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    Hallo,

    in § 102 Abs. 2 SGB VI steht:

    Renten, auf die ein Anspruch unabhängig von der jeweiligen Arbeitsmarktlage besteht, werden unbefristet geleistet,
    wenn unwahrscheinlich ist, dass die Minderung der Erwerbsfähigkeit behoben werden kann; hiervon ist nach einer Gesamtdauer der Befristung von neun Jahren auszugehen.

    Ich hatte mich gefragt, ob das bei einer lebenslang bestehenden Behinderung (z.B. Autismus) evtl. anders sein könnte, weil da auch schon vor Ablauf von 9 Jahren eindeutig ist, dass der Autismus (wenn dieser der Grund für die Erwerbsminderung ist) auch nach 9 Jahren noch vorhanden sein wird. Da könnte man sich als Betroffener viel Papierkram, Stress und Überlastung ersparen, wenn man sich nicht mindestens 9 Jahre lang immer wieder mit der Rentenversicherung und irgendwelchen Schikanen herumärgern müsste.

    Bei weiterem Recherchieren habe ich dazu folgendes gefunden:
    Rechtsanwalt für Sozialrecht Sönke Nippel
    Unbefristet wird die Rente wegen Erwerbsminderung nur gezahlt, (wenn)
    - die Gesamtdauer der Befristungen bereits neun Jahre beträgt,
    - von einer Beseitigung der Erwerbsminderung nicht mehr ausgegangen werden kann BSG vom 29. März 2006, B 13 RJ 31/05:
    rechtsanwalt-und-sozialrecht.d…istung-rente-rentenbegin/

    Gerade der 2. Punkt "von einer Beseitigung der Erwerbsminderung nicht mehr ausgegangen werden kann" sollte/könnte auf viele Autisten zutreffen. Wenn Autismus der Grund der Erwerbsminderung ist, wäre es wohl eindeutig dass dieser Grund nicht beseitigt werden kann. Ich kenne mich damit nicht aus, aber die Rentenversicherung würde einen auf solche Möglichkeiten natürlich auch nicht von sich aus hinweisen.

    Deswegen wollte ich das Thema generell eröffnen, vielleicht weiß darüber zufällig jemand etwas, oder hat eigene Erfahrungen.
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    Bisher war für mich ein guter Weg um in der Öffentlichkeit unauffällig zu stimmen, (leicht) auf meine Zunge zu beißen
    oder meine Zähne etwas fester aneinander zu drücken.

    Leider habe ich das in letzer Zeit ein bisschen übetrieben und ich werde aufgrund dessen eine Zahnschiene bekommen.

    Deshalb wollte ich euch fragen, ob ihr auch mal auf ähnliche Weise gestimmt habt und dann aber eine gesunde Alternative zum Stimmen
    in der Öffentlichkeit gefunden habt?
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    Hallo,

    heute hatte ich wieder einen Termin vom begleiteten Wohnen bei mir zu Hause.

    Wir sprachen über meine berufliche Situation, Berufswünsche, Hürden, etc. Aber auch über negative berufliche Erlebnisse, über Erwartungen anderer was ich können müsste, usw. Das hat mich gedanklich ziemlich überlastet, weil in einem Zeitraum von ca. 1 Stunde sehr viel auf ein Mal hochgeholt- und thematisiert wurde. Nach insgesamt 1,5 Stunden ist der Termin vorbei, die Frau geht wieder aber ich bleibe aufgewühlt zurück und muss dann mit meinen Gedanken, Emotionen, etc. alleine klarkommen.

    Ich fühle mich jetzt wie bei einem Overload, nur dass es nicht zu viele Reize sind die mich überlasten, sondern zu viele Themen und Gedanken über die Themen.

    Sehr gerne würde ich jetzt irgend eine Tätigkeit machen die mich "runter kommen" (RW) lässt, aber es funktioniert nichts. Ich kann nicht Fernsehen gucken, ich kann nicht Computer spielen, kann nicht spazieren gehen, keine Gartenarbeit machen, nichts aufräumen. Es ist als würde mein Kopf oder mein Gehirn vor lauter Überlastung sich auf nichts anderes konzentrieren können. Ich hatte das so extrem noch nie, sonst ging es mir durch eine Pause nach ca. 1 Stunde wieder normal, aber heute hilft nichts.

    Hat jemand damit Erfahrung oder eine Idee was helfen könnte?
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    Hallo zusammen. Ich melde mich hier auch nur, wenn ich Meinungen und Ideen brauche. Sorry. :m(:

    Ich mache es auch kurz. Momentan befinde ich mich in einer Umschulung zu der eine Betriebsfindung gehört, wo ich nach der Praxisphase möglichst übernommen werden soll.

    Im Vorfeld der Umschulung wurden durch meine Betreuerin oder mit meiner Betreuerin klare Ansätze für die Umschulung definiert. Sonst hätte ich da gar nicht angefangen. Aber die Schule stimmte allem zu.

    Nun finde ich wegen Corona und den festgefahrenen Regeln (keine teilweise Kurzarbeit, kein teilweises Home Office, Ausbilder muss die ganze Woche im Betrieb sein) keinen Umschulungsbetrieb. Von der Schule wird jetzt Druck gemacht. Die Zeit drängt und ich bekomme Vorschläge aufgezwungen, die nicht den im Vorfeld besprochenen Kriterien entsprechen. Ich kann ja auch nichts dafür, dass ich gewisse Einschränkungen habe, die klar kommuniziert wurden. War wie gesagt auch alles kein Problem, jetzt habe ich aber das Gefühl, dass die Schule darauf sch**ßt. Es bringt mir wirklich nichts, irgendwo anzufangen, wo ich eh nicht länger als 2 Monate durchhalte.


    Das wäre alles halb so schlimm, wenn ich nicht alleine dastehen würde. Meine ursprüngliche Betreuerin hat im November gekündigt und meine neue ist gesundheitstechnisch auf unbestimmte Zeit nicht verfügbar. Ich als kleiner Umschüler kann natürlich keinen Druck machen und werde auch nicht ernst genommen. Nach dem Motto "Sei doch froh, wenn du überhaupt was bekommst". Oder im Unterton "Jetzt stell dich mal nicht so an, du bist nur faul und hast Angst".

    Es wird mir mit freundlichen Worten angedroht, dass die Umschulung abgebrochen wird, wenn ich kein Praktikum finde/annehme. Und dass ich dann keine neue bezahlt bekommen werde, weil ich die Vorschläge abgelehnt habe. Keine Ahnung, ob das stimmt.

    Ich würde so eine eigentlich ausgeschlossene Stelle ja anfangen. Nach Rücksprache mit meiner Betreuerin, nur weiß ich nicht, wann die wieder verfügbar ist. Dafür hat man auch kein Verständnis. Die Zeit drängt halt, es sind nur noch 2 Monate und ich suche schon seit Oktober. Eher durfte ich mich nicht bewerben, weil das alles von der Schule gestützt wird und wir vorher so ein tolles (sinnloses) Bewerbungstraining hatten.


    Kurz gesagt bin ich ziemlich am Arsch. Was sind denn so eure Gedanken dazu, vielleicht hilft mir ein wenig Input. Ich will gar keine konkreten Vorschläge, ihr kennt ja auch nur meine Seite der Story.


    edit: Falls es wichtig ist. Ich habe eine Diagnose im Spektrum und eine Schwerbehinderung. Ist also alles behördlich und therapeutisch nachgewiesen.

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