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    Hallo zusammen,


    ich wollte Fragen wie ihr so damit zurecht kommt, wenn ihr in Geschäften seit. Sei es für Klamotten, Lebensmittel, andere Waren und Güter, vllt sogar Kaufhäuser.

    Wenn ich mich in Geschäften befinde, wird mir relativ schnell schwindelig und schlecht. Dann muss ich ganz schnell dort raus. Ich kriege wirklich innerliche Zustände wenn ich dort drinne bin.
    Belächelt wurde das immer mit: sie mag kein shopping oder sie weiß halt schneller was sie will.
    Ich habe mir meist das Erstbeste gegriffen was irgendwie okay war und bin dann aus sowas schnell geflohen.
    Also eine gute Shoppingpartnerin bin ich nicht.

    Wie geht es euch in solchen Momenten?


    LG Emma
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    Hallo zusammen,
    auf die Gefahr hin, dass es schon passendere Threads mit diesem Thema gibt (dann gerne darauf aufmerksam machen), möchte ich heute beschreiben, wie es mir in meiner derzeitigen Arbeitssituation geht und bin dankbar für eure Erfahrungen gegebenenfalls mit Tipps oder einfach eure Gedanken hierzu:

    derzeit arbeite ich im schulischen Kontext in einem sozialen Projekt, habe aber auch Bürozeiten für Dokumentation, Organisation, E-Mail-Verkehr, Teamsitzungen etc.
    Das Büro teile ich mit zwei NT-Kolleginnen, die seit kurzem auch über meine Asperger-Diagnose Bescheid wissen und erfreulich offen und interessiert darauf reagiert haben.
    Mit beiden verstehe ich mich an sich gut, man kann auch gelegentlich einige persönliche Worte wechseln, ohne dass mich das zu sehr stresst oder überfordert, wenngleich ich dafür ein gutes halbes Jahr gebraucht habe.
    Die beiden Kolleginnen sind gemeinsam in einem anderen Projekt tätig, in dem sowohl aufsuchende Arbeit, als auch Termine mit Klienten in unserem gemeinsamen Büro anfallen. Außerdem werden die meisten Sachverhalte, die Klienten betreffend, telefonisch mit verschiedenen Behörden geklärt.

    Was für mich hierbei sehr schwierig ist:
    In der Vergangenheit, wie auch heute, erscheinen Klienten teilweise mit ihren kleinen Kindern im Büro. Heute war es besonders heftig, da das mitgebrachte Kleinkind völlig ungehindert von der Mutter im Büro hin-und herrannte, laut quietschte und schrie und den Bürostuhl der anderen im Urlaub befindlichen Kollegin durch den Raum schob.
    Weil ich einige Unterlagen kopieren musste, war ich bereits beim Eintreffen der beiden im Nebenbüro am Kopierer. Trotzdem geriet ich durch den anhaltenden Lärm, das Nichteingreifen der Mutter und die Unruhe in Stress und habe dann einfach so lange abgewartet wieder in unser Büro zurückzukehren, bis die Klientin mit ihrem Kind gegangen war. Meiner Kollegin ist nicht entgangen, dass ich äußerst gestresst war, ich verlor auch ein zwei Sätze darüber. Sie schien aber im Gegensatz zu mir nicht annähernd so gestresst zu sein und wirkte auch irgendwie ein wenig belustigt über meine Reaktion.

