, ich bin noch fast ganz neu hier :d .

    Ich habe zwar schon früher Sachen aus diesem Forum gelesen, war aber noch nicht registriert.
    Vor Kurzem habe ich mich dann doch angemeldet.

    Ich bin 15 Jahre alt und hatte selber den Verdacht auf AS.
    Ich weiß nicht mehr woher genau der Verdacht kam, denn das ist schon länger her.
    Am Anfang dachte ich so: "Autismus? Ich doch nicht!", bin aber trotzdem immer wieder auf das Thema gestoßen.
    Ich habe dann aber doch immer mehr Parallelen entdeckt, und Tests aus dem Internet gemacht. Ich hatte oft Punktzahlen wie "47 von 50", was mich dann doch recht überrascht hat. Ich weiß, diese Tests aus dem Internet sind nicht sehr aussagekräftig, aber wenn nur 3 Punkte zum maximalen Ergebnis fehlen...

    Jedenfalls sind die typischen Symptome bei mir vorhanden:
    -Schwierigkeiten im sozialen Bereich allgemein
    Beispiel: meine wenigen Freunde sagen mir immer, dass ich kaum Einfühlungsvermögen habe.
    Ich empfinde das eigentlich nicht so, aber ich habe offensichtliche Schwierigkeiten mit Gefühlen, auch mit meinen eigenen.
    -Augenkontakt halte ich so gut wie nie, dadurch kam es schon zu seltsamen Situationen:
    Mein Kinderarzt winkt mir immer zu, weil ich ihn nicht anschaue. So versucht er festzustellen ob ich zuhöre.
    Als ich noch nicht wusste, warum er winkt, bin ich schon mal aufgestanden und wollte gehen (weil er ja gewunken hat)... :m(:

    -Kommunikationsprobleme
    Beispiel: ich deute den Tonfall von anderen meistens falsch und verstehe Ironie etc. sehr oft nicht.
    Ich kenne es auch zu gut, wenn man eigentlich genau weiß was man sagen will aber kein Wort kommt (mitten im Satz... stöhn)

    -anderes, z.B.:
    - sehr lange für Entscheidungen brauchen
    - heftige über- (und manchmal auch unter-)Empfindlichkeit gegenüber Reizen (Ohropax immer dabei... :d )
    - Rituale (mit 9 oder 10 hatte ich eine Phase, da war das besonders schlecht... Ich habe jeden Abend geweint wenn ich um halb neun noch nicht geschlafen habe...
    mittlerweile habe ich mich so gut wie es geht damit abgefunden dass man nicht alles planen kann und dass man Sachen nicht immer genau gleich machen kann; dennoch sind mir feste Zeiten u. ä. sehr wichtig)
    -"soziales Lächeln" fehlt(e). Ich habe mir das jetzt so angeeignet, grinsend durch die Gegend zu laufen.

    Naja, ich erspare euch den Rest jetzt mal, ihr kennt die Symptome ja.
    Jedenfalls habe ich sehr häufig Situationen die der mit meinem Kinderarzt ähneln.


    Bei mir gibt es auch noch andere Auffälligkeiten, die bei Autisten einfach deutlich häufiger vorkommen als bei NT´s.
    Ich bin hochbegabt. In der Grundschule hatte meine Lehrerin in Deutsch irgendwann keine Aufgaben mehr für mich, ich habe dann in einer höheren Klasse mitgemacht. Dort war es genauso öde...
    Oft wundern sich Leute über mein Gedächtnis. Wenn ich über Ereignisse in der Vergangenheit spreche, kann ich meistens noch haarklein schildern, wo genau sich das abgespielt hat. Manchmal weiß ich auch noch, was irgendeine Person dort für einen Pullover anhatte oder welcher Wochentag das war. Details bleiben mir oft im Gedächtnis hängen, ich achte mehr auf kleine, unwichtige Sachen.

    Ich bin biologisch weiblich, aber ich kann mich nicht mit meinem Geschlecht identifizieren. Angeblich ist Dysphorie bei Autisten ja häufiger, und es gibt ja auch noch diese Theorie mit dem extrem männlichen Gehirn... Ihr wisst schon.

    Auch bestand bei mir der Verdacht auf Epilepsie, da ich eine Zeit lang komische Anfälle mit Zuckungen und Verkrampfungen hatte. Weil EEG und MRT relativ unauffällig waren, verfolgte man diesen Verdacht nicht weiter. Allerdings glaube ich, dass ich schon vor diesen Anfällen viele Auren hatte. Denn als ich kleiner war, hatte ich immer so bunte Linien im Kopf und habe dazu Töne gehört. Machmal kommt das heute noch wieder.

    Was Overloads, Meltdowns und Shutdowns betrifft: kenne ich nur zu gut. Meine Mutter erzählt auch manchmal, dass ich schon als Kleinkind in Dinge so vertieft sein konnte, dass ich gar nicht reagiert habe. Das habe ich heute noch manchmal.


    Und dann ist da noch das Stimming: ich weiß, NT´s machen das auch.
    Aber nicht in dem Ausmaß. Jaktation, Händeflattern, summen...
    Bei mir alles dabei.

