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    Ich weiß es gibt viele Threads über das Autofahren aber hier geht es speziell um Angst und angstauslösende Situationen in Zusammenhang mit Verkehr und das auf alle Arten von Verkehrsteilnehmern bezogen einschließlich Fußgängern. Ihr könnt gerne von euren Erlebnissen erzählen, ich mache mal den Anfang.

    Wie schon an anderer Stelle erwähnt stört es mich, dass es kaum Angebote gibt für Leute, die Angst vor dem (selber) Autofahren haben, es sei denn es sind Leute, die bereits einen Führerschein besitzen und erst durch einen Unfall nachträglich diese Angst entwickelt haben.

    Man kann sich wohl fragen woher so eine Angst wie die Meine kommt, wenn man nie einen ernsthaften Unfall hatte und auch bevor man je hinterm Steuer lsaß.

    Ich denke der Grundpfeiler meiner Angst wurde bereits in der frühen Kindheit gelegt. Irgendwo an einem Straßenrand war Sperrmüll und da war so ein schönes Flatterband drin, das wollte ich haben. Es war aber auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Ich wollte nicht abwarten sondern wollte sofort da hin und meinem Vater gelang es nicht mich aufzuhalten. Ich sah zwar, dass ein Auto kam, aber ich dachte das Auto bewegt sich ja viel schneller als ich, also kann ich ruhig schon mal loslaufen und nahm an das Auto würde einfach noch vorbeiwutschen bevor ich in der Mitte der Straße angekommen bin. Mir war leider nicht klar, dass das AUto anhalten würde, wenn es mich auf die Straße laufen sieht. Daher gingen meine Berechnungen nicht auf und ich bin praktisch gegen das Auto gelaufen, das blöderweise anhielt, bzw. bin halt doch mit ihm kollidiert. Letztlich wurde nur meine Sandale beschädigt oder so aber die Erwachsenen haben ziemlich viel Wind gemacht wegen der ganzen Sache und es hat sich mir ins Gedächtnis gebrannt. Seitdem stelle ich mich immer ziemlich an und bin innerlcih sehr angespannt, wenn ich eine Straße überqueren muss und Autos kommen.

    Wenige Jahre später wurde ich dann zu jemand, der jeden Tag mit dem Fahrrad zur Schule fährt. Als Fahrradfahrer erlebte ich mich immer als schwacher Verkehrsteilnehmer. Auf dem Radweg fühle ich mich sicher aber auf der Straße gar nicht. Da werde ich ja leicht übersehen und könnte von den Autos zerquetscht werden. Mit 15 habe ich den Mofaführrschein gemacht und hatte damals ein Mofa aber habe da weiter versucht hauptsächlich auf dem Radweg zu fahren, da ich mich auf der Straße unwohl fühlte. Der Gedanke den Autoführerschein zu machen war gruselig denn dann kann ich mich ja nicht auf den Fahrradweg flüchten. Und die Kehren in der Fahrschule über Autos, die motorisirte Zweiräder übersehen, haben es auch nicht besser gemacht.

    Schlimm finde ich auch Kreisverkehre, egal ob mit Auto oder mit dem Rad. die haben an einer Stelle vor einigen Jahren eine Fußgängerampel durch nen Kreisverkehr ersetzt nachdem ein Nachbarkind dort gestorben ist. Die meinen es ist so sicherer aber finde es eher noch gefährlicher für ein Fahrrad. Und jetzt wird man durch ne Baustelle noch mehr da reingezwungen. Kann mich sonst nur umständlich über Zebrastreifen hangeln wie ein Fußgänger.

    Mit Mitte 20 oder noch später wie schon erwähnt endlich mal versucht den Füherschein zu machen aber die Hoffnung an empathische sensible Fahrlehrer zu geraten hat sich leider nicht erfüllt, stattdessen wurde meine Angst, einen Unfall zu bauen etc. durch ihr unempathisches Verhalten noch verstärkt.

    Ich versuche mir nun immer wieder zu sagen dass ich als Autofahrer ja nicht übersehen werde sondern genau so respektvoll behandelt werde wie andere Autos auch und dass ich mich nicht zu verstecken oder an den Rand zu quetschen brauche sondern selbstbewusst auf der Fahrbahn fahren kann und dass ich auch nicht wie ich es als Radfahrer Tat vorsichtshalber an jeder Kreuzung anzuhalten brauche aus Angst ich bekomme meine Vorfahrt nicht. Aber es ist nicht so leicht. Und in der Fahrschule damals wurde nochmal betont, dass man als Autofahrer ja eine Art Mordinstrument fährt und wie lang der Bremsweg ist und wie viel man dabei noch überrollen kann usw. ...

