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    Hallo,

    diesmal geht es um einen Bekannten (ebenfalls Autist) aus der Autismus-(Angehörigen-)Selbsthilfegruppe. Der hat dieselben Probleme mit Berührungsempfindlichkeit bezüglich 3G-Regel wie der Sohn meiner Freundin.

    Ab dem nächsten Semester gilt ja bei Präsenzveranstaltungen die 3G-Regelung. Und bei ihm findet bis auf 1 Kurs alles wieder in Präsenz statt (er studiert Geographie und Archäologie im 2 Fach-Bachelor). Und würde ins 5. Semester kommen.


    - Berührung im Gesicht keinesfalls möglich (Spucktest klappt wegen Mundtrockenheit nicht)
    - Impfung am Arm möglich, wenn keiner (also weder Arzt noch er) einer Maske tragen würde (bislang hat sich kein Arzt dazu bereits erklärt).

    Beides wurde bereits schriftlich vom Psychiatern bestätigt. Doch sowohl von Uni als auch Gesundheitsamt kam dann als Antwort, dass psychische Gründe keine medizinische Gründe seien, um eine Ausnahmeregelung zu ermöglichen. Digitale Möglichkeiten seien nicht vorgesehen.

    BAFÖG-Amt hat angekündigt, die Finanzierung einzustellen. "Nach den vorliegenden Informationen ist es Ihnen nicht möglich, die Veranstaltungen des 5. Semesters zu besuchen. Daher stellen wir zum Oktober die Förderung ein. [...] Sollte Ihnen ein Besuch nachgewiesen wieder möglich sein, so kann die Finanzierung bei entsprechenden Nachweisen wieder aufgenommen werden."

    Der Antrag bei Jobcenter und Sozialamt wurde hier ebenfalls abgelehnt (Optionskommune). Die schreiben mehr oder weniger das gegensätzliche von Gesundheitsamt und Uni! Aus Sicht des Jobcenters. Das schreibt, dass gemäß Grundgesetz niemand aufgrund Beteiligung ausgeschlossen werden darf und wenn 3G-Regelung nicht möglich sein, wäre das ein Grund für eine Ausnahme. Dann gab es dort noch Tipps: Uni könnte ja ihn digital zuschalten lassen, etc. (was aber von Uni schon ausgeschlossen wurde).


    Es wurde bereits Widerspruch eingelegt bei allen Stellen, aber auch abgelehnt und auch oberes genannt. Widerspruchsfris (bzw. Frist für Klage) ist bereits vorbei.

    Muss er wirklich 1 Jahr warten, bis er wieder studieren darf (falls dann kein 3G mehr gilt)? Die Kurse werden nur 1x im Jahr angeboten und die Kurse im 5. Semester sind Voraussetzungen für die Kurse im 6. Semester.
    (Er müsste sich exmatrikulieren, um ALG2 zu erhalten. Das will ernicht, da das fürs Studium nachteilig wäre wegen geänderter Prüfungsordnung müsste er dann wohl wieder im 3. Semester anfangen, da in der neuen Prüfungsordnung eine 5/Nicht-Bestanden-Leistung nicht mehr ausgeglichen werden kann mit einer Gegenleistung innerhalb eines Moduls. Er hatte aber ein paar 5er, die er ausgleichen konnte. Wenn er sich nicht exmatrikuliert, hätte er noch bis 2025/26 Zeit, das Studium mit der alten Prüfungsordnung zu beenden.)


