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    Bei meinem Klinikaufenthalt in den letzten 6 Wochen, meinte mein Therapeut oft, dass ich viele verschiedene Themen gleichzeitig ins Gespraech bringen wuerde und versuchen soll, nur ein Ball, "Thema" ins Spiel zu bringen.
    Da mir alles auf einmal einfällt und ich ein schlechtes Kurzzeitgedaechnis habe, empfand ich es am Anfang als schwer.
    Kennt es jemand?
    Es geht aktuell bisschen besser, weiss aber noch nicht, wie lange ich es ohne Unterstützung halten kann.
    Bin halt brutal unstrukturiert.
    L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:
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    Liebe Leute,
    Der Feststellungsbescheid über einen GdB ist da
    Ich hatte dem Antrag ein Attest über eine ASS sowie ADHS beigelegt, diverse Störungen aufgeführt und zusätzlich in einem Begleitschreiben u. a. ausgeführt, dass mir körperliche Intimität nur sehr eingeschränkt möglich ist, ich keine Familie gegründet habe, ich mich nicht fähig sehe, länger als Halbtags zu arbeiten.
    Die Psychaterin erweckte den Eindruck, dass es einen Schwerbehinderten-Ausweis gäbe. Zusätzlich bestand eine mittelgradige Depression. Diverse medikamentöse Therapieversuche (SSRI, Atomoxetin, Quetiapin) mussten wegen der Nebenwirkungen abgebrochen werden. Seit 14 Monaten, seit der Diagnose, gehe ich wöchentlich zur psychisch-funktionalen Ergotherapie.
    Mir liegen derzeit weder psychatrischer Befund noch Gutachten vor, aber allein aufgrund der medikamentösen Behandlungsversuche der ADHS ist in dem Fall mindestens von einem mittleren Schweregrad auszugehen. Die ASS Diagnose war für die Psychaterin überraschend eindeutig.
    Folgende Gesundheitsstörungen wurden im Feststellungsbescheid berücksichtigt: Psychische Störung.
    Im Grunde wurden wohl alle von mir genannten Gesundheitsstörungen angeblich berücksichtigt, wobei die Auflistung im Bescheid mit "Depersona." unvermittelt abbricht, da offenbar der Platz nicht ausreichte. Enthalten sind u.a.: Einschränkungen der sozialen Interaktion und Kommunikation, wiederkehrende somatoforme Beeinträchtigungen unterschiedlichster Ausprägung, stereotype/repetitive Verhaltensmuster, Störungen der sensorischen Integrität bzw. Wahrnehmungsverabeitung, diverse ADHS-Beeinträchtigungen, frühzeitige Erschöpfung/Ermüdung, Schlafstörungen, Seh-,Gang-, Hörstörungen, ...
    Angesichts dessen, was da alles so aufgeführt steht, fand ich es erstaunlich, dass es nur 20 gab, d. h. es liegen keine sozialen Anpassungsschwierigkeiten vor. Wenn ich mich im Spektrum umschaue, komme ich mir zwar höchstfunktional vor, allerdings ist das mit einem ungeheuren Energieverbrauch verbunden, der regelmäßig zu diversen körperlichen (u. a.Tinnitus, Schmerzen, Sehstörungen, Schwindel, Bewusstseinsaussetzer) und seelischen Ausfallserscheinungen (starke Impulse zu Selbstverletzendem Verhalten, das Gefühl zu Fallen, Antriebslosigkeit, Affektlabilität, Depressionen, Dissoziative Symptome) führt. Ich muss mich Tag für Tag aufraffen, mein Leben achtsam zu führen, weil ich sonst nicht merke, dass ich überlaufe. Während andere sich mit Sozialkram ablenken und entspannen muss ich soziale Kontakte dosieren und mir regelmäßig Auszeiten von ihnen nehmen. Ich muss viele Situationen vermeiden. Ich fühle mich vor allem durch den Umgebungslärm stark beeinträchtigt, weshalb ich nun umziehe, aber deswegen auch deutlich mehr Miete zahlen muss. Es ist nur eine Kleinigkeit am Rande, aber, es ist mir ja auch nicht mehr möglich, zu normalen konditionen z. B. eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen.
    Ich finde, dass Alles in Allem erhebliche Beeinträchtigungen in verschiedensten Bereichen der sozialen Teilhabe bestehen.
    Eigentlich hätte ich durch einen GdB von 50 außer dem kümmerlichen Steuerfreibetrag keine Vorteile, so dass ich die Angelegenheit auf sich beruhen lassen könnte. Ich empfinde 20 aber als so lächerlich und unverschämt, dass ich Widerspruch und Akteneinsicht beantragt habe. Ich verstehe auch nicht, wie bei einer Störung, die über erhebliche Einschränkungen der sozialen Interaktion definiert ist, keine sozialen Anpassungsschwierigkeiten vorliegen können sollen.
    Ich wollte das hier nur mal loswerden, vielleicht ist es ja auch für jemanden interessant, vielleicht möchte jemand etwas dazu schreiben.
    Grüße
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    Wie sinnvoll schätzt ihr persönlich einen IQ-Test zusätzlich zur Diagnostik ein? Hat euch die Info über euren IQ (oder die unterschiedlichen Intelligenzverteilungen) im Umgang mit einer Autismus-Diagnose geholfen?

