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    Diese Frage beschäftigt mich schon eine Weile: ab wann spricht man von einem Spezialinteresse? Ab wann ist es nicht mehr "nur" ein Hobby? Muss es so obsessiv sein, dass es die Lebensqualität einschränkt und den gesamten Alltag bestimmt? Ist es etwas, mit dem man sich jeden einzelnen Tag beschäftigt oder beschäftigen will?

    Neurotypische Menschen können doch auch leidenschaftliche Interessen haben. Mein Spezialinteresse sind beispielsweise Vögel, daher bin ich auf facebook Mitglied in einigen Gruppen, in denen es um Vögel geht. In manchen um Sittiche (Haustiere), in anderen um Tauben, in anderen geht es darum, kranken und verletzen Wildvögeln zu helfen, sie richtig zuzuordnen und das Verhalten zu verstehen. Dadurch kann ich jeden Tag ohne zu suchen hübsche Bilder sehen und Informationen lesen.. aber viele der Mitglieder sind genauso vernarrt wie ich, viele kennen sich auch viel besser aus, da bin ich fast etwas neidisch. Auffallen tu ich da jedenfalls nicht. Aber Leute, die sich dafür nicht interessieren, sehen es anders, sie sind erstaunt über mein eigentlich gar nicht so großes Wisse und finden es lustig, dass ich Vögel so gerne mag. Dabei habe ich auch selbst welche und finde, ich sollte auch deswegen so viel wie möglich wissen, um ihnen ein gutes Leben zu ermöglichen. Gut, es geht darüber hinaus, aber.. ich mag sie eben alle, nicht nur potenzielle Haustiere.

    Ich möchte mein Wissen unbedingt erweitern, ich habe auch Bücher, nur bin ich zur Zeit so unglaublich lesefaul.. Aber am liebsten möchte ich alles wissen, was es zu diesem Thema gibt. Ein Genie bin ich dennoch nicht, also, nicht inselbegabt und ich kann mir auch nicht sofort alles merken.

    Ist das ein Spezialinteresse oder einfach nur ein starkes Interesse?
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    Meine Tochter 12 Jahre wird Autismus bzw. Asperger vermutet, das Erstgespräch für die Diagnostik haben wir in 3 Wochen.
    Ich versuche gerade etwas mehr über die Gefühlswelt meiner Tochter zu erfahren.

    Ich beachte bei ihr immer eine Art von Abwesenheit, das schon seitdem sie ein Baby ist.
    Ich erinnere mich das wir mit ihr Stundenlang im Restaurant sitzen konnten und sie als 7 Monate altes Baby stundenlang in ihrem Kinderwagen ohne einen Mucks zu geben mit uns dort saß. Wenn sie nach ihr schaute konnte ich sehen wie sie Löcher in die Luft starte(RW) sie wirkte damals schon leicht abwesend. Auch als Kleinkind ist dieser Zustand geblieben, wenn wir draußen unterwegs waren und heute noch der fall, dann läuft sie hüpfend durch die Gegend aber wirkt total abwesend und sehr nachdenklich, in dem Moment reagiert sie auch nur sehr verzögert wenn man sie anspricht. Auch in der Schule im Unterricht beklagte der Lehrer das sie sehr abwesend wirkt und manchmal einfach auf Stand by schaltet.

    Jetzt hat sie sich mir geöffnet und erzählte mir von einer Parallelwelt, sie nennt es ihre eigen Welt die sie, wie sie sagt schon vor der Geburt gehabt hätte.
    Dort hätte sie auch einen besten Freund, sie würde da ganz anders aussehen. Sie würde dort vieles Erleben was sie in Büchern gelesen hat und manchmal selbst eine Story erfinden und diese genauso erleben wie sie es sich vorstellt. Sie wäre dort sehr glücklich, würde Freude verspüren und würde am liebsten denn ganzen Tag da verbringen. Sie meinte das sie regelrecht Freude verspürt wenn sie eine Story in ihrer Phantasiewelt erleben würde...Sie kann aber sehr wohl zwischen "ihrer Welt" und der Realen Welt unterscheiden. Sie wüsste auch ganz genau das sie nicht immer da bleiben könnte aber sie findet die "Reale Alt so schlimm" deswegen würde sie immer wieder in ihre eigene Welt flüchten. Sie will lieber in ihrer Welt Zeit verbringen als mit ihrem Mitmenschen.

    Jetzt habe ich in einem Forum von SPS Leuten gelesen das sie auch solche Tagträume hätten und das sehr oft zu jeder Tageszeit und überall.
    Die Schilderungen klangen sehr identisch mit denen meiner Tochter. Haben Autisten das auch oder ist es eher etwas SPS spezifisches?

    Kann es auch sein das sie in ihre "eigene Welt" flüchtet aufgrund von Reizüberflutung, quasi als Selbstschutz? Sie blendet alles aus, meistens bekommt sie ihr Umfeld in der Phase nicht mit. Wie oft ich sie immer ermahnen muss auf der Straße sich auf die Straße zu konzentrieren. Sie erinnert sich meist noch nicht mal mehr an den Weg weil sie so im Gedanken versunken war. Es gibt ja die Situation das Autistische Kinder sich oft unter dem Tisch verstecken, kann es sein das sie anders damit umgeht und in stressigen Situationen einfach abschaltet und in ihre Welt abtaucht anstatt sich unter dem Tisch zu verstecken?

