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    Hallo liebe Forengemeinschaft,

    ich möchte mal wissen, wie ihr dazu steht und/oder wie ihr das handhabt. Es kommt bei uns regelmäßig vor, dass meine Frau - wenn Sie krank ist - von mir fordert mich um alles zu kümmern und auf der Arbeit frei zu machen. Entweder durch Urlaub, Überstunden oder "blau machen". Ich plädiere jedoch stets dafür, dass wir meine Eltern in so einem Fall "kommen lassen", damit diese sich um unseren Sohn kümmern und ich meinen Pflichten als Arbeitnehmer nachkommen kann. Mir einen Krankenschein zu holen, obwohl ich nicht krank bin, widerstrebt mir stets und Urlaubstage sind eben auch begrenzt. Das Argument meiner Frau ist dann immer, dass alle anderen Männer das aber so machen würden, blablabla. In dem Moment wo das Argument kommt, ist der Streit schon vorprogrammiert und ich denke mir dann immer häufiger "Dann mach doch Deinen Scheiß alleine!". Ich komme mittlerweile echt an einen Punkt wo ich mir denke, dass ich das notwendige Maß an Mitgefühl, was man vielleicht als Familienvater benötigt, auf Dauer wirklich nicht aufbringen kann. Die Erwartung ist aber eben auf der anderen Seite da und es gibt auch keine Bereitschaft diese herunterzuschrauben. Vergleichsobjekt ist immer die Gruppe "alle anderen Männer und Väter". Ich kann für mich schon sagen, dass immer wenn es Situationen gibt, wo man von mir erwartet, dass ich mich um andere kümmere, mein Motor augenblicklich heiß läuft. Das will ich irgendwie nicht und manchmal ist mir auch klar, dass das vermutlich nicht das ist, was meine Frau erwartet (oder was andere generell erwarten), aber es führt mir leider vor Augen, dass ich mich insbesondere gut um mich selber kümmern kann. Was sind denn da so Eure Erfahrungen mit derartigen Situationen?
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    Hallo zusammen,

    Was sind für euch die Kommunikationsprobleme, mit denen ihr am meisten Schwierigkeiten habt, oder euch am meisten nerven? Und wie kommt man da am besten raus?

    Ein Beispiel, was mich sehr nerven kann, ist, dass man eine Frage gestellt bekommt, die eine einfache Antwort mit sich bringt, z.B. ja oder nein. Man beantwortet die Frage, und der andere stellt sie erneut, weil es nicht die Antwort war, mit der er gerechnet hatte oder er es gut meint, und denkt man gibt aus Höflichkeit eine andere Antwort ab. Das kann sich dann mehrmals wiederholen. Vorallem bei der Frage, ob alles in Ordnung ist, kommt dann noch dazu, dass man irgendwann genervt von der Schleife ist, man einem das ansieht, was dem anderen denken lässt, es ist was nicht in Ordnung. (Zusatzfrage, gibt es eigentlich einen Namen für das Phänomen?)

    Zweites Beispiel, dass meines Erachtens häufig beim Telefonieren auftritt ist, man wird angerufen, weil der Andere ein Problem hat, der Gesprächspartner kommt aber zunächst nicht zum Punkt (Er redet “um den heißen Brei herum”. Hat man dann endlich verstanden, wo genau das Problem liegt, denn manchmal muss man ja auch die Details wissen, entwickelt sich ein Gespräch, kann aber u.U. nur mutmaßen, falsche Annahmen des anderen machen es unnötig komplizierter, man kann nur sagen, ich muss in Ruhe überlegen. Und überhaupt ist das Gespräch sehr aufgeblasen.
    Jetzt kommts, irgendwann merkt man, dass alles gesagt ist, irgendwie wird aber alles nochmal wiederholt, das Gespräch dreht sich also im Kreis, Dauerschleife. Auch der Versuch, das Gespräch zu beenden, in dem man sagt, ich glaub es ist alles gesagt, bringt nix, weil der andere immer weiterlabert. Man will ja aber auch nicht beleidigend werden, oder einfach auflegen, ohne sich verabschiedet zu haben, bis es dann doch das letzte Mittel ist.


    Fällt euch noch mehr ein?
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    Als ich an einem Bahnhof war, wollte ich mein Handy aufladen. Nach langem suche endlich eine Steckdose gefunden. Ein Mitarbeiter kam und meinte das ginge nicht, denn die Voltzahl sei so hoch, dass sie nur für deren Staubsauger benutzt werden kann. Ich bin dann weggegangen, weil ich mir überlegt hatte wo ich denn jetzt mein Telefon aufladen könne.
    Der Mitarbeiter rief mir hinterher "und jetzt ist sie auch noch beleidigt" genau dieser Satz hat ein Gefühl bei mir ausgelöst, ich weiss nicht was genau, ich war auf einmal gereizt durch diesen Satz. Ich habe nicht reagiert.
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    Hallo,

    beim letzten Termin in der Autismusambulanz hatte ich konkrete Fragen vorbereitet.
    Das Gespräch entwickelte sich aber anders, so dass ich nicht mehr vorbereitet war, was dann bei mir eine Art Problem-Knoten in meinen Gedanken erzeugt, der sich in real time schwer abwickeln lässt.

