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    Folgende Situation heute:
    Es klingelt an der Tür, ich öffne.
    Draußen steht ein älterer Mann, der mich direkt anpöbelt.
    Ich würde eine Anzeige bekommen wegen des Mopeds des Freundes meiner Tochter.
    Das wäre viel zu laut. Die Nachbarn würden sich beschweren. Auf meine Frage, welche Nachbarn sich beschweren, antwortete er nicht. Stattdessen wurde er lauter.
    Da fragte ich in scharfem Ton zurück, wer er denn überhaupt wäre. Keine Antwort. Wieder nur, er zeigt mich an...
    Ich fragte nochmal, wer er denn wäre, dass er mich auf meinem Grundstück so anschreit.
    Da ist er gegangen.

    Mich macht das sooo wütend.
    ich kenne diesen Mann gar nicht!

    Ich bin kurz davor, mich zu erkundigen, ob ich ihn wegen Bedrohung o.ä. anzeigen kann.

    Das eigentliche Problem ist aber, dass ich nicht aufhören kann, darüber nachzudenken. Verschiedene Szenarien durchzudenken.
    Ich kann mich kaum auf was anderes konzentrieren.

    Kennt ihr das?
    Könnte es sein, dass es für mich so ist, weil die Situation nicht klärend beendet wurde?
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    Nun hab ich doch mal wieder ein Thema, das mich beschäftigt und wo ich gern wissen möchte, ob andere hier das so von sich kennen und es dem Autismus zuschreiben würden.

    Ich nehme oft Dinge nicht wahr, wenn sie am "falschen" Platz stehen. Beispiel: ich will einen Gegenstand nehmen, der sich immer an derselben Stelle befindet und diesmal ist der Gegenstand aber nicht da. Ich gucke dann in der näheren Umgebung und finde ihn nicht. Dann kommt jemand und zeigt ihn mir und er befindet sich beispielsweise 20 Zentimeter neben der üblichen Stelle! Mein Gehirn scheint ihn ausgeblendet zu haben, weil seiner Kenntnis nach der Gegendstand eben hierhin und nicht dorthin gehört!

    Das Gleiche kann mir sogar mit Menschen passieren, dass ich jemanden zwar visuell erfasse, aber nicht bewusst als die Person, die sie ist, wahrnehme, weil ich mit der Anwesenheit dieser Person an der betreffenden Stelle nicht rechne.

    Ich würde es so zusammen fassen, dass in meinem Gehirn alles seinen festen Platz hat und wenn etwas davon abweicht, dann kriegt mein Gehirn das nicht so schnell verarbeitet - es ist also sehr unflexibel.

    Auf der anderen Seite gibt es dann Veränderungen, die mich regelrecht anspringen, die ich nicht ausblenden kann, und dann überkommt mich meist ein Gefühl von Panik.

    Das Wort "wahrnehmen", fällt mir soeben auf, ist übrigens sehr passend in diesem Kontext - wenn ich etwas nicht wahrnehme - dann nehme ich es als "nicht wahr" an - ich erkenne nicht an, dass es wahr ist.
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    moin moin

    Mal wieder Arbeit ... naja, macht ja auch einen großen Teil unseres Lebens aus.
    Zum Teil geht es mir darum, meine Sorgen einfach mal auszusprechen. Aber auch ich bin auch daran interessiert, wie sich die Probleme konstruktiv lösen ließen. Vielleicht kennt ja jemand die Situation ...

    Also, ich bin vor 1 1/2 Jahren aus meiner Doktorandenstelle geflohen, weil mein Leben dort unter den gegebenen Rahmenbedingungen stetig bergab ging.
    Quereinstieg in die IT im Hinterzimmer einer kleinen Firma.
    Schallgeschützte Einzelzelle, mein nächster Nachbar ist ein Server, nette Kollegen (bis auf einen, aber da bin ich nicht allein), 30 Stunden Woche mit freizügiger Gleitzeit, Urlaubstage werden durchgewunken und so weiter ... und dennoch genug Geld um davon ganz anständig leben zu können.

    Das sind die Arbeitsbedingungen die sehr nah an meinen Wunsch herankamen und ich hatte vorher auch andere Stellen abgelehnt, weil ich wusste, dass ich unter schlechten Bedingungen wieder zusammenklappe.


    Das Problem ist, dass die Arbeitslage sich hin zum Uninteressanten entwickelt hat.
    Bin ein bisschen Mädchen für alles mit Fokus auf Data Science - also das war mal das Ziel.
    Die für die Alltagsbeschäftigungen nötigen Dinge habe ich mittlerweile alle drauf, so dass da nichts neues oder interessantes mehr kommt.
    Da die Auftragslage der Firma gut ist, ist bei den anderen keine Zeit für wissenschaftliche Projekte (außer bei dem einen oben benannten Kollegen, der dafür nen eigenen Angestellten hat). Das letzte ist Mitte letzten Jahres eingestampft worden und der Teil den ich da gemacht habe war RICHTIG interessant und sogar weit fortgeschritten (aber nicht alleine tragfähig).

    Jetzt sitze ich rum, beschäftige mich mit administrativen Inventuraufgaben (*schnarch*), kleinen Anpassungen an semi standardisierten Auswertungsskripten und vor allem mit dem programmieren von standardisierten Ausgaben.
    Letzteres ist eigentlich keine schlimme Sache, aber nachdem ich die Methoden dafür geknackt hatte halt so richtig langweilig. Und wenn ich mich langweile, dann kann ich mich nicht motivieren - arbeite also noch langsamer.
    Meinem Vorgesetzten ist das sogar bewusst. Es liegt halt einfach nichts höherwertiges an ...

    Leider bin ich ein Mensch, der sich auch nicht wirklich selbst mit Projekten motivieren kann. (Was auch meine Doktorarbeit erlegt hat.)

    Ich bin schon am überlegen, weiter zu ziehen.
    Aber eigentlich tut es mir gut, jeden Morgen ohne viel Druck aber dennoch mit der grundlegenden Motivation zur Arbeit zu radeln und wenn mal wirklich was sinnvolles anliegt, freue ich mich sogar, wenn ich dafür etwas länger bleiben muss.
    Ein paar Durststrecken sind auch ok, aber wie gesagt, die letzte wirklich interessante Sache war vor einem halben Jahr.


    Ich war am überlegen, es mal mit freelance zu versuchen.
    Das, wofür ich hier wirklich gebraucht werde, ließe sich in Bereitschaft (= man ist im Büro und ansprechbar) erledigen, hieße ich könnte meine offizielle Arbeitszeit kürzen und im Büro andere Dinge machen. Leider mache ich mich ziemlich schlecht als mein eigener Chef.
    Und einfach so den Job wechseln ist nicht. Ich habe mehrere Vorstellungsgespräche abgebrochen wegen der Arbeitsbedingungen und bin auch nicht sooooo top qualifiziert.
    Und diese Durststrecke ist das einzige, was mich hier wirklich stört ...


    Naja, so viel zu meinem Leid.
    Hat jemand Ideen, wie man damit konstruktiv umgehen kann?

    Onu

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