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    Ich hatte gestern ein Gespräch mit einer Kollegin während einer Freistunde im Lehrerzimmer, das mich etwas irritiert zurückgelassen hat. Ich war gerade auf dem Tablet mit der Lektüre von Nachrichten beschäftigt und über einen Blogeintrag zum Thema Masken gestoßen, den ich interessant fand. Kurz zum Inhalt dieses Artikels: Eine Gruppe Eltern in den USA hat die Masken ihrer Kinder nach dem Tragen in der Schule in ein Labor gegeben und auf Keime untersuchen lassen. Es wurden zahlreiche, zum Teil problematische Bakterienstämme in den Masken nachgewiesen.

    Ich habe das der Kollegin, die mir gegenüber saß, erzählt, weil ich dachte, dass sie es vielleicht auch interessant finden könnte. Ihre Reaktion war aber eine andere. Sie hat mir unterstellt, ich würde mit dem Hinweis auf diesen Artikel eine Intention verfolgen (also etwa die Masken schlecht reden wollen oder sie provozieren wollen). Ich habe ihr versichert, dass ich diese Sache einfach nur interessant finde und sonst nichts. Ich bin kein Gegner der Maskenpflicht an Schulen, einfach nur jemand, der skeptisch nachdenkt.

    Dann kritisierte sie die Quelle ("eine isolierte Information ohne ausgewogenen Kontext"). Als ich sagte, dass man von einem Meinungsblog nicht erwarten kann immer auch die Gegenseite angemessen zu würdigen (und dass diese ja bereits hinreichend bekannt sei), meinte sie, dass es besser wäre, solche "isolierten" Informationen und Meinungen würden gar nicht erst öffentlich werden (so sinngemäß). Ich habe meine Kollegin dann gefragt, ob sie etwas gegen die Meinungs- und die Pressefreiheit hätte. Dann kam ein "Nein, aber ...". Und ich würde ja mit der Lektüre solcher Blogs in einer Filterblase leben. Meine Aussage, dass ich ja nicht nur diesen Blog lesen würde, sondern auch andere mit anderen Meinungen sowie Zeitungen mit verschiedener Ausrichtung, hat sie mir offenbar nicht geglaubt.

    Um ihre offenkundigen Zweifel an meiner Haltung zur Maske zu zerstreuen, hatte ich ihr dann noch meine (schon einige Monate alte) Idee vorgetragen, die Maske auch nach Ende der Pandemie für Schüler und Lehrer vorzuschreiben, wenn sie trotz Erkältungssymptomen in die Schule kommen, damit sie andere nicht anstecken. Dazu hat meine Kollegin sich gar nicht weiter geäußert.

    Es ging dann noch um etwaige Befürchtungen meiner Kollegin, ich könnte meine Schüler im Unterricht auf ähnliche Weise mit "isolierten" Informationen konfrontieren, woraufhin ich ihr meinen Berufsethos erklärt habe (Stichwort: "Beutelsbacher Konsens", kann man googeln).

    Schließlich meinte sie noch, sie würde mich ja nun ohnehin anders wahrnehmen und anders mit mir umgehen als mit anderen Kollegen (so sinngemäß), seit ich meinen AV-Status bekannt gemacht habe. Was genau sie damit meinte, hat sie nicht weiter erläutert. Ihre Behauptung, ich hätte bestimmt schon anderen auf diese Weise "ans Bein gepisst" (RW), habe ich verneint. Jedenfalls ist es mir nicht bewusst.

    Ich habe im Nachgang zu diesem Gespräch über drei Aspekte nachgedacht:

    (1) Es gibt bei bestimmten Themen offenbar einen eng eingegrenzten Debattenraum. Eine sachliche Erörterung verschiedener Positionen und Fakten zu einer Sache ist nicht gewünscht. Das ist eine Beobachtung, die auch andernorts gemacht wird.

    (2) Es gibt generell Tabu-Themen (die vielleicht aus Gründen sozialer Harmonie o.ä. aufgestellt wurden), die - wenn angesprochen - sofort für Missmut und schlechte Stimmung sorgen. Das ist wohl ein soziales bzw. sozialpsychologisches Phänomen.

    (3) Es werden Absichten unterstellt, die nicht vorhanden sind, und Botschaften gehört, die nicht gesendet wurden. Das ist wohl ein Problem in der Kommunikation zwischen Menschen mit und ohne ASS.