    Direkt im Anschluss musste meine Kollegin wieder viele Telefonate mit Behörden erledigen, natürlich ist da grundsätzlich keine gute Erreichbarkeit gegeben, was bedeutet, dass sie teilweise minutenlang in Warteschleifen hängt und sich von Bot-Ansage zu Bot-Ansage durchwählen muss. Damit sie währenddessen die Hände frei hat, stellt sie ( und auch die andere Kollegin) bei solchen Telefonaten auf Lautsprecher. Das heißt, es erklingen diverse nervtötende Jingles, Bot-Ansagen etc. in unangenehmer Frequenz.
    Trotz meiner In-Ear Stöpsel, die den Lärm etwas filtern, fühle ich mich oftmals davon gestört, ebenso von lauten Gesprächen und Telefonaten. Beide Kolleginnen haben zusätzlich zu ihren Festnetz-Diensttelefonen, Diensthandys und Privathandys auf laut gestellt, das heißt, irgendetwas piepst oder klingelt eigentlich immer. Auch Sprachnachrichten von Klienten werden laut abgespielt.
    Einerseits irritiert mich das aus datenschutzrechtlichen Überlegungen und andererseits ärgert mich diese Rücksichtslosigkeit permanent so laut zu sein.
    Vielleicht bin ich da auch anders aufgewachsen ( Rücksichtnahme auf andere, leise sein etc.) und natürlich kommt da ganz klar meine Reizfilterschwäche zum Tragen. Dennoch würden mich dahingehend eure Einschätzungen und Gedanken interessieren.
    Es ist vorgekommen, dass ich mich dann kurzzeitig auf den Flur, auf die Toilette oder in die Teeküche zurückgezogen habe, um kurz runterzufahren und natürlich der Lärmquelle zu entfliehen. Leider gelingt mir das "Runterfahren" meist nicht. Oft bin ich einfach auch wütend, dass soviele Menschen offensichtlich völlig rücksichtslos agieren und keinerlei Feingefühl dafür zu haben scheinen, dass man auf der Arbeit grundsätzlich ja Konzentration für die Aufgaben aufbringen muss und es dementsprechend einigermaßen ruhig dafür sein sollte. Ich denke, darauf können sich doch bestimmt die meisten Menschen einigen? Leider bin ich grundsätzlich sehr schlecht darin, andere um etwas zu bitten oder jetzt, nachdem ich mich überwunden habe und beiden von meiner Diagnose und Besonderheiten (z.B. empfindliches Gehör, mein einziger Krankheitstag bisher war einem erneuten Hörsturz geschuldet, wovon beide auch wussten) berichtet habe, nochmal herzugehen und um etwas Mäßigung des Lärmpegels im Büro zu bitten.
    Kann das jemand von euch verstehen? Kennt ihr ähnliche Situationen? Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Was lösen solche Situationen in euch aus? Fühlt ihr auch gelegentlich Wut über Rücksichtslosigkeit?
    Was kann man tun?
    Klientenbesuche finden natürlich immer statt, das lässt sich nicht vermeiden, auch dass es Menschen gibt, die ihre Kinder in jedweder Situation "toben lassen". Aber diese Lautsprecher-Telefonate "stehen vielleicht auf einem anderen Blatt", das könnte man ja doch anders lösen, oder? Auch hier die Fragen: kennt jemand solche Situationen, wie geht es euch dabei? Wie entzieht ihr euch oder sprecht ihr Personen auf solche Störungen an?
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    Weil ich selbst gerne schreibe, habe ich mir die Frage gestellt, inwiefern sich in meinen Geschichten/ Schreibversuchen schädliche Vorurteile über Autismus und auch andere Minderheiten wiederfinden, natürlich ungewollt, aber nichts desto trotz. Man kann natürlich nie alle Menschen zufrieden stellen und es wird immer Personen geben, die sich falsch dargestellt finden, mir geht es eher darum, grobe Fehler zu vermeiden und verschiedenen Meinungen zu hören bzw. zu lesen.

    Deswegen: welche Darstellungen/ Vorurteile in Medien findet ihr ärgerlich bis schädlich und wie würdet ihr euch wünschen, dass Menschen im Spektrum abgebildet werden? Gerne mit positiven Beispielen aus Büchern und Filmen (bezogen auf den fiktiven und nicht auf den dokumentarischen Bereich).
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    Spezielle Bewußtseinszustände
    ich würde gerne wissen, ob ihr auch die weiter unten beschriebenen Bewustseinszustände kennt bzw. ob sie etwas mit Autismus zu tun haben. Möglicherweise kennt ihr auch wissenschaftliche publikationen zu den Themen:
    Meditativer Zustand
    Mir fällt es etwas schwer den besagten Bewußtseinszustan genau zu beschreiben. Er trat insbesondere in Zusammenhang mit anstrengen sozialen Situationen auf. Dies war insbesondere während meiner Schulzeit der Fall. Wenn ich nur mit starker Anstrengung konzentriert dem Unterricht folgen konnte, driftete ich oft zu einem bestimmten Zeitpunkt weg - diesbezüglich vielleicht mit Sekundenschlaf vergleichbar. Ich war zwar noch körperlich anwesend, jedoch habe ich von meiner Umgebung nichts mehr mitbekommen. Ich hatte auch keine konkreten Gedanken - in gewisser Weise also eine Art meditativer Bewußtseinszutand. Als mir dies bewußt wurde, konnte ich wieder in meinen "normalen" Bewußseinszustand wechseln und dem Unterricht wieder folgen.

