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    Hey, wenn ihr draussen ausser des geschützten Rahmens seit, wie weit 'könnt ihr zu euch stehn?'
    Ich schäme mich, dass ich kein englisch kann, nur ehrenamtlich arbeite, und in einer betreuten WG des ABW wohne, welche Hilfe ich dringend brauche (wo ich nicht weiss wie es weitergehen kann(erstmal Klinikaufenthalt))

    Wie hier viele wissen, bin ich früher in Kindergarten für Kinder mit geistigen Themen gegangen und später auf einer Förderschule.
    Schon in dieser Zeit war ich für Gleichaltrige in der Ortschaft, der 'Behinderte'.
    Später hiess es oft, Tiere seien mehr wert als ich, wo ich immer wieder ausgegrenzt wurde, da
    ich anders bin.
    Dass selbe mit dem Fahrzeug als ich noch bei Eltern war, brauchte immer neue Spiegel, die ich mir irgendwann nur noch vom Schrott Platz holte.
    Auf der Arbeit bis ich zusammen nach, Schmerzstoerung hatte, machte auch jeder mit mir den Hanpelmann, selbst damals der Meister von der 2. Schicht.
    Habe versucht nachzuholen was ging, Hauptschule, Ausbildung, wobei trotzdem vielen, nicht nur englisch 'auf der Strecke blieb' und viele Probleme ersichtlicher wurden, als ich nicht mehr bei meinen Eltern lebte.

    Deshalb die Frage, wenn ihr ausserhalb eures geschützten Rahmens seit, wie weit offenen ihr euch fremden Menschen, oder wie weit 'riegelt ihr euch vornerrein ab'?
    Ich tue mich ohnehin schon mit Interaktion/Kommunikation schwer, meine Verletzlichkeit ist eine weitere Baustelle.
    Wie geht ihr bei euch mit euren Defiziten in der Gesellschaft um?
    'Spagat' Offenheit, Selbstschutz?

    'Den Spagat' zwischen Selbstschutz und kontaktbereitschaft/Offenheit, empfinde ich schwierig.

    Bin auf eure Meinungen und Erfahrungen gespannt.
    L.G.Daniel :thumbup: :thumbup:
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    Manchmal entdeckte ich in mir den Mechanismus in mir, dass sich in wenigen Sekunden mein Geist von "Oh ja, toll" zu "Nein, lieber doch nicht" umstellt. Ich frage mich deshalb, ob ich nicht Angst vor der eigenen Courage habe. Manchmal stellt sich heraus, dass das Abwägen länger dauert als die eigentlich geplante Tat. Für die Berufswelt wollte ich beispielsweise Stärken aufgrund des Autismus' zusammentragen. In dem Fall hatte ich den inneren Kritiker überstimmen können und es stellte sich heraus, dass die entstandene Mindmap in weniger als 5 Minuten fertig war.

    Ein Spezialfall von "Angst vor der eigenen Courage" sehe ich in sozialen Situationen. Vor einigen Wochen war ich beispielsweise in der Schlange vor einer Apotheke gestanden. Vor mir waren 2 Personen, die zum Corona-Test wollten. Ich wusste genau, dass sie dafür auf die Rückseite des Gebäudes müssten, also aktuell in der falschen Schlange anstanden, nur reichte der anfängliche Mut nicht bis zum Aussprechen des Gedankens.

    Kennt ihr solche Situationen? Wie könnte man sozusagen Training im Kopf betreiben, um sich mehr zuzutrauen?
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    Nach langem Überlegen hatte ich mich per E-Mail bei dem Krankenhaus gemeldet, welches hier in der Gegend wohl die Autismusdiagnostik für Erwachsene machen soll.
    Daraufhin bekam ich 2 Telefonnummern und zugehörigen Zeiten, zu denen dort telefonische Autismusdiagnostiksprechstunde sei.
    Fand ich schon recht spannend, da ja recht viele Leute auf dem Spektrum Probleme mit dem Telefonieren haben bzw es gar nicht können.