    Ich verstecke diese Bewegungen etc. aber so gut, dass sie fast niemand bemerkt.
    Meine Familie fragt manchmal nach, warum ich so Zeug mit meinen Händen etc. mache. Aber ich sage dann gar nichts und gucke in etwa so, als wäre ich irgendwie "schuldig" und dürfte das nicht machen.
    Danach unterdrücke ich das stimming noch mehr, was mal mehr, mal weniger gut klappt.
    Ich wünschte, wenigstens meine Eltern könnten das verstehen oder einfach ignorieren.

    Außerdem habe ich eine Zeit lang nichts mehr gegessen. Auch wenn ich das eher mit der Body Dyphoria und meiner Emetophobie in Zusammenhang bringe.
    War ziemlich gefährlich... Ist aber ein anderes Thema. Denke nur, dass das vielleicht mit Autismus zusammenhängen könnte, so wie bei Greta Thunberg ;) .



    Nach langem Überlegen habe ich am Welt-Autismus-Tag 2018 meinen Eltern davon erzählt. Ich habe den ADOS gemacht. Laut dem Ergebnis bin ich komplett unauffällig.
    Das wundert mich schon ziemlich.

    Wie kann das sein, dass ich im Alltag mit exakt den gleichen Problemen wie Autisten konfrontiert bin und angeblich nicht autistisch bin?

    Hatte dieser Test (ich verstehe immer noch nicht was die fliegenden Frösche dort sollten) bei jemandem von euch Unrecht?

    Ich war in der Praxis Gaber/Hoffmann in Hamburg.

    Ich soll jetzt eine Therapie bei einer Psychologin machen, die ich absolut nicht leiden kann...
    Und bei Gaber/Hoffmann hatte ich das Gefühl, sofort einen Stempel aufgedrückt bekommen zu haben.
    Nur weil ich in einer Stunde dort geweint habe, hieß es gleich: Ach, das Kind zeigt Gefühle. Bestimmt kein Autist.

    Dieser Arzt dort hat tatsächlich zu mir gesagt:" Du machst dir ziemlich viele Gedanken, das ist untypisch für Autisten."

    Hallo?! DENKT ihr etwa nicht?
    Das macht für mich keinen Sinn!

    Und ich finde es echt blöd, dass immer alles auf mein sehr "männliches Erscheinungsbild" zurückgeführt wird.
    Ich werde immer nur nach Sachen zu diesem Thema gefragt. Die Menschen glauben wirklich nur dass was sie sehen...


    Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Einen RICHTIGEN Experten aufsuchen?

    Oder habt ihr Ideen, was ich außer AS sonst haben könnte? Ich verstehe die Welt zurzeit überhaupt nicht mehr, denn ich finde, dass die Symptome offensichtlich sind.
    Ich wusste gar nicht, dass ich das alles wirklich SO gut verstecken kann. Den Mädchen mit AS wird das ja oft nachgesagt. Vielleicht sehen die Ärzte mich ja als Junge an... :lol: :lol: :m(: :m(: :m(: :m(:


    Euer Fionny :)

    PS. Ich habe auch Muskelhypotonie. Und es gab bei mir auch Komplikationen mit den frühkindlichen Reflexen. Damit hängt das Ganze wahrscheinlich auch zusammen.
    Es gibt ja diese "Restreaktionen", z. B. vom Moro-Reflex. Vielleicht liegt das daran dass ich zu früh geboren wurde.

    PPS. Ich weiß nicht, ob ich sowas wie Spezialinteressen habe. Aber ich beschäftige mich auf jeden Fall mit Dingen, die die meisten anderen 15-Jährigen als nicht so spannend ansehen. Z. B. die Zahl Pi oder Mähdrescher. Wenn ich etwas nicht mag, dann mag ich es dafür wirklich überhaupt nicht.
    Falls das keine richtigen Spezialinteressen sind, liegt das vielleicht daran dass ich mal gemobbt wurde und irgendwie depressiv bin... Ich habe mal gelesen, dass Spezialinteressen "gehemmt" werden können, wenn man Depressionen hat.

    PPPS. DANKE an alle die bis hier gelesen haben! Ihr seid die coolsten! 8-)
    Würde mich freuen wenn ihr nette Ratschläge oder so habt.
    (ach, diese ganzen auswendiggelernten netten Sätze :d :d :d :d :d :d :d :d )
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    Mir ist aufgefallen, dass ich sehr oft in Gedanken Dialoge führe mit Personen, die ich kenne. Das können unterschiedliche Varianten sein, wie das Weiterführen eines Gesprächs, das wirklich statt gefunden hat, oder etwas, was mich sehr beschäftigt und ich mitteilen möchte, oder ich stelle mir vor, auf etwas zu reagieren, was mich geärgert hatte.

    Mich interessiert, wie das bei euch ist. Kennt ihr das in ähnlicher Weise? Wieviel Raum nehmen die inneren Dialoge ein?
    Vielleicht mag der/die eine oder andere was dazu schreiben.

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