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    Hallo wie ihr wisst bin ich Aspi.
    Seit Mai letztem Jahres wohne ich in einer dreier Wohngemeinschaft, welche durch das ambulant betreute Wohnen betreut wird.
    Wir haben einen grossen möblierten Gemeinschaftsraum, große Gemeinschaftsküche und je kleine eigene Wohnungen mit je Küche, Bad und 2 Zimmer.
    Momentan sind nur der Borderline und ich in der WG.

    Früher, ging ich in den Gemeinschaftsraum zum Lesen am Tisch oder der sofaartigen bequemen Sitzgelegenheit, wenn ich bereit war in Kontakt zu treten.
    Dass verwischt jetzt komplett.

    Da durch Corona, die Betreuung immer stärker telefonisch stattfindet, hat er niemand mehr, der mit ihm einkauft.
    Würde vom ABW gefragt, ob ich ihm mitnehme, kein Problem.
    Früher ließ ich im Gemeinschaftsraum abends ein Buch.
    Mittlerweile kommt er sofort raus, wenn ich im Raum bin und lädt seine negativen Gedanken ab. Stundenlang, wenn ich mich nicht zurückziehen kann. Da er stark verletzlich ist, habe ich mich dann immer so verabschiedet, dass ich noch was machen muss, kochen, putzen, laufen etc.

    Heute hat er an meiner Wohnung geklopft um sich Öl auszuleihen ok.
    Dannach ist er an der Tür geblieben als ich offensichtlich geputzt habe.
    Er hat trotzdem weitergeredet.
    Da ich weiss wie verletzlich er ist, dass er sich dann schneidet und so bin ich überfordert, zu sagen, wenn ich mein Freiraum brauche.

    Früher, als wir uns nur sahen, als ich von mir aus in den Gemeinschaftsraum ging, gab es für mich klare Grenzen die jetzt verschwimmen.
    Er redet die ganze Zeit so negativ, dass ich danach so platt bin, wobei ich meine Last doch selber nicht getragen bekomme.
    Danke
    Vielleicht kann mir jemand helfen.
    :thumbup: :thumbup:
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    Ich weiss nicht ob das hier der richtige Themenbereich ist. Da ich ja quasi zweisprachig bin und auch in GB meine diagnose bekommen habe und von der Diagnosestelle ein paar Broschüren, habe ich mich bei denen hier angemeldet:

    autism.org.uk

    auf deren Webseite findet sich ein PDF welches sich an die britischen Polizeikräfte richtet und dachte ich frage mal ob es sowas auch für deutschsprachige Länder gibt?

    autism.org.uk/products/core-na…ustice-professionals.aspx
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    Ich darf in der Einrichtung, in der ich lebe, so sein wie ich bin. Davor, auch im Ambulanten wohnen, würde immer versucht mich anzupassen und ich dachte lange das es richtig ist.
    Hoffte auf Hilfe von aussen. Aus den Erfahrungen von jetzt ist mir das garnicht mehr so wichtig und fange an selber Hilfsmittel und Absprachen zu erstellen. Die mir helfen.

    Bei einer Sache hacke ich, meine monatlichen ausraster gegen über Gegenstände und mir. Von außen durch Ärzte und Betreuer erfahre ich kaum Hilfe.
    Deswegen frage ich euch, habt ihr gelernt damit klar zu kommen oder Wege gefunden sich nicht mit den Händen vor den Kopf zu schlagen, beißen oder Kopf irgendwo vorzu knallen?
    Hasse es, möchte es eigentlich nicht, aber weiß nicht wie ich es Umleitung kann..
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    Hallo,
    ich habe zwei Studienabschlüsse, bin aber seit fast einem Jahr arbeitslos. Davor habe ich drei Jahre im Quereinstieg gearbeitet, was unschön endete. Einerseits lag es an der Reizüberflutung, die die Stelle mit sich brachte, andererseits lag es an meiner Naivität und Unfähigkeit, mit der Komplexität des Erwachsenenlebens umzugehen (ich bin 35). Andere Leute organisieren irgendwelche Dinge quasi "im Hintergrund" und unsichtbar für mich (ich wunder mich dann nur, dass alles klappt), sie verständigen sich über bestimmte Dinge und ich stehe daneben und frage mich, wann denn endlich brauchbare Informationen kommen - die Anderen haben aber plötzlich alles besprochen und gehen auseinander und ich frage mich immer noch, worum es eigentlich ging. Ich verstehe nicht ganz, was ich nicht verstehe, aber ich schätze, dass ich nur konkrete, fest eingegrenzte Informationen in einer (mir?) logischen Anordnung verstehe. Wenn ich also einer gut strukturierten Vorlesung zugehört habe, dann ging das super, denn da ging es um den INHALT. Wenn ich mich mit jemandem über ein konkretes Thema unterhalte, dann geht das auch ohne Probleme. Aber diese Gespräche in der Arbeitswelt sind irgendwie anders. Genau kann ich es eben nicht benennen, aber vielleicht kennt ihr das ja auch und könnt es besser beschreiben als ich. Irgendwas läuft da im Hintergrund ab, das ich nicht mitkriege.
    Außerdem bin ich viel zu naiv und habe lange Zeit geglaubt, dass die Leute meinen, was sie sagen. Inzwischen habe ich ein bisschen gelernt, da etwas zu differenzieren.

