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    Hi allerseits.

    Noch ein neues Problem: der Betrag, um den sich die studentische Krankenversicherung wegen der Bafög-Erhöhung nun erhöht, ist mir nun bekannt. Zum Glück habe ich rechtzeitig mitbekommen, dass sie teurer wird - und rechtzeitig meine alte KV gekündigt.

    Meine Krankenversicherung kostet ab Oktober 104,31€. Gegenüber den bisherigen Beiträgen eine Verteuerung um 14,31€ oder 15,9%. Bemessen an meinem Arbeitseinkommen würde ich, wäre ich nicht "nebenbei" Studentin, für KV und PV insgesamt 76,2€ zahlen. Mit anderen Worten: ich zahle jeden Monat 28,11€, aufs Jahr gesehen also 337,32€, dafür drauf, dass ich studiere; obwohl mir nicht die Wahl bleibt, mich als Arbeitnehmerin zu versichern, was die günstigere Option wäre, da ich dafür regulär >20h/Woche arbeiten müsste, was ich nicht kann, da ich deutlich behindert bin.

    Das "Werkstudenten"privileg"", das Grundlage dafür ist, dass ich die erhöhten (Pauschal-)Beiträge entrichten soll, vor dem Hintergrund, dass ich bei weniger als 20 Wochenstunden Arbeit angeblich mehr studiere als arbeite, ist bei weniger als 20 Wochenstunden keine Option, sondern Pflicht. Ich betrachte mich als eindeutig diskriminiert, da ich als Behinderte mit 20 Wochenstunden bereits deutlich mehr arbeite als studiere, mich aber dennoch nicht über meinen Job versichern darf. Da ich unterhalb des Existenzminimums lebe, ist die Situation existenziell bedrohlich für mich. Für den Betrag, den ich künftig draufzahlen soll, muss ich zwei Stunden mehr arbeiten gehen - denn bei Mehrverdienst wird auch mein Wohngeld gekürzt, da das Wohngeldamt weiterhin den 10%-Abzug für die KV vorsieht, obwohl ich deutlich mehr als 10% meines Einkommens zahle.

    Der Vollständigkeit halber möchte ich auch die anderen Punkte, hinsichtlich derer man als Student zum Negativen diskriminiert wird, erwähnt haben: keine Befreiung von den Rundfunkgebühren, keine Absicherung im Fall der Arbeitslosigkeit, keine ergänzenden existenzsichernden Leistungen, und die vermeintlichen Privilegien sind fast alle an ein sehr junges Alter gekoppelt. Die studentische Versicherung bringt ebenso Nachteile mit sich - es gibt kein Krankengeld, wenn man mal mehr als sechs Wochen nicht arbeiten kann. Und das, obwohl man bereits draufzahlt. Die KV bekäme sogar mehr Geld, wenn ich über meinen Job versichert wäre, da mein Arbeitgeber dann ebenfalls Beiträge entrichten müsste.

