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    Hallo,

    Ich frage mich, wie sich bei euch die Wahrnehmung und Sensibilität mit zunehmendem Alter verändert hat (also Kindheit, Jugend, 20er und so weiter). Gab es Veränderungen? Wurde es besser oder schlechter bzw. mehr oder weniger? Wann war es am schlimmsten?

    Ich habe irgendwo gelesen, dass es bei jemandem mit dem "Alter" schlimmer wurde und frage mich, wie häufig das ist. Dass es anders herum, also abschwächt mit zunehmendem Alter, vorkommt, habe ich auch schon öfters gehört.

    Ich würde gerne eure Erfahrungen hören!
    Ich selbst hatte als Kind zwar schon Eigenheiten und Dinge, die mir aufgefallen sind, aber nicht in so einem Grad, dass es andere mitbekommen hätten. In den letzen Jahren (bin jetzt 20) habe ich definitiv einen Anstieg an Sensibilität bemerkt, sodass mich doch im Alltag viele Dinge stören und ich mich zurück ziehen muss.
    Dies würde ich aber nicht ausnahmslos auf veränderte "autistische Wahrnehmung" schieben. Bitte nicht falsch verstehen. Ich weiß nicht, womit es zusammenhängt und würde es gerne herausfinden.

    Vielen Dank schon mal für eure Antworten!
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    Hat dies schon jemand gelesen?

    "Meine Königin" von Jean-Baptiste Andrea

    Sommer in der Provence: Der zwölfjährige Shell lebt mit seinen Eltern auf deren Tankstelle. In die Schule geht er nicht mehr, stattdessen liebt er es, mit Streichhölzern zu zündeln, schicke Autos vollzutanken und die Zapfsäulen zu polieren. Shell ist anders als andere – er ist Autist. Als seine Eltern ihn auf eine Sonderschule schicken wollen, beschließt er, fortzugehen. In den Krieg, den er im Fernsehen immer sieht. Er will seinen Eltern und überhaupt allen beweisen, dass er kein Kind mehr ist, sondern ein richtiger Mann. Im nahe gelegenen Hochplateau hinter der Tankstelle findet Shell zwar keinen Krieg, aber dafür einen scheuen Schäfer und Viviane – ein Mädchen, das ihn verzaubert. Mit ihr scheint plötzlich alles möglich. Das Plateau wird ihr Spielfeld, ihr eigenes Reich. Doch eines Tages taucht Viviane nicht mehr auf, und Shell begibt sich auf die gefährliche Suche nach seiner neuen Freundin – dem ersten Menschen, der ihn wirklich versteht.

    Meine Königin ist eine Ode an die Freiheit, an die Phantasie und das Anderssein. Mit warmherzigem Humor erzählt Jean-Baptiste Andrea von der Freundschaft zwischen zwei Einzelgängern – und davon, wie fabelhaft die Welt sein kann, wenn man sie mit etwas anderen Augen betrachtet.


    Berlin : Insel Verlag , 2019
    ISBN: 978-3-458-36391-0
    Broschur : EUR 12.95 (DE), EUR 13.40 (AT), CHF 18.90 (freier Preis)



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    Ich habe eine Frage, die mich selbst nicht betrifft. Eine Freundin ist Nachhilfelehrerin und unterricht einen autistischen Schüler (12 Jahre) alt. Sein Name ist I. Und zwar gibt es öfters Probleme, dass er anfängt zu träumen oder kein Interesse an einzelnen Fächern, z.B. Mathematik, zeigt. Dabei kann I., wenn er will, gut mitarbeiten.

    Gibt es eine Strategie, wie damit umzugehen ist? Dass er sich während der Nachhilfestunde konzentriert? Bislang habe ich im Internet nichts darüber gefunden. In der letzten Stunde hatte meine Freundin ihm Kekse mitgebracht und dann hat alles funktioniert, aber das geht natürlich nicht jedes Mal.

