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    Ich bin neulich Bahn gefahren und berichtete in einem anderen Thread davon, dass ich dankbar dafür bin, Plätze nahe der Tür in Anspruch nehmen zu können, die mit "Schwerbehinderte" beschriftet sind. Ich habe beim Umsteigen und Einsteigen meist sehr starke Anspannung und kriege in vollen Zügen ziemlich schnell einen Overload. Sich dann durch den Zug durch mehrere Waggons zu drängen (am Besten noch mit Gepäck) kann mich an die Grenze des Machbaren bringen. Insofern bin ich froh, dass mir Dank meinem Schwerbehindertenausweis solch ein Platz zur Verfügung steht (sofern er nicht besetzt ist).

    In dem Thread wurde mir nahegelegt, dass ich auf diesen Plätzen nichts zu suchen hätte, da ich keinen Rollstuhl oder Kinderwagen hätte und auch nicht körperlich behindert sei.

    Wie gesagt steht da nicht "mobilitätseingeschränkte Personen" oder ein Piktogramm mit einem Rollstuhl oder Mensch mit Gehstock, sondern da steht "Schwerbehinderte". Wenn die Plätze so bezeichnet sind, darf ich doch als Schwerbehinderter dort sitzen, oder? Es handelt sich um Plätze der deutschen Bahn im Fernverkehr.

    Lustigerweise saßen auf diesen Plätzen Geschäftsleute die (gut, die können auch schwerbehindert sein), die wiederum eine Mutter mit Kind verscheucht haben, die sich dort hingesetzt hatte, weil den Typ am Laptop das Kind störte.
    Ich denke, dass die sich nicht mal bewusst waren, dass die Plätze für Schwerbehinderte reserviert sind (Ja, Lesen ist ja so überaus schwer :sarcasm: ).
    Ich finde es schlimm, wenn einem hier im Forum (wo ich mir eigentlich Solidarität erwarte) vorgeworfen wird, dass ich offenbar nicht schwerbehindert genug sei (ich finde das schon sehr anmaßend, diese Aussage über Unbekannte zu treffen, die das Dokument haben, um da sitzen zu dürfen und die glaubhaft machen, dass die Platzsuche in den Zügen sehr schwer erträglich ist).

    Gibt es hier auch jemanden, der der Meinung ist, dass auch schwerbehinderte Aspies auf einem Platz sitzen dürfen, der für Schwerbehinderte ausgewiesen ist? :roll: Ich verliere so langsam den Glauben an dieses Forum.
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    Hallo zusammen,

    mich würde mal interessieren, in welchem Maße ihr euch für andere Menschen interessiert.

    Mir ist bei mir mal wieder aufgefallen, dass mein Interesse für andere sich doch sehr begrenzt ist wenn man es überhaupt Interesse nennen kann...
    Wie zeigt sich das?

    1. Wenn mir andere was erzählen (und die erzählen immer nur über sich selbst und was sie erlebt haben), dann verliere ich nach ca. 10-15 Minuten die Aufmerksamkeit und wünsche mir nur noch, dass es aufhört.
    2. Ich habe kein Verlangen danach, andere Menschen zu treffen, und mich mit ihnen z.B. Über Stunden zu unterhalten.
    3. Wenn ich gezwungen bin, mich mit anderen zu treffen, ich also mit dabei bin, aber nicht im Vordergrund stehe, dann hab ich nach 1-2 Stunden überhaupt keine Nerven mehr und möchte am liebsten gehen. Das ist selten möglich und dann bekomme ich miese Laune und betrachte das Ganze als Lebenszeitverschwendung.
    4. Ich gehe Menschen am liebsten aus dem Weg um nicht mit ihnen in Kontakt zu geraten.
    5. Ich würde mich als potentiell menschenscheu bezeichnen. Wenn ich alleine leben würde, wäre ich vermutlich sehr kauzig, weil ich keine Rücksicht mehr auf andere nehmen müsste.
    6. Das, was die Menschen sagen und machen, langweilt mich. Ich kenne nur sehr wenige, die ich als interessant bezeichnen würde.

    Was seid Ihr für Typen? Ähnlich? Anders?
    Wer mag was dazu schreiben?
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    Ich weiß grad nicht mehr, was ich tun soll. Nach meinem Verdacht, dem Asperger-Syndrom sehr nah zu sein, bin ich desorientiert. Ich bin w45, insolvent, ohne Sozialkontakte ausser Familie. Meine Selbstdiagnose erklärt alle meiner Schwierigkeiten, die ich die letzten 25 Jahre in meinem Leben hatte. Liebe Menschen wenden sich ab, ich habe nie verstanden, warum. Ich dachte bis vor einiger Zeit, alle Menschen sind wie ich. Nun weiß ich, alle Menschen sind nicht wie ich. Was soll ich tun? Ich krieg' keinen Anfang hin. Depressionen/Tagesklinik hab' ich durch. Niemand fragt nach der Ursache... &ich bin nicht gut darin, meine Defizite (doofer Begriff) zu artikulieren.
    • Was ratet Ihr mir?
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    Möcht mal fragen, ob jemand das ansatzweise kennt, was in diesem Blogeintrag beschrieben wird.

    Bei mir ist es nicht so extrem, aber durchaus ähnlich. So habe ich z.B., wenn ich in einem anderen Raum bin als die Person, mit der ich gerade zusammen bin, kein Gefühl dafür, dass die Person da ist, ich muss mir das gedanklich bewusst machen. Ich vergesse, sobald ich allein im Raum bin, quasi, dass da noch jemand anderes ist. Das ist mir in ein, zwei Situationen mal aufgefallen, es ist nicht so, dass das etwas wäre, was mich permanent beschäftigt oder gar belastet. Ist nur eine Beobachtung und anhand derer, in Zusammenhang mit dem, was ich in diesem Blog lese, verstehe ich jetzt, warum ich Abschiede, obwohl sie nur vorübergehend sind, so schwer nehme.

    Ich würde das unter "Bindungsstörung" verbuchen, aber die Bloggerin bringt es ja in Zusammenhang mit ihrem Autismus.

    Gedanken hierzu sind willkommen.

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