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    Hallo, heute hatte ich mit der Frau vom begleiteten Wohnen über eine Mail geredet die ich an jemanden schrieb. Sie meinte, dass meine Antwort in der Mail (ehrlich und direkt) eine "typisch autistische Art" etwas mitzuteilen wäre. Erst letze Woche kam auch eine ähnliche Reaktion von ihr, wo sie zu mir meinte dass mein gedankliches von einem Thema ins andere kommen "autistentypisch" wäre. Klar gibt es Eigenarten, Verhaltensweisen, etc. die für Autisten eher typisch sind. Aber deswegen ist nicht alles was ich mache oder nicht mache deshalb automatisch meinem Autismus zuzuschreiben. Ich will auch nicht, dass immer meine Autismus Diagnose im Vordergrund steht, sondern ich habe ja auch trotzdem noch eine individuelle Persönlichkeit. Ich bin kein Autist der auch ein Mensch ist, sondern ich bin ein Mensch mit Autismus Diagnose. Ich kann auch Vorlieben, Abneigungen oder Eigenarten haben, die einfach meiner Persönlichkeit entsprechen. Ohne dass man bei allem was ich gerne mache, vermeide oder so wie ich bin das alles immer dem Autismus zuschreiben muss. Ich bin ja mehr als nur die Diagnose.

    Habt ihr das auch schon erlebt, dass alles was ihr macht, so wie ihr seid, dass das nur in Zusammenhang mit eurer Autismus Diagnose gesehen wird?

    Ich weiß im Moment nicht damit umzugehen, es wühlt mich innerlich auf und ich fühle mich nur auf meine Autismus Diagnose reduziert. Ähnliches kenne ich schon anders herum, "Sie wirken jetzt aber nicht wie ein Autist, weil..." von einer Psychotherapeutin. Ja, weil: Autisten trotzdem individuelle Persönlichkeiten sind, und nicht alles was sie machen oder mögen immer nur "autismustypisch" sein muss. Vermutlich wühlt mich das deswegen so auf, weil ich von "Fachpersonen" (Sozialarbeiter, Psychotherapeuten) ein anderes Verhalten erwarte. Gerade von solchen Personen hatte ich die Vorstellung, dass diese Menschen mich (Aufgrund ihres fachlichen Hintergrunds) eher als individuelle Persönlichkeit behandeln. Dass die üblichen Mitmenschen andere auf irgendwas reduzieren und in "Schubladen denken" (RW) ist für mich nichts Neues. Aber ich hatte erwartet, dass solche Fachpersonen das nicht machen.

    Das nächste Mal werde ich dazu etwas sagen (Oder es eventuell vorher schon per Mail rückmelden) aber ich war in dem Moment nicht darauf vorbereitet.
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    Ich war selber von 1988 bis 1993 in einem Schul- und Hortprojekt gewesen, vom Verein "Hilfe für das autistische Kind e. V." (heute Autismus Deutschland e. V.), und da war auch eine Erzieherin gewesen (sie war auch Leiterin des Projekts), die heute als Heilpraktikerin arbeitet!

    Als sie damals Erzieherin war, mochte ich sie sehr, und, kam auch mit ihr sehr gut klar!

    Ich ging dann 1993 von der Einrichtung ab, und im gleichen Jahr fing sie mit ihrer Ausbildung als Heilpraktikerin an. Wenige Jahre später, 1996/97 irgendwann, verloren wir uns erstmal aus den Augen...

    Im Spätsommer 2017 nahm ich wieder Kontakt mit ihr auf, und, wir sahen uns nach 20 Jahren auch wieder. Da hatte sie inzwischen ihre eigene Praxis. Wir trafen uns manchmal erstmal so noch, und, kamen auch miteinander noch sehr gut klar!

    Im Herbst 2018 zog sie mit ihrem jetzigen Mann (er ist Gründer-Coach) zusammen, und haben ihre Arbeitsräume im gleichen Haus, wo sie nun wohnen!

    Seit Januar 2019 führten wir nun eine Kinesiologie durch, und ein paar weitere Sachen. Sie bot mir es kostenlos an, sozusagen als Freundschaftsdienst...

    Zweimal dabei, kam es allerdings zu unerfreulichen Ergebnissen und Begebenheiten:

    Einmal im September 2019: Sie meinte allen Ernstes, Autismus sei heilbar, und, sie könne es wegheilen. Und, nur Kinder und Jugendliche hätten Autismus, Erwachsene können es demnach dagegen nicht haben. Und, zum Erwachsensein gehöre Autismus überhaupt nicht dazu...

    Sie legte auch noch wert darauf, dass ich auch innerlich erwachsen bin, mein Freund (er war in den 90er Jahren ebenfalls in dem Projekt), der ebenfalls Autismus hat, ebenfalls. Außerdem wollte sie, dass wir unsere autistischen Verhaltensweisen ablegen, und, und as abgewöhnen...

    Ich schrieb ihr eine deutliche Mail, dass es so nicht stimmt, was sie da meint. Dann war alles erstmal gut. Zumindest schien es so...

    Doch, plötzlich, beim letzten mal, vor knapp zwei Wochen, dann: Da meinte sie doch auf einmal, ich könne doch wieder ins Berufsleben einsteigen, auch, damit ich besser aus dem Autismus herauskomme...

    Das war ein tiefer Schock für mich; und, da frage ich mich: Wie kommt sie zu solchen Behauptungen, obwohl sie doch früher jahrelang mit autistischen Kindern gearbeitet hatte? Da schien bei ihr einiges auf der Strecke geblieben zu sein...

    So ist sie als Heilpraktikerin nun eindeutig ein Flop...

    Und, Ende Dezember, behauptete sie auch noch, dass Autismus eine recht häufige Nebenwirkung von Impfungen sei, die Kleinkinder so kriegen, etwa gegen Masern...

    Ich frage mich echt, welche Quellen sie dafür benutzt hatte, für ihre wirren Behauptungen...

    Was meint ihr?
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    Hey, berichte ja immer wieder über meinen Tunnelblick und den visuellen und akustischen Verarbeitungsproblemen.
    Über Probleme mit Aufmerksamkeit, Konzentration berichte ich ja auch immer wieder.

    Dieser Artikel erklärt meine Thematik sehr gut, wobei ich immer noch nicht ganz durchblicke.
    ADHS/ADS ist hiervon aber trotzdem schwer abzugrenzen.
    L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:

    Quelle.

    autismus-wemi.de/autismus-88.html

    Zitat.

    Gefangen in der eigenen psychischen Welt

    Mit Autismus bezeichnet man den Rückzug in die eigene psychische Welt, was der Schweizer Psychiater Bleuler bereits im Jahre 1911 beschrieben hat. Das Symptom des Rückzuges ist auch bei schizophrenen Menschen zu beobachten.

    Während sich die einen komplett der Außenwelt entziehen und ein Herankommen fast unmöglich ist, "erstarren" andere nur in bestimmten, meist ungewohnten Situationen oder in einer fremden Umgebung. Manche ziehen sich in "ihre Welt" zurück, wenn sie gerügt werden oder etwas nicht so ist, wie sie es gewohnt sind.

    Der Rückzug kündigt sich bei den weniger Betroffenen meistens an und beginnt mit einem starren Blick in eine Richtung, dies kann auch der direkte Blick in die Augen des Gegenübers sein. Als nächstes ist der Autist nicht mehr anzusprechen. Das heißt, die zu ihm gesprochenen Worte werden zwar gehört, aber nicht mehr verarbeitet.
    Zitat ende.

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