    In dem Telefonat fragte man mich dann, für wen die Diagnostik sein soll, dann ob ich schon mal bei einem Psychiater deswegen gewesen bin oder schonmal in psychologischer Behandlung war. Das habe ich beides verneint und daraufhin hat man mir erklärt, dass ich erst zu einem niedergelassenen Psychiater gehen muss.
    Falls dieser den Verdacht ASS hat, soll der sich dann an den Chefarzt im Krankenhaus wenden, dieser entscheidet dann anhand der Erzählungen des Psychiaters ob er mit dem Verdacht Recht haben könnte.
    Dann müsste ich mich dem Chefarzt vorstellen und wenn der dann immer noch denkt, der Verdacht könnte stimmen, dann müsste ich für 2 Wochen teilstationär ins Krankenhaus. Da würde dann die Diagnostik gemacht.

    Ich bin nun sehr irritiert, dieses Vorgehen kommt mir sehr kompliziert vor. Einerseits will man durch den Verdacht eines Psychiaters schonmal vorfiltern, andererseits ist man aber scheinbar nur für sehr schwere Fälle eingerichtet. Leute wie ich, die scheinbar gar keine Probleme haben und mit 2 Beinen im Leben stehen (RW) können doch nicht einfach mal 2 Wochen Urlaub nehmen um einen teilstationären Aufenthalt zur Diagnostik zu machen - SO schlecht geht es mir ja nun auch nicht. Trotzdem hätte ich es gerne abgeklärt.

    Einen niedergelassenen Psychiater der überhaupt in der Lage wäre, einen Verdacht auszusprechen konnte man mir übrigens auch nicht nennen. Wenn ich sowieso alle Psychiater selber durchgehen muss, dann kann ich mir doch auch gleich jemanden suchen, der die Diagnostik selber macht?
    Ich hatte mir die Liste der Diagnostiker mal schicken lassen, aber wenn ich mich richtig erinnere, war da nur eine einzige Adresse in meiner Gegend und die machen ausschließlich bei Kindern die Diagnostik.

    Wie ist denn das, ist ein teilstationärer Aufenthalt für die Diagnostik bei Erwachsenen üblich? Und ist es üblich, von einem Psychiater den Verdacht zu bekommen und damit dann zu einem anderen Psychiater zur Diagnostik überwiesen zu werden?
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    Hey, Unsicherheiten empfinde ich für mich sehr schwierig, wie ist es bei euch?
    Esse meistens das Gleiche, habe meinen relativ stabilen Tagesablauf und brauche eine feste Struktur im Leben, Sicherheit, ohne die ich innerlich halber durchdrehe, da ich mit Unsicherheiten schlecht zurechtkomme.

    Mit der Sozialarbeiterin vom ABW welche den Träger leider verlassen hat und sich wegen mir auf Autismus schulen liess, konnte hervorragend damit umgehen, auch, da sie hervorragend strukturiert ist und immer auf sie verlass war, was mir enorm Sicherheit und ruhigeres Verhalten brachte.
    Dazu blieb sie immer auf 'Augenhöhe' half mir, mich zu regulieren, war immer für mich da, wobei ich ihr humsnistisches Menschenbild und ihre klare Art, sehr schätze. So eine Leitung für ihr ABW, brâuchte mein Trâger.
    Momentan haben die nicht mal eine Leitung für ihr ABW, da das Leitungsteam von der Dachorganisation sich drum kümmert, welche natürlich noch viel mehr Aufgabengebiete hat.

    Am 17.09.2021 wurde ich ja vom WG Kollegen gewürgt geschlagen getreten, was ich nicht mehr verarbeitet bekomme, da ich vorher schon starke Ângste, Panik, Ohnmachtsgefühle hatte, da ich mich nie im Leben durchsetzen konnte.