    Unfähigkeit Gedanken zu äußern
    In gewissen Situationen bin ich nicht in der lage meine Gedanken zu äußen. Die ist der fall obwohl ich nicht durch stress, Overload oder anderer Störfaktoren beeinträchtigt werde. Dieser zustand hält immer nur sehr kurz an, ist aber sehr störend und irritieren, da ich zu diesem Zeitpunkt zwar alles Mitbekomme, aber nicht intervenieren kann. Als etwas unpassender Vergleich fällt mir diesbezüglich nur ein Wachkomaartiger Zustand ein. Auch dort kann man allen Geschehnissen der Umgebung folgen und eigenen Gedanken nachgehen, ohne jedoch reagieren zu können.
    Neben Autismus könnte dies auch mit der Tatsache zu tun haben, dass ich ursprünglich Linkshänder bin und in meiner frühen Kindheit "umgeschult" wurde. Obwohl ich nun Rechtshänder bin, weist mein Gehirn ja weiterhin die Organisationstruktur für Linkshändigkeit auf.
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    Hallo zusammen,

    Ich schreibe euch hier, weil ich irgendwie nicht ganz die typische Asperger Autistin bin, oder die klassische Hochsensible.

    Irgendwie fühle ich mich wie eine Mischform aus beiden.

    Um dies zu erläutern muss ich ein wenig ausholen:

    Im Kindergarten bin ich z.B. aufgefallen, da ich nicht mir anderen Kindern gespielt habe, an keinem Gruppenaktivitäten teilgenommen habe, geschweige denn reagiert wenn man mich namentlich angesprochen hat.
    Jedoch wollte ich eigentlich in Bindung treten, doch wusste ich nicht recht, wie ich in sozialen Situationen reagieren bzw. agieren sollte. Ich habe anderen Monologe gehalten, über das was mich interessiert hat. Das fanden andere Kinder natürlich potenzielle eher unspannend.

    Ich bin ein sehr Feinfühliger und sensibler Mensch, spüre sofort wenn etwas nicht stimmt, jemand z.B. eine Abneigung mir gegenüber hat, oder andere Emotionen verspürt. Ich spüre es nach, als wären es meine eigenen Emotionen. Ich habe keine Probleme damit Emotionen in anderen Gesichtern zu erkennen.
    Und doch, nehme ich Aussagen wörtlich und es fällt mir schwer Ironie/ Sarkasmus und andere Doppeldeutigkeiten zu verstehen. Ich wurde damit schon sehr oft in meinem Leben verarscht.

    Meine eigenen Emotionen äußern sich sehr deutlich und überschwänglich, bei Freude quietsche ich, springe gerne und wedel auch mit den Händen ab und zu. Andere Emotionen wie Trauer und Wut kommen auch schwallartig und ich hatte schon richtige Ausbrüche in meinem Leben.

    In meinen Grundschulzeugnissen steht, dass ich zwar an anderen Kindern interessiert war, jedoch die Regeln des sozialen Miteinander nicht verstanden oder richtig wahrgenommen hatte.
    Ich habe früh sehr viel beobachtet und so konnte ich mir auch Verhaltensweisen aneignen, die mich sehr weitergebracht haben. Ich bin unsichtbar in der Grundschule mitgelaufen und habe auch eine sehr gute Freundin dort kennengelernt, die ebenfalls anders war.

    In der weiterführenden Schule ändert sich jedoch vieles. Als die Mitschüler begannen beziehungen einzugehen, sich umarmten und küssten, da habe ich mich rausgezogen. Ich habe das nicht nachvollziehen können. Es hat mich geekelt. Ich war kein Fan von Körperkontakt.
    Ich wurde zum Mobbingopfer. Dabei wollte ich in Bindung treten und ein paar wenige Freunde haben, die ich in der Zeit alle verloren hatte.

    Ich habe Ticks, die mir helfen mit den vielen Reizen und Eindrücken um mich herum unzugehen. Ich habe meist Kopfhörer auf, um die vielen störenden Geräusche auszublenden und ziehe mich aus sozialen Situationen immer wieder zurück, um in einem Raum für mich alleine zu tanzen. Wenn ich trinke, dann schlucke ich im Takt und knete dabei den Deckel wie einen Antistressball.