    Als ich versuchte zu erklären, was ich meinte, sagte die Psychologin dort, ob ich nicht jemanden hätte, der mich begleiten kann.
    Es fiele ihr gerade schwer, aus meinen Fragen und Themen herauszufinden, was ich meine, und sie wüsste anhand meines Ausdrucks auch nicht, was jetzt eigentlich wichtig sei und was nicht.

    Ich sagte, ich habe aber keinen, der mitkommen kann (vielleicht käme ein Ehepartner tagsüber zu einem Arzttermin mit, aber sonst??).

    Da sagte sie, "Menschen aus dem Betreuten Wohnen, die bringen auch jemanden mit", und ich sollte mal bei Anbietern von betreutem Wohnen fragen, das hätte mit Teilhabe zu tun.
    "Dann kann jemand, der Sie besser kennt, das Gespräch bei Bedarf unterstützen und klären, z.B. beim Arzt oder bei Behörden".

    Also, weil sie ein Problem hat, mich zu verstehen, brauche ich Hilfe aus dem betreuten Wohnen?!


    Wenn ich nicht in der Lage wäre, Arzttermine selbständig wahrzunehmen, hätte ich ja gar nicht dort gesessen.

    Ich bin nicht dumm oder unorganisiert, ich neige nur zu spontaner Gedankenverknotung, wenn ich mit der Kommunikation überfordert bin.


    Mit "Arzt und Behörden" habe ich allerdings einzelne blöde Erlebnisse gehabt.


    Dass ich, als es mir körperlich extrem schlecht ging, um einen früheren Termin in einer Klinik gebeten habe - ich habe gesagt, dass es mir sehr schlecht geht - und bekam die Antwort, dass es allen, die dort in Behandlung sind, sehr schlecht geht. Das fand ich logisch, habe OK gesagt und weiter auf den Termin gewartet.
    Bei dem Termin wurde mir dann vorgeworfen, ich hätte viel früher kommen müssen und betonen müssen, wie schlecht es mir geht.

    Beim IFD war es ähnlich, dass ich dort immer nachgefragt habe, der Berater hat gesagt, er hat noch nichts herausgefunden, oder er wartet noch auf Infos, oder er meldet sich, und das ging über 1 1/2 Jahre.

    Ich würde das so interpretieren, dass ich da vielleicht zu naiv bin.
    Dass, wenn jemand mir sagt, die Sache ist so, ich das als Tatsache akzeptiere.

    Nun hat die Psychologin mich verunsichert, dass ich, trotz Beruf und allem, für "andere" (also sie) (wieder mal) doch irgendwie dumm bin.

    Also: Kennt jemand von Euch solche "Begleiter", und was tun die, und für wen genau sind die?!?

    Wäre das z.B. jemand, den ich bei Bedarf anrufe, wenn ich mit dem IFD Schwierigkeiten habe, oder wenn ich nun eben weiß, diese Dame in der Autismusambulanz ver-kommuniziert mich?
    So eine Art ... Begleitservice ... :fun: ?
    Nur nochmal zur Klarstellung: ich wohne selbständig, ich habe Arbeit auf dem 1. Arbeitsmarkt; ich habe mit betreutem Wohnen nix zu tun.

    Kann jemand mir erklären, was sie meint, für wen oder welche Situationen das gedacht ist, und was mir das bringen sollte? Danke!
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    Hallo,
    ein Thema, wo ich noch keinen Thread gefunden habe, es aber unbedingt ansprechen möchte, ist das Studium.

    gibt es hier einige, die sich noch im Studium befinden? Was studiert ihr? Wie habt ihr es mit den ganzen Ablenkungen geschafft? (Lärm, Geredet, Einladungen zu Parties usw.)
    Wie organisiert ihr euer Studium, gerade jetzt in der Coronazeit?

    Wie wichtig ist euch euer Studium und wie setzt ihr Prioritäten um dieses erfolgreich beenden zu können?
    Werdet ihr es in der Regelstudienzeit schaffen können?

    Was für Schwierigkeiten treten im Studium für euch auf und was gibt es da für Lösungsansätze oder Fragen dazu?

    Ich würde gerne mit Leuten in Kontakt treten kann, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

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