    Das hat mich gestern noch den ganzen Tag beschäftigt... :?
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    Hey, dachte, dass dieses Thema einen eigenen Thread wert ist.

    Mir kommt vor, dass ich einen immer kleineren Tunnelblick bekomme.
    Dazu Spannungskopfschmerzen, Verkrampftes Gesicht, Augen etc.
    Früher hat es sich mit dem Tunnelblick immer wieder regeneriert, so dass der Tunnelblick gerade bei weniger Stress merklich zurückging.

    Dachte schon an Augenmigraene,was ich nicht mehr so glaube.

    Möchte dieses Jahr noch zum Augenarzt gehen,aber erstmal eins nach dem anderen
    Bin gespannt wie es bei euch ist.
    L.G. Daniel :thumbup: :thumbup:
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    Sehr geehrte Leser und Leserinnen,
    mein Name ist Laura Janusch, ich studiere Soziale Arbeit an der IU in Dortmund und schreibe derzeit meine Bachelorarbeit.

    In meiner Bachelorarbeit befasse ich mich mit der geschlechterspezifischen Symptomatik von Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Hierbei möchte ich sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten hinsichtlich der geschlechterspezifischen Symptomatik aufzeigen.

    Ich habe zur Datenerhebung zwei Online-Fragebogen (ein Fragebogen für Jungen/Männer & ein Fragebogen für Mädchen/Frauen) erstellt, in welchen Fragen zu Ihren individuellen Empfindungen bezüglich der sozialen Interaktion, Kommunikation sowie den stereotypen und repetitiven Verhaltensweisen/Interessen gestellt werden. Die Bearbeitung eines Fragebogens dauert etwa 15 Minuten und die Teilnahme an der Befragung ist anonym.

    Fragebogen für Jungen/Männer: umfrageonline.com/s/7df8f60

    Fragebogen für Mädchen/Frauen: umfrageonline.com/s/f4866c5

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie an der Online-Befragung teilnehmen.

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Laura Janusch

    Kontakt: laura.janusch@iubh-dualesstudium.de
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    Ich bin eben über diesen Bericht hier gestolpert: spiegel.de/ausland/israel-poli…fd-42fb-9edc-a782b44d011a - darin geht es um einen palästinensischen Autisten, der im Jahr 2020 von einem israelischen Polizisten erschossen wurde, nachdem er mehrere Aufforderungen zum Stehenbleiben missachtet haben soll. Möchte hier keine große Debatte um den Nahostkonflikt lostreten, sondern das nur als Anlass nehmen, um zu fragen, welche sonstigen Fälle euch bekannt sind, bei denen Polizei- oder sonstige Sicherheitskräfte Gewalt (insbesondere tödliche Gewalt) gegen autistische Menschen angewandt haben; häufig wird so etwas ausgelöst durch ungewöhnliches Verhalten der Opfer und möglicherweise lassen sich in Zukunft vergleichbare Fälle vermeiden, wenn entsprechende Aufklärung betrieben wird. Falls es bereits eine Zusammenstellung solcher Vorfälle im Netz gibt, habe ich sie auf die Schnelle nicht gefunden und bin natürlich für entsprechende Hinweise dankbar.

    Eine kurze Recherche ergibt folgende Vorfälle:
    - Eric Parsa, 16, getötet in Metairie, Luoisiana: abcnews.go.com/US/wireStory/su…itting-chokehold-75259124

    - Kobe Edgar Dimock-Heisler, 21, Afroamerikaner, getötet als er während eines depressiven Schubs selbstverletzendes Verhalten gezeigt hat: wienerzeitung.at/nachrichten/p…-Schuss-in-die-Brust.html

    - Jeremy Mardis, 6, getötet als Beifahrer nach einer Verfolgungsjagd: welt.de/vermischtes/article148…olizisten-erschossen.html

    - Ein 13-jähriger Autist aus Salt Lake City, Utah, schwer verletzt während einer Panikattacke: nzz.ch/panorama/polizeigewalt-…h-angeschossen-ld.1575716

    - Ein 24-jähriger Autist aus Bristol, England, verletzt durch einen Taser/Elektroschocker: theguardian.com/uk-news/2018/j…t-by-police-with-stun-gun


    Mich würden insbesondere auch solche Vorfälle interessieren, in denen in Deutschland autistische Menschen durch Polizisten verletzt worden sind.


    Rainer

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