    Ich selber kann dazu aus Erfahrung nichts sagen. In der Schule hatte ich in der Regel gute Noten und das Asperger-Syndrom wurde bei mir erst viel später diagnostiziert.
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    Letztens las ich hier irgendwo: „Die Schnecke auf der Straße sehe ich, aber nicht den LKW der auf mich zu kommt…“ (oder so ähnlich). Das fand ich so interessant, daß ich diesen Thread eröffne.


    Das Thema der optischen „Detailwahrnehmung“ und etwas nicht als „Ganzes“ wahrnehmen zu können beschäftigt mich jetzt schon eine ganze Weile. Ich habe mir hier schon einige Beiträge zur „Detailwahrnehmung“ angesehen. Da sind dann z.B. Bilder drin und es kommt die Frage: „Was seht ihr zuerst?“ Wenn mir jemand so eine Frage stellt, dann bin ich quasi schon „vorbelastet“. Genau so wenig würde funktionieren, wenn mir jemand so eine Frage stellen würde, nachdem ich mir ein Bild angesehen habe. Als ob ich mir merken würde, wo ich zuerst hin sehe…


    Darum will ich in diesen Thread mal meine Wahrnehmung (als VA) beschreiben. Sollte ich wirklich ein Aspie sein, dann kenne ich den Unterschied zur „normalen“ Wahrnehmung ja nicht.


    Achtung: Das wird garantiert ein längerer Beitrag. Wer das wirklich alles lesen möchte, sollte vorher noch mal auf die Toilette gehen und sich was zu Essen und Trinken holen ;) Ich muß diesen Beitrag wohl in mehrere unterteilen, da sich leider nur drei Anhänge pro Beitrag anhängen lassen.


    Ich beginne mal mit der „Detailwahrnehmung“. Da ich gerade im Urlaub war und dabei sehr viel Wandere, hatte ich reichlich Gelegenheit darauf zu achten. Wenn ich also zu Fuß unterwegs bin, dann ist mein Blick normalerweise nach unten gerichtet. So ca. drei Meter voraus. Gelegentlich hebe ich den Blick etwas an um eventuelle „Hindernisse“ (z.B. andere Leute) frühzeitig auszumachen und einen „Ausweichkurs“ planen zu können. Bei interessanter Landschaft geht der Blick auch öfter mal zum Horizont und nach links und rechts.


    Wenn ich so vor mich hinlaufe, dann wird mein Blick absolut automatisch von allem „ungewöhnlichem“ auf dem Weg angezogen. Egal ob Zigarettenkippen, Kaugummi, abgerissene Kabelbinder, Flaschenverschlüsse, Gummibänder, Taschentücher usw. Bisher dachte ich immer, daß ich das so mache, weil ich mich über weggeschmissenen Müll ärger. Aber auch jede „Tretmiene“ (Hundescheiße [ärgert mich auch immer]), jeder Vogelschiß, sonstiges „natürliches“ (z.B. einzelne Blätter) oder ungewöhnliche Stelle des Weges (z.B. gerissener Pflasterstein) fallen mir auf. Mein Blick bleibt daran immer „kleben“ bis der Gegenstand genau „identifiziert“ ist. Selbst so was Winziges wie Ameisen „springen“ mir ins Auge, wenn sie sich bewegen. Egal ob es sich um hellen oder dunklen Sandboden, geschotterten Weg oder gar frischen, also noch sehr dunklen Asphalt handelt. Das soll jetzt nicht heißen, daß ich garantiert jede Ameise sehe… Auch „unbewegliches“ wie Schnecken fallen mir auf. Keine Ahnung, wie viele Schnecken ich im Urlaub vor dem Zertreten werden gerettet habe… Liegt etwas abseits des eigentlichen Blickfeldes, dann erfasse ich das etwas später und mein Blick wandert automatisch dahin.


    Liegt ein Steinchen da, sehe ich eben ein Steinchen. Liegen da drei, vier Steinchen, dann sehe ich drei oder vier Steinchen. Ab einer „unüberschaubaren“ Menge erkenne ich eben nur „eine Schüppe voll“ Steinchen und fange nicht an jedes einzeln zu betrachten.


    Fährt ein Auto an mir vorbei, dann wandert der Blick automatisch auf das Kennzeichen. Es sei denn, etwas Interessanteres hat meinen Blick angezogen oder der Verkehr ist so dicht, daß mich das zu sehr anstrengen, bzw. vom eigentlichen Wandern ablenken würde.