    Seit dem 17.09.2921 versuchte ich telefonisch und schriftlich mit dem Leitungsteam vom Träger zu reden, ob sie mir sagen, können, ob sie eine Lösung für meine Wohnsituatiin haben, was in Sicht ist um für mich zu schauen wie weit ich mich selber drum kümmern muss und dass ich nicht zu unruhig bin, da Unsicherheiten mich belasten und enorme Ângste produzieren.
    Vom Leitungsteam höre ich immer nur, dass sie sich drum kümmern und Zeit brauchen, wobei sie klar machen, dass sie nicht nur für mich da sind.
    Hätte mir gewünscht, dass sie mit mir in Dialog gehen und sagen, welche Möglichkeiten sie aus aktueller Sicht sehen und mich ernst nehmen, statt per Mail oder Telefonat nur zu antworten, dass sie sich drum kümmern und Zeit brauchen und drauf aufmerksam machen, wann sie telefonisch oder per Mail es mir schon mitgeteilt haben. Durch die Unsicherheit kam ich komplett durcheinander, auch wenn meine Sozialarbeiterin sich hervorragend um mich gekümmert hat und mich immer wieder 'runter bekam'. In Planungen des Leitungsteams in Sachen Wohnsituation vom Träger scheint sie meiner Vermutung nach nicht eingebunden gewesen zu sein, weshalb sie mich nur stândig stabilisieren konnte, was sie hervorragend tat.
    Dass ich nicht weiss, wo ich zukünftig lebe, wohne, die einzelne Personen vom Leitungsteam auf E-Mails um dringende Gespräche wegen aktuellen Stand der Wohnsituation gar nicht antworteten und bei meinen Telefonanrufen gar nicht dran gingen, wenn sie nicht wiederholten, dass die dich drum kümmern, macht mir Angst, ich fühlte mich ohnmâchtig und unruhig.
    Die waren mit mir gar nicht im Dialog um zu wissen, welche Lösungen für meine Krankheitsbilder in Frage kommen. Trotzdem immer wieder, sie kümmern sich drum.

    Da Wochen vorher, meine WG Kollegin zusammengeschlagen wurde, ich Morddrohung von ihrem Freund bekam, WG Kollegin eine Woche nach dem sie zusammengeschlagen wurde wegen Gehirnblutung, Schädelhirntrauma,notoperiert wurde, da sie in einer Klinik gestürzt ist, wo niemand weiss, ob es was damit zu tun hat, dass sie zusammengeschlagen wurde, hat zumindestens mit meiner Anspannung sichtlich was zu tun.

    Mit Unsicherheit tue ich mich extrem schwer.
    Die Struktur und Zuverlässigkeit meiner jetzt ehemaligen Sozialarbeiterin hat mir Sicherheit gegeben.

    Wie kommt ihr mit Unsicherheiten klar?
    Werdet ihr auch unruhig?

    Herzlichen Dank

    L.G. Daniel. :thumbup: :thumbup:
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    Habe heute schriftlich meine Diagnose bekommen (F84.5). Es steht inhaltlich nichts falsches drin. Trotzdem fühlt es sich nicht richtig an. Bei mir kommen jetzt Gedanken, "die Diagnose war ja nur sehr oberflächlich"; "die Ärztin hat nicht genug Erfahrung", "ich war nicht gänzlich offen"; etc. Das schriftliche hat mich noch mal mehr runter gezogen (RW). Ich bin mir darüber im Klaren, dass es Blödsinn ist, die Sache so anzugehen, denn dann hätte ich mir die Diagnose auch sparen können. Ich glaube ein Aspekt meines Widerstandes ist, dass durch die Diagnose mein Selbstbild noch mehr an Substanz verliert. Ich war mein Leben lang davon überzeugt, "normal" zu sein. Probleme im sozialen habe ich damit erklärt, dass man ja nicht mit jedem kann (RW). Die Einsamkeit und das Allein sein habe ich mir mit meinem Bestreben nach Autonomie erklärt. Gefühlt habe ich mir Die Welt passend gemacht, und nicht mich der Welt angepasst. Natürlich habe ich mich bestimmten Situationen oder auch Bedingungen angepasst (z.B. Arbeitswelt). Meist war diese Anpassungsleistung nicht von dauerhaften Erfolg gekrönt (RW). Quintessenz ist für mich, dass mein Leben doch hauptsächlich eine Lüge ist, die scheinbar daraus besteht, dass ich so tu, als würde ich dazugehören und in Wirklichkeit, allenfalls ein rudimentäres Verständnis für Die Welt und auch von mir habe. Ist es euch auch so ergangen? Und wie habt ihr es hinbekommen, die Diagnose zu akzeptieren?

    PS.: Ich bin zwar etwas bedrückt, brauche aber keinen Zuspruch und wünsche dies auch nicht. Mir ist die kognitive Ebene lieber.

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