    Was soll er bzw. seine Familie machen? Wie soll er dann seine Miete bezahlen? Er hat eine eigene Wohnung in der Uni-Stadt. Seine Familie kann ihm nichts leihen, da die auch ALG2 beziehen.
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    Hallo zusammen,
    ich möchte gern von dem Ablauf der Diagnose berichten und Eure Erfahrungen oder Meinungen dazu erfahren.
    Ich war wegen des Verdachts auf Asperger Syndrom dort.
    Mein erster Termin dauerte 50 Minuten und bestand aus einer Befragung, überwiegend zu Verhaltensweisen in der Kindheit.
    Mein zweiter Termin dauerte ebenfalls 50 Minuten und bestand aus einem Test und einer Videokameram mit der der Test aufgezeichnet wurde.
    Gegenstand des Tests war ein kleiner Plastikwäschekorb mit für mich irritierendem Inhalt - auf den ersten und zweiten Blick dachte ich, es sei eine Spielzeugkiste eines Kindes. Mir wurde daraus zuerst eine Art Puzzle vorgelegt: ein Blatt, auf dem mit schwarzen Linien eine Figur aufgedruckt war und Puzzleteile, die alle dieselbe Form und zwei verschiedene Farben hatten. Ich wurde aufgefordert, die Figur auf dem Blatt mit den Teilen auszufüllen.
    Anschließend wurde mir ein Buch überreicht (ich hatte den Eindruck, es sei ein Kinderbuch), in dem nur Bilder abgedruckt waren und ich wurde aufgefordert, die Geschichte zu den Bildern zu erzählen.
    Ich fand das Buch ziemlich schräg (RW), die Bilder wurden zunehmend verrückter und ich fing notgedrungen an, irgendetwas wenigstens teilweise Zusammenhängendes von mir zu geben.
    Das empfand ich als absolut anstrengend; ich war regelrecht erschöpft und sagte das am Ende des Buches auch so. Ich sagte auch, dass das Buch inhaltlich bescheuert ist.
    Der Test ging weiter indem ich eine kleine Plastiktüte überreicht bekam und aufgefordert wurde, ohne hinzusehen fünf Dinge herauszunehmen und eine Geschichte in Verbindung mit den genommenen Gegenständen zu erzählen.
    (Gefühlt ging der Schwachsinn also weiter.) Die Geschichte reduzierte ich auf das mir möglichste Minimum, im Grunde war es keine; nach dem Anfang kam sofort das Ende.
    Danach war der Test beendet und mir wurde ausführlich berichtet, dass so ein Wäschekorb normalerweise für wenige Euro zu kaufen sei, dieser aber einen vierstelligen Preis habe.
    Mein Test habe den Zweck gehabt festzustellen, ob ich in der Lage wäre Zusammenhänge zu erkennen und miteinander zu verbinden.
    Am Schluß wurde mir mitgeteilt, ich habe keinen Autismus und bekäme die Diagnose zugesendet.

    Mich interessiert alles, was Euch nun dazu in den Kopf kommt - danke!
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    Hallo zusammen,

    kennt ihr das, dass ihr Aussagen anderer Leute euch gegenüber "emotional" interpretiert?
    Bei mir ist es leider oft so, dass ich in Aussagen etwas negatives hinein interpretiere, zB einen Vorwurf, Ablehnung, Abwertung... Oft stellt sich hinterher heraus, dass die Person es nicht so gemeint hat und es nur eine neutrale Aussage war, wie zB ein Hinweis, eine Information, Frage usw.
    Aber erstmal habe ich dann immer diesen Stress, diese Angst, bis es aufgeklärt ist. Wenn es überhaupt aufgeklärt wird. Manchmal erfahre ich nie, wie es gemeint war und grübel noch lange darüber, was sich auch nicht gut anfühlt und viel Energie verbraucht.

    Geht es euch auch (manchmal) so? Oder nehmt ihr Aussagen einfach so hin, ohne etwas hinein zu interpretieren? Oder kommt es auf bestimmte Umstände an?

    Ich freu mich auf eure Antworten.
    LG, Schnuppi
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    Hallo zusammen, auf Grund von Corona ist das Händeschütteln ja so wie so nicht mehr erwünscht. Was mich aber interessieren würde ist, habt ihr vorher öfters mal eurem gegenüber die Hände geschüttelt?
    Also ich fand Händeschütteln eigentlich schon immer doof. Ein freundliches "guten Tag" oder "hallo" musste ausreichen.
    Wie steht ihr das?

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