    Auf einem geschotterten Wanderweg blieb mein Blick (mal wieder…) an einer Zigarettenkippe (Filter von Marlboro) hängen. Ich dachte mir nur: „Warum fällt dir bloß ein orangefarbener Filter zwischen ähnlich farbigen und geformten Steinen auf…? Hast Du jetzt wirklich so eine Detailwahrnehmung, oder hast Du nur zufällig diesen einen der „50“ Filter auf den letzten Metern Wanderweg entdeckt…?“ Experiment gestartet: Bin umgekehrt, Blick nach oben und ein paar Meter zurück gegangen, so daß ich ganz sicher an „meiner“ Zigarettenkippe vorbei gegangen bin. Wieder umgekehrt, Blick wie gewohnt nach unten und den Weg ganz normal gegangen, ohne „explizit“ nach der Kippe zu suchen. Ohne Mühe wiederentdeckt. Danach dann ganz langsam weiter gegangen und den Weg nach weiteren Kippen „gescannt“, ob ich nicht doch nur zufällig die „eine von 50“ wiederentdeckt habe. Erst nach etlichen Metern habe ich eine weitere gefunden. Also, ein Zufallstreffer ist eher unwahrscheinlich. Ich hänge das Bild mit „meiner“ Kippe mal an. Wegen geringer erlaubter Dateigröße leider sehr schlechte Qualität.
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    Hallo Community

    Ich hoffe nicht das jemand schon davor zu dieser frage einen thread gestartet hat.
    Ansonsten möchte ich euch erklären was im meinem kopf vorgeht wenn ich zu starken reizen ausgesetzt bin. Soweit ich von mir behaupten kann habe ich keine besondere probleme mit meinen augen,dem geschmackssinn oder dem geruchssinn aber mein tastsinn scheint etwas schwächer ausgeprägt zu sein.
    (Meine mutter meinte ich hätte mal ein bügeleisen das noch heiß war angefasst ohne die hand zurückzuziehen!!!) . Vorallem habe ich gemerkt das meine ohren empfindlich gegen lärm sind oder wenn zu viele geräusche meiner umgebung auf mich einprasseln(was eh beides zusammen allgegenwärtig vorkommt :cry: ) . Ich bekomme dann von zu vielen reizen in den meisten fällen mittelstarke bis sehr starke pochende drückende kopfschmerzen und werde schnell müde. Es fühlt sich im meinem kopf so an als wäre ich bei 40 grad celsius draußen gewesen. Ein glühend heißes fiebriges schwindelgefühl was mich schläfrig macht.(dank ohropax ist das jetzt kein so großes problem mehr :!: :d )







    Wenn ich aber meine 2 stündigen waldspaziergänge im wald mache ( in der wüste geht es jawohl kaum :irony: ), den würzigen nadelbaum duft einatme,die singvögel zwitschern höre, den modrigen waldboden rieche und das rauschen der laubblätter im wind höre dann fühlt es sich im meinem kopf kühl,leicht und klar an. Meine negativen gefühle verschwinden und in mir kehrt dann die eiserne ruhe ein. So fühlt es sich bei mir an wenn ich den ganzen reizen entkomme kann :nod: !

    Wie schaut es eigentlich bei euch aus wenn ihr von zu vielen reizen "erschlagen" werdet?

    Wie fühlt es sich bei euch an wenn ihr keine oder nur wenige reizen ausgesetzt seid?

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    Quote from Linnea: “:lol: schon crazy sind wir, oder? ” Meister-Yoda-Satzbau...der auch so einige "Züge" hat .... :d
  • Happy to be -

    Replied to the thread Sarah Hendrickx.

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    Ich hatte letzte Woche Gelegenheit, das erste Mal seit der Diagnose wieder im alten Job ein Gruppen-Training zu Selbst/Fremdwahrnehmung unter Schwerpunkt "Grenzen setzen" anleiiten zu dürfen. Eigentlich Themen, die mindestens zwei Wochenenden brauchen.…