    Natürlich kann ich gegen den Bescheid Widerspruch einlegen, wobei natürlich absehbar ist, dass ich klagen müsste. Wie seht ihr die Chancen? Kann ich meinen bereits auf Kindergeld und Schwerbehinderung angesetzten Anwalt bitten, die Situation für mich einzuschätzen, auf dass er die Sache übernimmt, falls ich widerspreche und klage? Wie sieht es mit dem Kindergeldanspruch als Behinderte aus, wenn ich unter 20 Wochenstunden arbeitete, aber damit durchkäme und unter 20 Wochenstunden als Arbeitnehmerin versichert wäre?
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    Ich bin dieses Jahr in einer Autismusambulanz in die Situation gekommen, dass ich wohl die erste 'unauffällige Autistin' bin, die dort in Behandlung (autismusspezifische Therapie) war. Ich habe gesagt, dass ich mich gut anpassen kann (für ein paar Stunden am Tag, strengt an) in der Öffentlichkeit, dass ich wohl zuhause anders bin. Auch deswegen, da ich da dann in meiner Rückzugshöhle bin, wo alles nach meinen Systemen läuft und ich das nicht ertragen kann, wenn jemand da 'reinfunkt' (RW). Dazu hieß es dann: 'Wie kann man zuhause Autist sein und in der Öffentlichkeit nicht?' Ich habe dann erklärt, dass es einen Unterschied gibt, wie man wirkt und was innerlich abläuft. Ich bin ständig überfordert, wenn ich rausgehe, reiztechnisch, menschenmäßig und orientierungshalber, aber man sieht mir das nicht unbedingt an. Außerdem, hab ich erklärt, ist es es was anderes zu zweit in nem ruhigen, reizarmen Raum zu sitzen und zu reden, als z.B. Bus zu fahren oder einkaufen zu gehen. Das ist ja ein sehr übersichtliches, statisches Setting. Puuuuh ja also ich bin schon auch ein wenig wütend geworden, dass man das nicht verstehen kann. Bloß weil bisher in dieser Autismusambulanz total auffällige Autisten gestrandet sind (RW) und sie auch nen Ruf haben, vielen ihre Diagnose abzusprechen, da es ja ne 'Trenddiagnose' ist, die viel zu schnell vergeben wird, heißt es nicht, dass Autisten, denen man ihre Andersartigkeit nicht sofort ansieht, nicht existieren. Es hieß dann gleich, ich könnte ja 'eine andere psychische Störung haben' (seit wann ist Autismus eine psychische Störung?) oder vielleicht bin ich ja einfach besonders. Weshalb es denn eine schwere Mehrfachbehinderung sein muss? Dazu habe ich gesagt, dass ich ja nun nicht super klar komme und eben mal irgendwo den Begriff Autismus aufgeschnappt habe und dachte, ach der passt gut zu meinem Lebensstil. Ich habe die Diagnose seit 13 Jahren, und zwar von 2 Unikliniken und von einer Psychologin mit Autismusexpertise. Plus 2 Autismuszentren (einmal mündlich, einmal schriftlich). Also eigentlich bestehen da keine Zweifel, ich habe einen SBA, Ämter erkennen das an (auch das Sozialamt, welches die Therapie in besagter Autismusambulanz bewilligte) un ich bekomme Nachteilsausgleich an der Uni. Ich hab durchaus große Einschränkungen im Alltag und vielleicht gibt es eines Tages irgendeine neue Bezeichnung, doch momentan passt das Label Autismus eben am besten zu meinen Besonderheiten. Naja, also ich schieb es mal auf Unerfahrenheit. Ich sagte dann auch: 'Haben Sie denn gar keine Bücher gelesen?' - es gibt so viele Berichte darüber, dass gerade Frauen oft nicht auffallen, da sie Dinge mit sich selbst ausmachen, eher ruhiger sind und gut schauspielern können. Das gehört schon fast zum Allgemeinwissen, sogar eine Schülerin der 10. Klasse wusste das letztens, als ein Freund von mir (Sozialarbeiter) das Thema Autismus ansprach bei einem Projekttag. Sie sagte, dass sie es ja interessant fände, dass Mädels mit Autismus oft weniger auffallen, da bei Mädchen eher soziales Verhalten eingeübt/erwartet wird. Ja also ich habe da auch genug Geschichten/Biographien/Studien zu gelesen und genug andere Autisten kennengelernt, um sagen zu können: ich bin vielleicht die erste dort, der man 'ihren Autismus nicht gleich anmerkt', aber mit Sicherheit nicht die einzige. :prof:
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    Hallo!
    Ich habe ja bereits erzählt, dass die Diagnostik sehr schlecht lief.
    Die Gespräche mit der Therapeutin waren eigentlich ganz gut, die Elterngespräche sehr eindeutig und beim vorletzten Termin, sagte mir die Therapeutin, dass es für Sie sehr eindeutig ist, nur geht es im Gespräch mit dem Chefarzt darum zu schauen, was wovon kommt. Ob möglicherweise Dinge da sind, die nicht zum Autismus gehören, sondern bedingt durch meine Kindheit entstanden sind.
    Im Abschlussgespräch ist der Chefarzt in den 20 Minuten vier Mal rausgegangen zum telefonieren und am Ende hieß es Persönlichkeitsstörung.
    Ich erfülle die Kriterien, habe aber zu viele Emotionen, zu viel Empathie, die ich zwar nicht äußern kann, die aber da ist und nicht zum Asperger passt.

    Nun habe ich endlich den Abschlussbericht gelesen (nach fast einem Jahr Wartezeit)
    und dieser Bericht ist komplett fehlerhaft.
    Von den Elterngesprächen hat sie maximal 1/4 von dem aufgeschrieben, was meine Eltern gesagt haben und was auch wirklich wichtig war und mich sehr gut beschrieb.
    Auch von dem was ich erzählt habe, fehlt vieles.
    Ich fühle mich total verarscht und bin mir absolut sicher, dass der Chefarzt von vornherein Asperger ausgeschlossen hat, aber auch nur, weil ich dort bereits anders diagnostiziert wurde, aber eindeutig falsch..

    Kann man so eine Art Einspruch einlegen?
    Den Abschlussbericht nicht einfach so hinnehmen?
    Er ist einfach komplett unvollständig und falsch.

    Hat jemand Erfahrungen oder ähnliches erlebt?

    Danke!
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    Ich wüsste gerne, ob es normal bzw üblich ist, dass die Therapie an einem ATZ (die mir das Sozialamt nicht bezahlt und die ich somit selbst zahlen muss) so unheimlich teuer ist. Meine Therapiestunde (50-60min, ich meine es sind nur 50min und die restliche Zeit ist für Vor- und Nachbereitung gedacht) kostet über 100€. Wieviel zahlt ihr für die Autismustherapie (ATZ oder anderswo), sofern ihr die für euch selbst oder eigene Kinder aus eigener Tasche zahlen müsst?

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