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  • Neu

    Gerade habe ich das hier gelesen:

    kn-online.de/Nachrichten/Wisse…enry-Markram-im-Interview

    Da heißt es:

    Vor allem schlechte Erfahrungen, die vergisst es nie. Das führt zu
    vielen Mikrotraumata. Und das ist das große Drama für Autisten, das sich
    erst in unserer Forschung erschlossen hat: Ihr Gehirn
    ist unfähig, eine negative Erfahrung einzuordnen und durch eine
    positive Erfahrung oder auch nur das Ausbleiben einer Wiederholung zu
    überschreiben.
    Wie meinen Sie das?
    Wenn ich in einen gelben Tisch stolpere, dann sag’ ich mir selbst, dass ich nicht aufgepasst habe, entspanne mich wieder und weiß, dass gelbe Tische nicht per se schlecht sind. Wenn Kai in einen gelben Tisch stolpert, dann vergisst er das nie und hat immer Angst vor einem gelben Tisch, und dann stolpert er in etwas anderes, wovor er dann auch immer Angst hat. Irgendwann ist ein autistischer Mensch wie in einem Käfig zwischen all diesen Dingen und Situationen, die Angst vor Schmerzen verursachen. Dann ist die Welt sehr bedrohlich.

    So ist es bei mir auch, d.h. es wird im Laufe des Lebens immer schlimmer. Ich habe vor immer mehr Dingen Angst, ich sammle immer mehr Mikrotraumata an.

    Da es hier heißt unfähig, bin ich aber auf Grund meiner Verdrahtung gar nicht in der Lage, zu lernen, mit den negativen Ereignissen umzugehen. Zudem lese ich hier immer wieder, dass die Kompensationsmechanismen mit dem Alter immer weiter nachlassen. Ich bin noch nicht mal 30 und es ist jetzt schon so schlimm bei mir 8o Ich stelle mir vor, wie ich in 10 Jahren nicht mal mehr das Haus verlassen kann.

    Mein Freund schrieb mir gerade, ich solle nicht so viel lesen, mein Bruder meinte des Öfteren, mir solle man das Internet wegnehmen.

    Ich frage mich, ob ich mich für alle Forenbereiche sperren lassen sollte außer Privatnachrichten (wegen Forentreffen)? Meint ihr, man kann das trotz der fehlerhaften Verdrahtung im Rahmen einer Therapie lernen?

    Siehe auch: Buchempfehlung - Autisten fühlen mehr als wir - Henry Markram
  • Neu

    Moin Leute, ich hab mal nen neuen Thread eröffnet und wollte euch etwas erzählen und ein paar Fragen stellen. Ich bin super aufgekratzt und total unsortiert. Vor allem, weil ich so schnell Antwort habe und bislang alles sehr unkompliziert klingt - da habe ich schon viele andere Berichte gelesen.

    Ich habe an unsere Uniklinik eine Anfrage gesendet und schon gleich nach einer Woche Antwort erhalten. Einen Termin habe ich noch nicht, den muss ich Montag in der Ambulanz vereinbaren - ich habe keine Ahnung, wie die Wartezeiten sind. Aber ich habe schonmal den Auftrag, Dokumente zu besorgen. Nun ist es so, dass dort sehr viele Unterlagen benötigt werden. Alle Schulzeugnisse (sind vorhanden bis auf Kl. 8), alle Arztberichte meiner stationären Aufenthalte (auch kein Problem soweit, da muss ich telefonieren, aber das sollte irgendwie gehen) und den Mutterpass, sowie U-Heft meiner Mutter (mit U-Heft meinen die das Untersuchungsheft, das man als Kind die ersten Monate hat?), diese sind allerdings, soweit ich weiß, nicht mehr vorhanden. Meine Eltern waren nicht die besten Vorbilder, wenn es um Ordnung und die Wichtigkeit von Dokumenten geht. Da ist schon das erste Problem. Aber die Dokumente sind eher nebensächlich gerade.

