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    Hallo,
    ich mache wg. Angst/Depression eine (konventionelle, nicht Autismus-spezifische) Therapie.

    Ich bin derzeit in einer Lebenssituation, in der ich sehr viel Angst (Anspannung, Alpträume, nicht Schlafen können, wenn dann noch "Sachen hinzukommen" Weinkrämpfe) habe, weil ich das Gefühl habe, dass es keinerlei "Vorlage" für diese Situation gibt.

    Beispiel:
    Als Studentin wusste ich durch Fernsehen und Berichte anderer, was man da so für "Rollen" haben kann und tut (Party, "Nerd", Socken im Wohnheim waschen...).
    Zu Beginn meiner Arbeit war ganz klar vorgegeben, was mein Chef von mir erwartet und was meine Aufgaben sind.

    Ich glaube, wenn ich Familie hätte, würden mir da auch so "Vorlagen" einfallen (ob das dann klappen würde, weiß ich natürlich nicht).

    Problem:
    Ich habe derzeit kein definiertes Ziel, das ich ansteuern kann, und finde somit auch keine Vorlage (wie z.B. "Ich will X, darum muss ich Y tun/fragen etc.").

    Meine Therapeutin sagt, sowas nennt man "Orientierungslosigkeit", und ja, der Begriff trifft es ganz gut.
    Sie sagte, das hat jeder Mensch mal und man muss es aushalten, auch wenn es sehr unangenehm ist.

    Da es wohl für mich besonders unangenehm sei, sagte sie, sollte ich doch mal andere Menschen mit Autismus/Asperger fragen, wie die mit "Orientierungslosigkeit" fertig werden.

    Ich sage absichtlich nicht "nicht weiter wissen" oder "Ratlosigkeit", weil ich bei den Worten (die ich vorher kannte) immer noch als Antwort denken würde "frag doch jemanden, je nachdem, wer für die Situation am Besten erscheint", aber das habe ich alles schon durch.

    Sie sagte "aushalten", konnte aber keine Aussagen zur Dauer machen (vermutlich, bis sich irgendwodurch "Orientierung" einstellt), und das macht mir auch Angst.

    Ich kann sehr schlecht damit umgehen, etwas sehr Unangenehmes unbestimmter Dauer auszuhalten, aus dem ich keinen Ausweg kenne.

    Hat jemand Lebensphasen wie diese erlebt?
    Wie seid Ihr damit umgegangen?
    Wie seid Ihr mit diesem Gefühl umgegangen, insbesondere mit der enormen Angst?

    Vielen Dank für Tipps!
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    Ich bin heute in der Arbeit wieder einmal angeeckt. Ich will euch die Situation kurz schildern. Und zwar besucht uns ab Juni für zwei Monate lang eine Doktorandin, die übrigens sehr hübsch ist und die ich auch mitbetreuen werde (Ich rechne mir durch meine Unerfahrenheit keine Chancen bei ihr aus). Nun haben mein Chef und meine Arbeitskollegen (alle männlich) heute ihr Profil auf Facebook gefunden und sexistische Aussagen gemacht, wie es wohl werden würde wenn Sie bei uns ist. Solche Witze könne man ja machen weil im Moment eh keine Frauen im Büro sind.

    Ich habe es nicht mehr ausgehalten und gesagt: "Wow. Ich habe gar nicht gewusst wie viele notgeile Männer es hier in unserer Firma gibt. Sollten wir Sie nicht so behandeln, dass Sie sich wohl fühlt bei uns?"

    Bin ich hier wieder einmal zu weit gegangen? Auch werde ich nie in solche Gespräche einbezogen und fühle mich beim Thema Frauen als Außenseiter. Wie hättet ihr reagiert?
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    Hallo liebe Leute, heute gibt es "Forschung" zum Mitmachen!

    Ihr wisst ja wie so Diagnosekriterien in einem Diagnostik Manual für die Psyche betreffende Krankheiten für gewöhnlich dargestellt sind. Da gibt es eine kurze, oft auch stichwortartige Liste von insgesamt ca. 10 Sätzen, die das Symptombild umreißen sollen. Und das bezieht sich vorrangig auf das Verhalten, damit es wie ein psychisches Problem wirkt und da die Diagnostiker halt nur das Verhalten von außen betrachten und beurteilen können.

    Wahrscheinlich haben die meisten von euch schon dieses Teil bezogen auf Autismus gesehen und wie so viele seid ihr nicht so recht glücklich darüber, wie "ihr" darin dargestellt werdet.

    Daher nun mein Aufruf einen Gegenentwurf zu starten. Keine lange Abhandlung über Autismus, kein Fließtext, kein Versuch einer neuen Definition im eigentlichen Sinne sondern auf kurz und knackig getrimmt, so dass es praktisch in solch ein Diagnostik Manual wie ICD oder DSM passen würde, nur mit dem Unterschied, dass Autismus realistischer dargestellt wird und es dabei nicht wichtig ist, ob es ein Verhalten ist oder nicht und ob es von außen beobachtbar ist oder sich nur im Inneren abspielt.

