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    Guten Abend,
    Seit rund einem Jahr habe ich meine offizielle Autismus Diagnose jetzt. Ich konnte viel nachdenken und überlegen. Seit rund 3 Monaten befinde ich mich auch in der Autismus Therapie in einem ATZ und ich muss sagen, dass sie mir gut tut. Habe auch eine super nette Therapeutin. :]

    Wie schon gesagt hatte ich einige Zeit um über meine problematische Vergangenheit nachzudenken mit all den sozialen Problemen und Problemen mit meiner Umwelt und Arbeitswelt. Auch meine Familie setzt sich jetzt mit meiner Behinderung mehr auseinander.

    Meine größten Probleme lagen und liegen halt eben in der sozialen Interaktion und der Flexibilität bzw schlechten Executiven Funktionen. Auch war und ist mein Gehirn jeden Tag unter einer Daueranspannung, das heißt jeden Tag passieren für mich Sachen, die unvorhersehbar sind und mich nervös machen und mich auch aus der Fassung bzw meinen Tagesablauf durcheinander bringen. Dazu kommt noch die tägliche Reizüberflutung durch meine autistische Reizfilterschwäche.

    Dadurch, dass ich lange nach meiner Diagnose und auch durch die Unterstützung bzw Therapie durch das Autismus Therapie Zentrum über mich nachdenken konnte und mich selbst besser kennenlernen konnte wurde mir etwas bewusst und endlich klar. Nämlich, dass ich mich nie großartig ändern werden könne und mich selbst akzeptieren kann. Ich muss versuchen die richtige Umwelt zu meiner autistischen Wahrnehmung zu finden und anzupassen. Auch das habe ich in der Therapie bisher gelernt. Soziales Kompetenztraining, das ich mir am Anfang noch erhofft hatte, wird auch nicht großartig helfen. Das wurde mir jetzt bewusst. Ich habe mich viel und tiefgreifend mit Autismus beschäftigt.

    Momentan mache ich mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg mit bewilligten Nachteilsausgleichen. Momentan läuft es gut. Eine anerkannte unbefristete Schwerbehinderung habe ich auch.
    Ob ich je nach meiner Schule und möglichem Studium auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten werden kann, das kann ich jetzt noch nicht beurteilen. Viele sagen und auch die im Autismus Zentrum, dass erwachsene Autisten, die ihre Diagnose erst im Erwachsenenalter bekommen haben, nur noch schwer in den allgemeinen Arbeitsmarkt oder überhaupt in die Arbeitswelt zu integrieren sind. Stimmt ihr damit überein, dass mit der Arbeitswelt?

    Auch habe ich das Gefühl, dass meine autistische Wahrnehmung nicht für diese Welt geschaffen ist. Häufig flüchte ich nach anstrengenden Stunden unter Menschen und Daueranspannung in eine Fantasiewelt, die aus logischen Gesetzen besteht und sich immer wieder stereotyp wiederholt. Meine Therapeutin sagte, dass das Autisten machen, weil sie da die Kontrolle haben und das Chaos aus dem Alltag ausgleichen. Dem stimme ich zu.

    LG
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    Aus irgendeinem Grund können meine Mutter und ich oft nicht gut kommunizieren, das Problem habe ich in diesem Ausmaß mit niemandem sonst. Sie findet, dass ich Dinge, die sie sagt, oft sehr negativ aufnehme, obwohl es nicht so gemeint ist, ihre Aussagen falsch interpretiere und mich dann angegriffen fühle. Ich würde „Dinge hören, die sie gar nicht gesagt hat.“ und solle doch das, was sie sagt, einfach so nehmen, wie es sei, ohne es zu interpretieren. Aber meiner Ansicht nach mache ich genau das!?

    Ein Beispiel:
    Ich wurde vom Arbeitsamt für eine Maßnahme vorgeschlagen, die mich bei Bewerbungen und der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz unterstützt, die mir aber auch individuelle Unterstützung anbietet; dort arbeiten auch Psychologen und ich habe psychisch schon lange Probleme. Gestern hatte ich dort ein Gespräch, bei dem ich gesagt habe, dass ich glaube, diese Unterstützung auch zu brauchen. Die Dame, mit der ich gesprochen habe, meinte, sie habe auch den Eindruck. Das wiederum habe ich meiner Mutter erzählt. Ihre Reaktion:“Naja, du solltest langsam aber wirklich einen Fuß in die Arbeitswelt setzen.“

    Das habe ich nicht verstanden, denn eben dafür ist diese Maßnahme doch da. Sie hilft mir genau dabei, bislang habe ich es allein versucht und keinen Erfolg gehabt. Ich habe sie gefragt, ob sie gegen die Maßnahme ist, auch, weil ich ihren Ton.. irgendwie seltsam fand. Sie schien etwas verärgert, dass ich es so verstanden habe und meinte, sie müsse bei mir immer so aufpassen, nichts Falsches zu sagen und habe Angst, mich zu verärgern oder zu verletzen. Tatsächlich kommt das auch hin und wieder vor.. und sie versteht dann absolut nicht, warum ich mich so fühle. Dieses Unverständnis macht es dann noch schlimmer und ich ziehe mich dann frustriert zurück. Oft kamen auch Aussagen wie „Ich finde dein Verhalten nicht in Ordnung!“ … und dann ist sie verwirrt, wenn ich mich unverstanden und verletzt fühle. Ist das wirklich so verwirrend?