    Ehrlich gesagt, schießen mir tausende Gedanken durch den Kopf und ich habe sehr viele Zweifel und Ängste. Ich denke viel über das alles nach in letzter Zeit, was könnte ASS sein, was PTBS, wie differenziere ich das für mich, wie für Außenstehende und gleichzeitig kann ich aber nur einen Bruchteil davon in Worte fassen. Einerseits bin ich davon überzeugt, dass der Verdacht sehr berechtigt ist. Andererseits frage ich mich, ob ich nicht doch übertreibe, mich anstelle, meine Wertung ist ja subjektiv, vielleicht ist es ja doch so, dass es allen anderen auch so geht und vielleicht bin ich doch einfach nur empfindlich und faul (wie oft suggeriert und angenommen von anderen). Ich muss dazu sagen, dass man mir mit etwas Ernsthaftigkeit sogar Zweifel daran einreden kann, dass ich gehört habe, was ich gehört habe, obwohl es gerade erst gesprochen wurde. Da kann ich mir im ersten Moment noch so sicher sein. Hatte gerade erst so eine Situation mit meinem Partner - er musste sich dann aber entschuldigen, weil er der Verpeilte war. :D

    Ich habe vor allem Angst davor, nicht ernst genommen zu werden. Nicht richtig angehört zu werden. Einmal, weil ich ja ganz normal wirke, so ziemlich automatisch. Wenn ich nen guten Tag habe, werde ich viel erzählen können wirke dabei aber auch ganz normal. Hab ich aber einen schlechten Tag, sieht man mir aber auch nicht unbedingt was an und ich kann nicht mehr gut erklären. Und letztendlich ist mir die Abklärung sehr wichtig, weil sie wichtig für die weitere Lebensführung ist und um mir die richtigen Strathegien im Umgang mit meinen Defiziten zu erarbeiten und zu sehen, wo ich vielleicht etwas verständnisvoller mit mir selbst umgehen und wo ich bessere Kompromisse mit anderen eingehen kann, wenn es der Fall sein könnte, möchte ich auch einfach Gewissheit haben.

    Mir geht also ständig dieses "spricht dafür/spricht dagegen/könnte auch da und da hin passen" durch den Kopf, ich denke viel über Kindheit und Jugend nach, über Gefühle und Gedanken, die ich damals hatte, versuche meine Gedankengänge nachvollziehbar zu machen, sowas alles, halt irgendwie echt alles. Jedes Detail, das auffällig ist und sortiert werden muss.

    Vielleicht habt ihr ein paar Tips, wie ich mich im Vorfeld vorbereiten kann um nicht ständig daran denken zu müssen und vielleicht mit etwas mehr Selbstsicherheit oder Gelassenheit oder etwas in der Art an das alles ranzugehn.

    Ich denke zunächst schreibe ich dem Arzt, dass es etwas dauert die Unterlagen zu besorgen, ich muss mal mit meiner Mutter telefonieren (Was ne Freude. Sarkasmus.). Dann Termin vereinbaren am Montag in der Ambulanz und sehen, wie lange die Wartezeiten sind.



    Kennt ihr das von eurer Wartezeit auf die Diagnostik? Wie seid ihr damit umgegangen? Habt ihr ein paar hilfreiche Ideen? Einen 3-Schritte-zur-Gleichgültigkeit Ratgeber? Irgendwas?
  • Neu

    ich habe 2014 im Uniklinikum Hamburg an der Studie "Metakognitives Traing" für Zwänge teilgenommen, weil ich a) betroffen war und b) schon immer sehr interessiert daran war, Methoden zu finden, die ohne Medikamente auskommen - ich vertrage einfach nix so wirklich.
    uke.de/allgemein/arztprofile-u…seite_steffen_moritz.html

    Die Entwickler gehen davon aus, dass psychische Störungen nicht umbedingt nur etwas mit Neurotransmitter zu tun haben, sondern das es sich um falsche oder zumindest für den Betroffenen belastende Denkmuster handelt, die irgendwann in der eigenen Geschichte gelernt wurden - und auch durch Analysieren und Distanzierung wieder verlernt werden können.
    "Erkennen und Modifizieren von Denkverzerrungen"
    es gibt Gruppen - und Einzelprogramme ( letzteres heißt MKT plus, durch die Zuordnung der Versuchsgruppen war ich in dieser Gruppe)

    Mittlerweile gibt es MKT für Zwänge, Depressionen, Psychose, Borderline

    Es finden auch immer wieder Studien zu verschiedenen psychischen Störungen statt, weil MKT ständig weiterentwickelt wird.

    Hier geht es zu den gratis Downloads der Selbsthilfeprogramme:

    Zwänge

    clinical-neuropsychology.de/ma…ziationsspaltung_deutsch/

    Ängste
    clinical-neuropsychology.de/imagery-rescripting-deutsch/

    Bipolare Störung
    clinical-neuropsychology.de/me…bei-bipolaren-stoerungen/

    Psychose
    clinical-neuropsychology.de/mkt_psychose_manual_deutsch/

    Runterscrollen, dann kommt man zu den Downloads.

    Depression ist leider nicht mehr open source verfügbar.

    Viel Erfolg damit .

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