    Ich habe auch schon im Forum quergelesen um mich zu informieren, inwieweit eine mögliche Hochbegabung Autismus und den Umgang damit beeinflusst..

    Hintergrund: Ich überlege vor der Diagnostik (hallo Wartezeit) einen IQ-Test zu machen, um Hochbegabung ein- oder auszuschließen, bin mir aber unsicher, ob das wirklich für mich hilfreich ist.
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    Ich sitze gerade nochmal am Bewerbungsbogen für die Autismus-Diagnostik.
    Dort werden so Sachen gefragt wie "Wie alt waren Sie genau als Sie anfingen zu laufen?" oder "Wie alt waren Sie genau als Sie anfingen zu sprechen?". Das weiß ich alles nicht. Außerdem soll ich Kopien meiner Grundschulzeugnisse mitschicken. Die zeugnisse liegen noch bei meiner Mutter. Sie wüsste selbstverständlich auch die Antworten auf diese kindheitsbezogenen Fragen.

    Jetzt mein Problem: ich wollte meiner Familie gar nicht groß von der angestrebten Diagnose erzählen. Eventuell dann, wenn ich sie habe. Aber vermutlich möchte ich es einfach ganz unter den Tisch fallen lassen. Meine Familie hat mir immer den Rücken gestärkt. Für sie war ich nie behindert, falsch oder unnormal. "Komisch" war ich vielleicht, aber das war immer ok. Individualität wurde immer wertgeschätzt. Hatte ich Probleme in der Schule, so wurde mir vermittelt, dass das Problem die anderen seien, nicht ich.
    Ich habe Angst, dass sich das ändert, wenn ich von der Diagnose erzähle. Dass es entweder runtergespielt wird und behandelt wird nach dem Motto "stell dich nicht so an, du übertreibst doch" oder dass genau das Gegenteil passiert und ich plötzlich mit Samthandschuhen angefasst werde. Ich will einfach nur weiterhin normal ich sein, ohne dass plötzlich der Fokus auf meinem Autismus liegt. Ich habe Angst, dass der Stempel "behindert" irgendetwas ändert in den Augen derer, für die ich nie behindert war.

    Daher meine Frage: hat jemand Erfahrungen mit der Autismusambulanz der LMU-Klinik? Besteht eine Chance, dass ich auch einen Termin bekomme, wenn ich diese Infos nicht in den Bewerbungsbogen packe?

    Für die Fremdanamnese im Rahmen der Diagnostik würde ich meine Schwester fragen, ob sie das machen kann. Sie ist examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und daher Sachen wie Schweigepflicht und den normalen Umgang mit Kranken und Behinderten gewöhnt. Aber wenn ich ohne ein Gespräch mit meiner Mutter gar nicht erst so weit komme, bringt mir das natürlich nichts.
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    Hallo zusammen,
    auch im Finanzbereich... vielleicht auch gerade im Finanzbereich gibt es Autisten die sich einen Namen gemacht haben.
    Als negativbeispiel soll Navinder Singh Sarao dienen, der die Finanzwelt für ca. 6 Minuten geschockt hat.
    Letztlich sehe ich den entstandenen Schaden und Frage mich ob er die entsprechenden Stellen ohne den Börsenhandel zu stören hätte informieren müssen und können.
    Das wäre sicherlich auch finanziell besser für Ihn ausgegangen.

    manager-magazin.de/finanzen/bo…hoffen-a-1304126-amp.html

    Außerdem Frage ich mich ob er mit dieser Aktion vielleicht den doch eher umstrittenen Hochfrequenzhandel kritisieren wollte. Letztlich war es ja doch ein Weckruf... :nod:

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