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    Hallo Menschen :)

    Ich habe meine AS Diagnose vor vier Jahren in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis erhalten. Seit Kurzem zweifle ich jedoch oft daran, ohne zu wissen warum.
    Deshalb überlege ich, ob mir eine zweite Diagnostik in einer Autismusambulanz weiterhelfen würde. Ist dies einfach möglich? Welche Erfahrungen habt ihr damit?

    Also das ist so, dass ich vor fünf oder sechs Jahren eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger angefangen habe und am Ende des ersten Jahres hat mir mein Prakrikumsleiter gesagt, dass ich iwie verhaltensauffällig wäre und ich ob ich schon mal hab testen lassen. Ja...hab die Ausbildung dann abgebrochen (aber das war auch echt nichts für mich. Weiß nicht, wieso ich die überhaupt anfing :D)
    Ich habe mir am Anfang keine weiteren Gedanken darüber gemacht, aber iwann hat mir das keine Ruhe mehr gelassen und ich bin zu meiner Hausärztin und hab sie darauf angesprochen. Sie meinte, dass sie das für sehr unwahrscheinlich hält. Das hat mich auch sehr verunsichert. Noch ein paar Monate später bin ich dann jedoch trotzdem zu Fachleuten (also zu der oben genannten Praxis. (Mein Bruder war dort schon in Behandlung wegen ADHS, also musste ich auch nicht lange warten)).
    Am Ende kam dann raus, dass ich AS hätte. Später war ich dann auch knapp über zwei Jahre in Therapie dort und hab auch vieles gelernt (glaub ich :D).
    Aber iwie zweifle ich trotzdem ... ich kann nicht genau sagen wieso. Was ist, wenn ich nur so n Fake-Autist bin? Wenn ich mir alles nur einbilde? Meine Mutter sagt auch immer, dass ich mich nicht so anstellen soll.

    oh ich weiß doch auch net :?

    halp :lol:
  • Neu

    Hallo alle zusammen,

    mein Name ist Johannes Holbein, ich bin Schüler an der Deutschen Journalistenschule in München. Gerade recherchiere ich zum Thema Autismus. Ich möchte darüber eine Reportage schreiben. Reportage heißt, dass ich jemanden begleiten möchte, der mir eine spannende Geschichte erzählen kann, der vor einer Herausforderung steht oder einen Konflikt austrägt. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, eine Person mit Autismus in ihrem Beruf zu begleiten. Ich schreibe in dieses Forum, weil ich bisher Schwierigkeiten hatte, Kontakte zu diesem Thema zu finden. Das ist alles total unverbindlich, ich würde mich nur freuen, wenn jemand von euch einen Tipp hat oder jemand Lust hat, mir seine spannende Geschichte zu erzählen. Ich fände es toll, eine schöne Reportage zu schreiben.

    Liebe Grüße
    Johannes Holbein
  • Neu

    Bei uns in der Straße ist der Bürgersteig mit gelben Platten belegt. Wenn es geregnet hat und wieder die Sonne scheint, flimmern diese Platten so - ich kann es gar nicht beschreiben - es flirrt und flimmert , und wenn ich sie betrete, habe ich das Gefühl, ins Bodenlose zu treten. Das ist richtig unangenehm,
    schon nahe an Panik.
    Das gleiche passiert mit allen hellen, frisch geputzten Bodenbelägen, auch in Banken etc.
    Auf normal geteerten Straßen und grauen Platten habe ich das nicht.

    Ich habe die Frage, ob das jemand kennt bzw mit was das zusammenhängen kann
    und was man dagegen machen kann?

    ( ich kann nicht immer auf die Straße oder den Radweg ausweichen, obwohl ich das oft tue)
  • Neu

    Vior wenigen Tagen baten mich meine Eltern, eine Vollmacht, die gleichzeitig als Vorsorgevollmacht und als Betreuungsvollmacht gilt, zu unterzeichnen Sie sind Vollmachtgeber, ich Vollmachtnehmer . Sie sind 78 und 80 Jahre alt und beide unheilbar an Krebs erkrankt. Im Fall der Fälle kann ich an iihrer Stelle handeln, insofern ich das Original der Vollmacht vorlege, aber ich kann das Dritten gegenüber auch ausschlagen. dann wird ein anderer Betreuer vom Gericht benannt.
    Mir ist angesichts der Verantwortung etwas mulmig aber ich habe es gemacht, da meine Eltern keine weitere Vertrauensperson haben und Instititutionen gegenüber generell misstrauisch sind -eher als traditionellem Familiensinn heraus, weniger aus Staatskritik, beide waren Beamte.