    Der Lehrer berichtet mir das sie sehr oft im stand by Modus ist, er meinte das ist mehr als nur verträumt sein, sie wäre quasi schon richtig abwesend und würde kaum mehr auf zurufe reagieren und wenn sie dann zurück ist weiß sie gar nicht mehr was die anderen um sie herum machen würden als wäre sie nicht im Klassenraum gewesen. Sie erzählte mir das sie sich wirklich versucht auf den Unterricht zu konzentrieren aber ihre Welt würde sie zwingen abzutauchen und so würde sie einfach nur körperlich im Klassenraum sitzen und im Geiste längst in ihrer Welt sein.

    Habt ihr auch so extreme Tagträume? Also vielleicht um Reizüberflutungen auszuschalten? Wäre das möglich? Das macht sie wirklich schon seitdem sie ein Baby ist einfach mal abtauchen und sehr verzögert reagieren und nicht mehr genau wissen was gerade um einen herum passiert.

    Sehr oft zeichnet sie mit den Händen Buchstaben in die Luft wenn wir unterwegs sind oder wenn ich mit ihr spreche da wirkt sie zwar auch nachdenklich aber ist noch ansprechbar bzw. ansprechbarer als wie wenn sie das nicht macht.
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    Ich wollte euch mal fragen welche Erfahrungen ihr mit MoveAUT gemacht habt, weil dies auch eine Organisation vom Verein Autismus Köln/Bonn für Menschen mit Autismus ist. Frage deshalb weil ich nach einer Alternative
    für die Gute Hand suchen möchte falls es dort nicht klappen sollte.

    Also wenn jemand von euch in einer Einrichtung dieser Organisation lebt dann soll er sich bitte bei mir melden. Gerne auch per PN.
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    Ich kriege immer wieder diese "Depression Attacks". Manchmal dauern sie nur wenige Stunden, manchmal auch länger. Anders als bei Depressionen beschrieben, kommen sie nicht morgens, sondern tagsüber. Morgens ist noch alles gut, mittags wird es schwieriger, abends bin ich durch.
    Es ist so, als wäre meine Stimmung einer Leiter, morgens oben, abends im Keller.

    Ich habe dabei keine Gedanken, wie: "Ich kann nichts. Ich bin nichts wert."
    Ich fühle mich einfach traurig und nicht verbunden mit dieser Welt. Im Sommer ist es viel schlimmer, als im Winter.

    Ich schlage mich schon seit meiner Teenager Zeit mit Depressionen herum, wie vermutlich viele hier. Ich hatte es selbst lange nicht klar, dass das Depressionen sind. Ich kannte immer die Lehrbuch Definition davon, und die passte nicht.

    Ich funktioniere trotzdem. Ich liege nicht den ganzen Tag im Bett. Ich kriege mein Leben auf die Reihe. Ich treffe mich mit Leuten bzw. (und) ich gehe dahin, wo Menschen sind.
    Ich kann mich auf das konzentrieren, was mich interessiert- aber auf nichts sonst, noch schwerer als in guten Phasen. Meine Exekutive Dysfunktion wird viel schlimmer mit Depris. Dieses Problem macht mir dann am meisten zu schaffen. Handlungsplanung- und Steuerung: Totalausfall.

    Ich habe keinen äußeren Grund dafür, depressiv zu sein. Ich habe den Verdacht, es ist eine totale Reizüberladung. Ein 24/7 Overload. Drum wird es auch im Sommer schlimmer.

    Länger hell, sehr schwierig für jemanden, die eine Frühschläferin ist. Viel schlimmer schlaflos als sonst. Länger laut, weil die Menschen lange draußen sind. Überhaupt findet vieles draußen statt. Das bedeutet auch, ich muss anderen zusehen, wie sie sich verbinden können und spüre dadurch deutlicher, dass ich eine Fremde bin unter all denen. Es ist mal heiß und dann wieder kühl, oft innerhalb von Stunden.

    Kennt ihr das?
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    Mich plagt momentan die Langeweile. Im Garten ist nicht viel zu tun, auf Internet hab ich auch nicht dauernd Bock und in der Glotze läuft sowieso nichts. Ich bin jetzt auf der Suche nach 'ner sinnvollen Beschäftigung. Die Beschäftigung sollte allerdings ein paar Kriterien erfüllen:
    • Man kann sie zuhause machen; muss also nirgends hinfahren
    • Sie sollte nicht so viel kosten (als EM-Rentner ist das Geld ja knapp)
    • Man braucht dazu keinen PC (den hab ich nämlich nicht)
    • Es wär schön, wenn's was ist, was man mit den Händen machen kann; also eher was praktisches
    Habt ihr vielleicht ein paar Ideen für mich? Welche Beschäftigungen machen euch Spass und vertreiben bei euch die Langeweile?

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