    Sie ist eine von den Personen, die behaupten, nicht sauer zu sein, obwohl sie es sind.
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    Hallo zusammen, komme für mich immer mehr ins Detail.

    Heute ist mir aufgefallen, dass ich einen netten herzlichen Menschen gespannt zuhören konnte, jemand anderem, welcher auch nett und herzlich ist, wollte ich zuhören, da streikt aber die Konzentration und ich schaltete fast/teilweise ab

    Bei Sachen die mich interessieren, scheint mein Konzentrationsvolumen grösser zu sein.

    Frage mich gerade ob ich mich nur auf Sachen konzentrieren kann, die mich interessieren?
    Dass waere doch schon narzistisch?

    Wenn mich was nicht interessiert muss ich kämpfen und kämpfen dass ich nicht abschweife und im Hier und Jetzt bleibe.
    Interessiert mich was, ist es viel leichter, wobei Konzentrationsthemen immer bei mir sind.

    Bin gespannt, wie es bei anderen ist.
    Herzlichen Dank.

    L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:
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    Mich würde interessieren, ob ihr in Sozialkontakten manchmal eine Neigung zum Oversharing (Preisgabe zu vieler persönlicher Informationen) habt. Falls ja, wäre es spannend zu sehen, in welchen Bereichen dieses Verhalten vornehmlich auftritt. Mehrfachnennungen sind möglich und erwünscht. Wer möchte, kann gerne auch angeben, ob das Verhalten in bestimmten Beziehungen oder Kontexten gehäuft auftritt. Also z.b. im Kontakt mit Familienmitgliedern/Partnern/Freunden/Arbeitskollegen etc.
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    Hallo Allerseits,
    Ich lasse erst seit ca 3 Wochen vermehrt Stimming wieder zu, kurz nachdem der Autismus-Verdacht auch seitens eines Psychiaters/Neurologen geäußert wurde. Besonders das Auf- und Abwippen mit dem Oberkörper, Fuchteln mit den Armen bei Musik oder Wippen mit den Füßen bemerkte ich verstärkt an mir. Es war meist recht angenehm, auch wenn ich mir hin und wider etwas mehr Ruhe am Körper gewünscht hätte. Seit einigen Tagen hat das allerdings wieder etwas nachgelassen. Stattdessen neige ich eher zu leichtem ständigen Nicken mit dem Kopf und Auf-Abwippen der Schulter bemerkbar macht. Das mache ich seit ein paar Tag immer öfters, vor allem, wenn ich lese, im Büro sitze, am Esstisch, etc. Das zieht sich dann auch schon über 30 Minuten oder länger, in denen ich es bewusst spüre. Mehrmals am Tag. Es macht mich langsam verrückt. Das Nicken bringt wohl mein Gleichgewichtssinn durcheinander, gefällt mir überhaupt nicht. Ich bekomme Kopfschmerzen und hab ebenfalls schon Spannungen im Nacken.
    Das Problem ist auch dass ich es nicht oder nur bedingt umleiten kann, meist nur kurze Zeit, 1-2 Minuten, in andere Stimming-Arten wie eben Wippen mit dem Fuß. bewusstes tiefes Atmen hilft ebenfalls nur kurz. Ich vermute mal dass es hauptsächlich eine Kopf-Sache ist. Vielleicht ist auch etwas Stress im Spiel (RW). Parkinson oder ähnliches kann man womöglich aufgrund des Zeitpunkt (kurz nach der Verdachtsdiagnose) wohl ausschließen.

    Mich würde mal interessieren was man dagegen tun kann. Ich möchte das Stimming ja nicht komplett abstellen, sondern für mich erträglicher machen.

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    Replied to the thread "Du interpretierst alles so negativ".

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    Quote from ifi: “Dazu habe ich schon etwas zitiert. Siehe Beitrag 49. ” Du hat beschrieben was du fühlst und weiter einfach nur behauptungen wiederholt, das ist meines Erachtens kein Argument. Zu postulieren "Die Tür ist zu" ist kein argument…
  • Surprised -

    Replied to the thread Autismus Behinderung und Daueranspannung im Alltag.

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    Quote from Niklas22: “Viele sagen und auch die im Autismus Zentrum, dass erwachsene Autisten, die ihre Diagnose erst im Erwachsenenalter bekommen haben, nur noch schwer in den allgemeinen Arbeitsmarkt oder überhaupt in die Arbeitswelt zu integrieren…