    Natürlich werden wir nicht den neuen Text mit dem alten offiziell austauschen können aber es ist dennoch ein interessantes Projekt.

    DIe "Spielregeln" sind wie folgt:

    1. Du darfst die "Symptome" (Merkmale) in verschiedene Kategorien unterteilen, musst es aber nicht.

    2. Du darfst festlegen, welche auf jeden Fall vorhanden sein müssen, aus welcher Kategorie wie viele mindestens zutreffen müssen und welche optional sind.

    3. Du kannst auch häufige Komorbiditäten aufführen und dabei entscheiden, ob du diese als Teil des Autismus oder getrennt davon angibst.

    4. Insgesamt wie gesagt nicht zu viele Kriterien und nicht zu detailliert, damit es nicht zu viele werden und nicht zu viel Text. Und bitte kein nahtloser Übergang vom einen ins andere wie bei einem Fließtext.

    5. Du kannst dir natürlich gerne ein paar "echte" Diagnostikdinger anschauen, damit du eine Vorlage hast, anhand derer du es variiert nachbauen kannst.


    Ich weiß sich kurz zu fassen ist nicht gerade "unsere" Stärke aber bin dennoch gespannt auf eure Ideen! Man kann es vielleicht nicht ins ICD packen aber man kann es vielleicht anwenden für "Aufklärungsarbeit" über Autismus für Leute, die gerne was schriftlich übersichtlich sehen auf einen Blick (z. B. bei einer Powerpointpräsentation oder in einem Flyer oder so), damit man dann nicht immer das blöde ICD-Ding rausholen muss. Daher sollte was ihr hier schreibt bitte "free to share" sein und nicht auf Urheberrechte bestehen, Dann kann es verwenden wer immer es gerade möchte oder braucht.

    Ich habe das hier bewusst nicht in der Spielecke gepostet, da ich es durchaus ernst meine. Ich hätte es auch unter "Projekte" packen können, tue es aber hier hin, da hier wahrscheinlich mehr Leute hingucken und da es ja kein "richtiges" Projekt ist, an dem man länger arbeiten kann. Und für den Bereich Autismusforschung passte es auch nicht ganz, da es sich ja nicht um echte Forschungsarbeit handelt. Es geht mehr darum zu subsummieren, was man inzwischen tatsächlich über Autismus weiß, wenn auch teils nur halboffiziell (z. B. in Fachbüchern teils schon erwähnt aber halt nicht im ICD).
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    Hi,
    ich gehöre zu den Prosopagnostikern. Richte mich häufig nach einzelnen Details, um Menschen wiederzuerkennen.

    Heute ist mir aufgefallen, dasss ich es schwierig finde, immer das passende Smiley auszusuchen, wenn es nicht bestimmte Details gibt, die ich erlernt habe. Zum BSP soll eine Träne = traurig sein vermitteln. Selbst da sagt mein Kopf, dass es doch auch andere Gründe für Tränen gibt. *seufz* Aber ich kann gelber Kreis mit Träne als traurig "verstehen".

    Bei anderen muss ich hier im Board zum Beispiel draufscrollen, um den Text zu lesen.

    Gibt es außer mir jemanden, der Probleme hat, bei Smileys immer genau zu wissen, was sie aussagen sollen? Dem das erkennen schwer fällt? Oder habt ihr ähnliche Erlebnisse?
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    Hallo Leute,

    Mich würde mal eure Meinung zu einem Thema interessieren, das ich sehr spannend finde. Ich beschäftige mich sehr viel mit Persönlichkeitsentwicklung und die Themen, die mich momentan interessieren ist die Stimme und Charisma.

    Und zwar habe ich gelernt, dass Charisma eine Fremdwahrnehmung ist. Also vom Gegenüber wahrgenommen wird. Ich habe jetzt das Buch von Olivia Fox Cabane "The Charisma Myth" gelesen. Sie ist selbst Asperger Autistin und wirkt in Vorträgen aber sehr selbstbewusst und hat eine echt tolle Ausstrahlung.

    Es gehören nach ihr drei Dinge zum Charisma, die alle miteinander verwoben sind:

    • Präsenz: Die Fähigkeit im Moment zu sein und seinem Gegenüber das Gefühl zu geben, dass er der wichtigste Mensch in diesem Moment ist.
    • Wärme: Die Fähigkeit einfühlsam und empathisch auf sein Gegenüber einzugehen.
    • Macht: Die Fähigkeit Menschen zu zeigen, dass man fest im Leben steht und Ziele hat.
    Ich habe es wahrscheinlich noch nicht ganz verstanden, weil es ein komplexes Thema ist.

    Wie ist eure Meinung dazu? Denkt ihr dass Menschen im Autismus Spektrum Charisma entwickeln können?

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