    Dies führt mich verstärkt zu Überlegungen, wie meine eigenen letzten Lebensphasen ablaufen sollen. Ich hebe keine eigene Familie und lebe nicht in Paarbeziehung oder einer engen WG. Das ist für mich so auch völlig in Ordnung. Dennoch können Situationen kommen, wo der Mensch noch nicht völlig unansprechbar ist, so dass eine Patientenverfügung unmittelbar greift, ich aber z.B. micht mehr zur Bank gehen oder mit Pflegediensten verhandeln könnte. Ich brächte Bevollmächtigte. Diese Aufgabe möchte ich nur ungern Bekannten, mit denen ich vor allem politische Gesinnung teile und die genauso alt sind wie ich, nicht jünger, auftbürden.

    Ich bin "Verdachtsautist" ohne Diagnose, brauche bislang pragmatisch gesehen keine, obwohl es mich interessieren würde, inwieweit ich auch nach professionellen Untersuchungsmethoden im autistischen Spektrujm bin.

    Niu die Frage: Vorsorge- und Betreuungsvollmachten können auch an Betreuungsvereine gegeben werden, um zu verhindern, dass ein Gericht irgendwen bestellt, wo mensch Glück oder Pech in Bezug auf Engagement und Respekt vor dem Willen des Betreuten haben kann.

    Kennt ihr im Raum Berlin empfehlenswerte Betreuungsvereine, die sich mit Autismus auskennen ? Braucht es dazu eine Diagnose, oder reicht zumindest für einen verbindlichen Erstkontalkt die Selbsteinschätzung ? Bislang komme ich einigermaßen klar, aber ich denke, dass bei Pflegebedürftigkeit die Bedürfnisse schon auseinander gehen. Mir ist Formales, vom Siezen bis zur Terminverlässlichkeit sehr wichtig, Versuche der Erzwingung einer emotionalen Nahbeziehung zum Personal (weil das angeblich zum Wohlbefinden beitragen würde..)wären mir dagegen zuwider, um nur mal ein Beispiel zu nennen. Aus weltanschaulichen Gründen wären mir humanistisch eingestellte Vereine vermutlich näher als religiöse.

    Ich möchte diese Dinge rechtzeitig klären, nicht erst mit 80 oder einer krassen Diagnose wg. unheilbarer Erkrankung.
  • Neu

    Gerade habe ich das hier gelesen:

    kn-online.de/Nachrichten/Wisse…enry-Markram-im-Interview

    Da heißt es:

    Vor allem schlechte Erfahrungen, die vergisst es nie. Das führt zu
    vielen Mikrotraumata. Und das ist das große Drama für Autisten, das sich
    erst in unserer Forschung erschlossen hat: Ihr Gehirn
    ist unfähig, eine negative Erfahrung einzuordnen und durch eine
    positive Erfahrung oder auch nur das Ausbleiben einer Wiederholung zu
    überschreiben.
    Wie meinen Sie das?
    Wenn ich in einen gelben Tisch stolpere, dann sag’ ich mir selbst, dass ich nicht aufgepasst habe, entspanne mich wieder und weiß, dass gelbe Tische nicht per se schlecht sind. Wenn Kai in einen gelben Tisch stolpert, dann vergisst er das nie und hat immer Angst vor einem gelben Tisch, und dann stolpert er in etwas anderes, wovor er dann auch immer Angst hat. Irgendwann ist ein autistischer Mensch wie in einem Käfig zwischen all diesen Dingen und Situationen, die Angst vor Schmerzen verursachen. Dann ist die Welt sehr bedrohlich.

    So ist es bei mir auch, d.h. es wird im Laufe des Lebens immer schlimmer. Ich habe vor immer mehr Dingen Angst, ich sammle immer mehr Mikrotraumata an.

    Da es hier heißt unfähig, bin ich aber auf Grund meiner Verdrahtung gar nicht in der Lage, zu lernen, mit den negativen Ereignissen umzugehen. Zudem lese ich hier immer wieder, dass die Kompensationsmechanismen mit dem Alter immer weiter nachlassen. Ich bin noch nicht mal 30 und es ist jetzt schon so schlimm bei mir 8o Ich stelle mir vor, wie ich in 10 Jahren nicht mal mehr das Haus verlassen kann.

    Mein Freund schrieb mir gerade, ich solle nicht so viel lesen, mein Bruder meinte des Öfteren, mir solle man das Internet wegnehmen.

    Ich frage mich, ob ich mich für alle Forenbereiche sperren lassen sollte außer Privatnachrichten (wegen Forentreffen)? Meint ihr, man kann das trotz der fehlerhaften Verdrahtung im Rahmen einer Therapie lernen?

    Siehe auch: Buchempfehlung - Autisten fühlen mehr als wir - Henry Markram

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    Hat eine Antwort im Thema Unsicher mit der Diagnose (oder mit mir selbst) verfasst.

    Beitrag
    Zitat von _lisa_: „Seit Kurzem zweifle ich jedoch oft daran, ohne zu wissen warum. “ Hallo @_lisa_ kannst Du eingrenzen, in welchen Situationen Du besonders zweifelst? Sind es bestimmte Verhaltensweisen, die Dich zweifeln lassen? Hast Du auch Momente, in…