    Zudem überfordert mich die Jobsuche, weil mich die Vielfalt überfordert (ich habe kein Fach studiert, das in einen eindeutigen Beruf mündet) und weil ich die ganzen Schlüsselwörter, die in Stellenanzeigen stehen, nicht zuordnen kann. Diese englischen Berufsbezeichnungen und was hinter einem ausgeschrieben Stellenangebot steht, verstehe ich nicht und ich kann mir nichts hinter diesen Beschreibungen vorstellen. Auch da wünsche ich mir konkreten Inhalt und nicht so Wischiwaschi-Seifenschlägerei.
    Ich beschäftige mich sehr, sehr viel mit der Jobsuche (fast die ganze Zeit) und will nicht wieder an einen Job geraten, der mich überfordert oder unterfordert. Ich bin sehr wählerisch, aber nicht, weil ich "arbeitsscheu" oder so wäre, sondern weil ich weiß, dass ich nur in einer ganz spezifischen Umgebung psychisch überleben kann. Durch meine neurologische Besonderheit gibt es nur eine ganz kleine Nische in der Arbeitswelt und die ist durch Corona noch kleiner geworden. Wenn ich mit Verwandten etc über meine Situation rede, kommen Vorschläge, die ich zu 95 % ablehne. Die Vorschläge des Arbeitsamtes waren - bis auf einen - auch alle nichts. Wenn ich mir die Stellenanzeigen anschaue - nein, nein und nochmals nein. Klar sieht das nach außen so aus, als wollte ich nicht arbeiten. Aber ich will. Nur überfordert mich alles, was dieses "Arbeitsleben" noch so mit sich bringt - neben dem Arbeiten. Dass man redegewandt sein muss und mit branchentypischen Schlüsselwörtern um sich schmeißen muss; dass man nicht kompetent sein muss, sondern nur besonders geschickt darin sein muss, kompetent zu wirken; dass man immer überlegen muss, was man sagen darf und was nicht und was geschickt wäre und was nicht.
    Ich weiß nicht, was ich machen soll. Das meiste, was an Stellenangeboten so drin steht, überfordert mich. Ich kann keine 500 Komponenten miteinander verknüpfen, ich verstehe vieles viel langsamer als andere, vieles gar nicht und manches viel schneller als andere. Diese Akademikerjobs schrecken mich ab, obwohl ich recht intelligent bin und zwei Studienabschlüsse habe.
    Ich bräuchte eigentlich einen Job, bei dem es um die Arbeit "an sich" geht, ohne dieses ganze Drumherum. Einen klar definierten Arbeitsbereich mit Möglichkeit zur selbstständigen Erweiterung der Aufgaben. Nehmen wir zB mal den Beruf "Klempner": Da ist der Arbeitsbereich ziemlich eindeutig, da fehlt es mir aber an der Möglichkeit, mich kreativ einzubringen. Ich finde es sehr schwer, meine Nische zu finden. Entweder zu komplex und unvorhersehbar oder zu monoton/unterfordernd. Ich habe das Gefühl, ich komme aus dieser ewigen Sucherei gar nicht mehr raus. Ich habe komplett die Orientierung verloren.

    Kennt ihr diese Überforderung mit dem Arbeitsleben/Erwachsenenleben? Wie würdet ihr das beschreiben? Und was tut ihr, um damit besser klarzukommen?
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    Hallo liebe Aspies

    Ich versuche hier, einen Thread zu starten, in dem man sich einfach ganz allgemein alltägliche (oder nicht-alltägliche) Erfahrungen, die einen beschäftigen, ohne grossen Aufwand kurz von der Seele reden kann. Sicher geniesst jede/r von Euch, dass man hier anonym ganz persönliche Dinge loswerden kann, über die man "unanonym" nicht zu sprechen wagte. Mir geht es nicht anders.

    Bei manchen Erfahrungen/Dingen hat man das Bedürfnis, sie irgendwo loszuwerden. Einfach aussprechen, von der Seele reden, loswerden, vielleicht auch mal ohne dass man eine Rückmeldung dazu haben möchte. Aber es gibt im Umfeld niemanden, dem man sich öffnen möchte. Hier soll das erlaubt sein - dank Deiner Anonymität hier im Forum eben ganz anonym.

    Antworten auf Einträge sollen niemals wertend sein. Die Gefühle eines jeden Postenden sind echt und sollen auch so respektiert werden. Antworten der Anteilnahme sind gerne erwünscht.

    Ich weiss nicht, ob sich hieraus ein lebendiger Thread entwickelt, aber ich sehe durchaus Bedarf... bin gespannt auf Eure Beiträge. Ich werde auch welche haben. Nun los :)

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