    Und in einer Großstadt wie Amsterdam ein Fahrrad (mitunter sogar ein schwer zu manovrierendes Packfahrrad) zu fahren habe ich auch schon erlebt, zu viele rücksichtslose Radfahrer und zu viele Verkehrsteilnehmer insgesamt gleichzeitig und hektik und Lärm und dann auch noch den richtigen Weg finden trotz Navigationsschwäche (während andere sich Wege leicht einprägen können), so etwas ist Stress pur für mich! Und auch generell finde ich Verkehrslärm nervenaufreibend und bedrohlich. Im Auto bei geschlossenem Fenster geht es aber da hört man es nicht so laut. Innerhalb von Gebäuden oder beim Fahrrad fahren kann es aber echt blöd sein und auch als Fußgänger in der Innenstadt. Sich immer aufs Neue begreiflich machen müssen, dass die Geräusche keine echte Bedrohung darstellen (schon gar nicht, wenn ich gar nicht auf der Straße sondern z. B. in einem Gebäude bin) und sie halt nicht ausblenden können...
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    Im anderen Thread ist es evtl. untergegangen, deshalb nochmal als neues Thema:

    Lefty wrote:

    In einem Video über AD(H)S hörte ich, dass es bei AD(H)S so ist, wenn man etwas nur in der Vorstellung durchlebt, dann wird es so wahrgenommen, als wäre es wirklich passiert. Z.B. die Erwartung, dass gleich etwas Schlimmes passiert, löst sofort starke entsprechende innere Reaktionen aus, so, als würde es in dem Moment tatsächlich passieren. Bei mir ist das so. Und auch, wenn sich schnell zeigt, dass es gar nicht passiert ist, bleibe ich erstmal eine Weile in der Wahrnehmung stecken - ich muss es verarbeiten (obwohl gar nichts passiert ist). Genauso kann ich mir aber Schönes vorstellen und erlebe das dann auch, als wäre es Realität.
    Ist das bei AS auch so?
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    Hallo Leute,
    in meinem Diagnosebericht ist in meiner Biographie ein Fehler. Bevor ich das endgültige Bericht bekommen habe, habe ich einen vorläufigen Bericht direkt von der Ärztin erhalten. Da hatte ich das gemerkt und habe ihr das mitgeteilt. Sie hat diesen Fehler aber nicht korrigiert, warum auch immer. Ich habe diesen Fehler mit Tippex durchgestrichen und mit Sternchen kenntlich gemacht, dass hier ein Fehler in der Biographie ist.
    Es ist für mich sehr ärgerlich und möchte nicht, dass es zu falschen Schlüssen kommt, was mir schon leider passiert ist, als ich den vorläufigen Bericht vorgelegt habe. Diesmal möchte ich mir dirsen Stress ersparen.

    Hat jemand Erfahrung? Immerhin habe ich das kenntlich gemacht, dass ich da was durchgestrichen habe, weil da ein Fehler drin ist.
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    Um hier jetzt zu schreiben brauchte ich 2 Wochen bis ich mich nun traue. Im Moment mache ich eine Verhaltenstherapie, wobei hier die Sozial Phobie im Vordergrund steht und der Autismus das ganze noch schwieriger macht.

    Ich nehme also Kontakt auf, erst mal online, aber immerhin. Nur weiß ich gar nicht so recht was ich sagen soll und ich fürchte mich vor negativer Rückmeldung.

    Sicher habe ich hier auch schon mal geantwortet, aber nur wenn ich denke es gut zu wissen und auch da komme ich immer gleich ins schwitzen und werde sogar rot beim Schreiben. Dazu kommt eine große Unsicherheit der Rechtschreibung.

    Seit 4 Wochen ist es offiziell das ich meine Selbstständigkeit nach 15 Jahren aufgeben werde, mein Mann wird unser Ladengeschäft allein weiter führen. Das tut mir so gut, ich hatte einen Zeitraum von 24 Tagen ohne Migräne. Aber es kommt so viel auf mich zu. Ich möchte meine Arbeitsfähigkeit überprüfen lassen und allgemein werden wohl einige Termine kommen die mich an meine Grenzen bringen werden.

    Danke fürs lesen.
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    In einem mir bekannten Fall ist eine 'autismusspezifische Förder- und Therapiemaßnahme' bei einem ATZ als Leistung zur sozialen Teilhabe nach § 113 Abs.2 Ziff.2 SGB IX i.V.m. § 78 SGB IX einkommens- und vermögensunabhängig gewährt worden.

    Angeblich gebe es eine Gesetzesänderung im BTHG seit 1.1.2020, nach der eine solche Therapie einkommens- und vermögensunabhängig vom Träger der Eingliederungshilfe zu bezahlen ist, wenn folgende Unterlagen vorgelegt werden:
    1. Ablehnung der Krankenkasse oder Nachweis, dass das ATZ keine Kassenzulassung hat
    2. Nachweis der Behinderung
    3. Stellungnahme des ATZ

    Ich kann eine solche Gesetzesänderung nicht verifizieren. Nach meinen Informationen zählen Leistungen zur sozialen Teilhabe nach § 113 Abs.2 Ziff.2 SGB IX i.V.m. § 78 SGB IX gerade nicht zu den privilegierten Leistungen, die nach §138 SGB IX einkommens- und vermögensunabhängig gewährt werden. Die Ablehnung der Krankenkasse kann daran eigentlich auch nichts ändern. Das ATZ kann gar keine Kassenzulassung bekommen, weil dort nur Psychologen ohne Approbation und pädagogische Mitarbeiter beschäftigt sind.

    Ich glaube zwar, dass das tatsächlich so bewilligt worden ist, glaube aber hier eher an einen Irrtum der Behörde im Einzelfall, zumindest solange, bis ich Belege für eine entsprechende Gesetzesänderung im BTHG bekomme.

    Kennt jemand vielleicht die entsprechende Textstelle?

    Oder hat sonst noch jemand von dieser Neuregelung profitiert und kann bestätigen, dass das so gehandhabt wird?

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