    Wenn bei einer Klausur irgendwo ein kleines Geräusch zu hören war, schnellte mein Kopf gleich hoch, während die anderen unbeeindruckt weitergeschrieben haben.

    Tatsächlich habe ich nach der weiterführenden Schule gemerkt und durch neue, gute Freunde beigebracht bekommen, wie schön es sein kann jemanden zu umarmen, den man wirklich gerne hat.
    Ich komme klar, spiele Klavier, komponiere eigene Musik und kann meine Gefühle dort am besten vermitteln. Ebenso in meinen Kunstwerken, Poesie und kreatives schreiben. Ich interessiere mich für allerlei Dinge und mir fällt es nicht schwer neue Sachen zu lernen.
    Oft wurde ich als fanatisch oder exzentrisch bezeichnet, denn wenn ich Interesse an etwas gefasst habe, dann habe ich alles exzessiv eingesaugt. Dann wusste ich in kürzester Zeit was ich wissen oder können wollte und war zufrieden. Doch einiges mache ich wirklich seit Jahren, wie meine Musik, Kunst etc.

    Meine Familie mütterlicherseits ist auffällig was Asperger, generell das Autismusspektrum, angeht, jedoch auch für eine hohe Sensibilität teilweise. Wenn ich verschiedene Familienmitglieder anschaue, ist mein Onkel atypischer Autist, mein großer Bruder als Asperger Autist mit ADS, meine Mutter ebenso Aspi mit ADS und ich? Ich steche mit meiner extremen Feinfühligkeit und Hochsensibilität dabei irgendwie heraus. In Familienrunden bin ich diejenige, die eingreift wenn mein Bruder nicht realisiert hat, das er mit seiner Aussagen jemanden verletzt hat. Mein Bruder kann nämlich nicht nachempfinden, was andere Menschen fühlen.

    Genetik ist super interessant, mein Opa war Hochsensibel und hatte wie ich auch das absolute Gehör und war sehr musikalisch.

    Irgendwie sehe ich mich als eine Art Mischtyp, zumindest habe ich von beiden Seiten Eigenschaften, oder ich bin Hochsensibel mit autistischen Zügen, ich weiß es nicht.
    Mein IQ ist gemessen und überdurchschnittlich.

    Ich komme mitlerweile sehr gut klar, ich habe die regeln des sozialen Miteinander fast perfektioniert und so empathisch wie ich bin, glaubt mir keiner was es für ein steiniger Weg war, dass es heute so ist wie es ist.
    Ich reflektiere jedoch ständig, weil irgendwo ist eben nicht dieses intuitive, was Normalos im sozialen Miteinander haben, dass sie einfach wissen wie es besser funktioniert und ich mich immernoch dabei ertappe, wie ich über gesagtes und Handlungen intensiv nachdenke und reflektiere.
    Was auch wieder paradox ist, weil Gefühle wahrnehmen stellt mich vor keine Herausforderung.

    Ich habe ein paar Freunde, bzw. enge Bezugspersonen für mich gefunden, die mir unheimlich viel bedeuten.

    Was meint ihr dazu?
    oder zu dem Gedanken das ich ein wenig gemixt sein könnte?
    Oder ob Aspis durchaus auch so feinfühlig sein können? (gegen das Klischee des unempathischen Autisten, was ich so nicht unterschreiben wollen würde)
    oder ich eher Hochsensibel mit Autistischen Zügen bin?

    In ein echtes Diagnostikverfahren mag ich mich nicht mehr begeben, ich habe da eine Geschichte hinter mir, die nicht schön war und in sowas kriegen mich keine zehn Pferde mehr.

    LG Emma

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    Bei mir stand, soweit ich mich erinnere, gar kein Text im Zeugnis. Oder höchstens sowas Standardmäßiges und nichts, was auf meine Probleme abzielte. Dafür wurde mir aber umso häufiger mündlich von der Lehrerin mitgeteilt, dass etwas mit mir nicht…
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    @Nervenbündel Genau aus dem Grund wie Du beschrieben hast. - erst ist es ADHS , dann vielleicht doch nur eine beiläufige Störung und das Hauptproblem ist dann aber doch AS ???? :m(: Die ' Forschungshäuptlinge ' haben da was als Richtlinien in die Welt…