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    Hallo,

    ich bin eine weibliche Asperger-Autistin (zwar ohne offizieller Diagnose, aber doch mit ziemlicher Sicherheit). Insgesamt bin ich wohl recht angepasst und mein Autismus fällt nur sehr selten deutlich auf.
    Das führt dazu das andere mich zwar irgendwie "merkwürdig", "schräg", "kauzig" finden, aber das alles aber für die meisten nicht so richtig greifbar bleibt

    Wenn dann doch mal das Thema Autismus zur Sprache kommt, dann stelle ich fest, dass die allermeisten mit dem Begriff nicht wirklich was anfangen können. Dann erkläre ich im Normalfall was das bedeutet und es läuft eigentlich immer darauf hinaus, dass das Gegenüber konkrete Beispiele aus meinem Leben hören will.
    Und genau das, ist das Problem. Denn vollkommen egal welches Beispiel man wählt, es ist doch immer so, dass einzelne Autistische Züge fast jeder aufweißt. Die Maße es aber macht. Und keiner sich mehr als 2 oder 3 Beispiele anhören will.
    Typischer Weise bekomm ich dann eigentlich immer zu hören: "Das ist kein Autismus... das geht doch vielen so!"

    Vollkommen egal ob ich von
    - der vollkommenen Überforderung in Einkaufsgeschäften wegen den vielen Eindrücken ("große volle Einkaufgeschäfte sind für jeden anstrengend")
    - meinen Spezialinteressen ("jeder hat ja irgendein Hobby")
    - der Abneigung gegenüber Berührungen, wie Hand geben ("Viele mögen das nicht, aber es gehört sich einfach")
    - dem nicht Erkennen von Ironie ("dann hat der Sprecher es eben nicht deutlich genug gemacht")
    - dem nicht richtig deuten können von Emotionen anhand von Mimik ("manche Leute sind ja auch schwer zu lesen")
    - der Unsicherheit bei sozialen Situationen ("viele Menschen sind schüchtern" )
    usw.


    Auffällig ist dabei auch, dass zwar vieles was mir wirklich Probleme macht auch für normale Menschen anstrengend ist, aber eben nur anstrengend und nicht verstanden wird, dass es über das normale Maß an anstrengend hinausgeht. Die Leute sind schnell dabei einem zu Unterstellen: "Die übertreibt doch nur!"


    Kennt ihr das? Geht es euch genauso?
    Oder habt ihr irgend eine Stategie entwickelt, wie ihr anderen Menschen es wirklich begreiflich macht? Ich bin für jeden Tipp dankbar.

    Viele Grüße
    Hase



    PS: Alles kursiv geschriebene sind typische Zitate aus meinem Umfeld.
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    Mann kennt das ja, dass Spam-Mails das Postfach füllen, und nicht so selten wird versucht, einem da irgendwelche Potenzmittelchen anzudrehen. Und ich habe auch schon davon gehört, dass es wohl recht einfach sein soll, die Absendeadresse zu faken. Aber wenn ich so einen Spam bekomme mit dem Absender torben-maier @ aspies.de, dann frage ich mich doch, ob es purer Zufall ist, dass ich Spam bekomme, der vorgibt, vom Aspies e.V. zu kommen. :roll:
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    Hallo zusammen,

    ich bin jetzt seit vier Wochen wieder stationär in der Psychiatrie und das, obwohl ich da letztes Jahr schon zehn Wochen war. Nicht so lustig.
    Immerhin weiß ich jetzt, anders als letztes Jahr, was meine Probleme sind. Ich hab nur noch keine Lösungen dafür. :(

    Natürlich ist Asperger eine der Hauptursachen. Aber meiner Meinung nach spielt da auch das Gefühl rein, dass ich mich seit dem Kindergarten schon nicht wohl in meinem Körper fühle - weil ich seit dem Kindergarten nicht das Gefühl habe, ein Mädchen zu sein bzw. eine Frau. Für die Mädchen war ich kein richtiges Mädchen. Für die Jungs (mit denen ich sehr viel lieber Kontakt hatte, aber auch nicht wirklich gerne) war ich kein richtiger Junge. Irgendwie war ich gar nichts richtiges.
    Ich dachte erst, ich wäre transsexuell, bis ich dann gemerkt habe, dass Mann auch nicht wirklich zu mir passt. Und dann bin ich auf das Themenfeld "Non-Binary" gestoßen, wo ich mich ziemlich gut wieder finde. Jedenfalls hab ich das Gefühl, dass ich auch diesbezüglich professionelle Hilfe brauche, aber mein Psychologe hier meint, dass ich mir dieses Genderding nur ausdenke, weil ich mit der (zugegeben noch recht frischen) Asperger-Diagnose nicht klar komme...

    Es gibt nicht viel Literatur zum Thema Nonbinary, aber oft wird erwähnt, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Autismus-Spektrum-Störungen (v.a. Asperger) und Nonbinary bzw. Transgender allgemein. D.h. dass also (verglichen mit den NTs) Aspies anscheinend häufiger das Gefühl haben, sich im anderen oder in gar keinem der beiden traditionellen Geschlechter wiederzufinden. Wie geht das euch damit? Fühlt ihr euch als das Geschlecht, dass in eurem Perso steht? Oder ist Geschlecht für euch gar nicht wichtig?

    Ich weiß, dass das ein "komisches" Thema ist, aber ich würde mich trotzdem über Antworten freuen. Sonst auch als PM.

    Viele Grüße und Danke.
    MathePinguin
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    [font='Arial, Helvetica, sans-serif'][/font] Ich bin 17 und habe keine offizielle Aspergerdiagnose erhalten, obwohl ich seit einigen Jahren in psycholgischer Behandlung bin.
    Mit 14 wurde bei mir eine bipolare Störung und eine schizotype Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Meine damaligen Probleme haben sich jedoch verwachsen und mir geht es seit 2 Jahren wieder ziemlich gut.
    Allerdings wird mein Verhalten immer noch als komisch angesehen und ich denke häufig darüber nach, was mit mir nicht stimmen könnte.

    Zunächst verstehe ich ironische Bemerkungen von Menschen, die ich noch nicht so lange kenne, so gut wie gar nicht.
    Ich “fühle” einfach nicht, wie etwas gemeint ist, und muss mir vieles logisch herleiten bzw.
    diverse Dinge erst analysieren, um zwischenmenschliche Dinge zu verstehen.
    Das raubt mir viel Energie und hat zur Folge, dass ich nicht lange in Gesellschaft sein kann, da ich sonst Kopf- und Bauchschmerzen sowie Konzentrationsprobleme bekomme.
    Obwohl ich intelligent bin (IQ 130), komme ich mir selbst ein wenig dumm vor und werde von meinen Mitmenschen im Alltag häufig
    als hohl bezeichnet, wobei die meisten Leute mich tatsächlich als hohl und intelligent einstufen, was meiner Meinung nach eine seltsame Kombination darstellt.
    Ich werde oft Fachidiot genannt, weil ich mich in Alltagsdingen sehr doof anstelle und eher mit Fachwissen in einzelnen Bereichen glänzen kann. Beispielsweise wurde mir 5 mal erklärt wie man eine bestimmte Tür richtig aufschließt und ich kann sie bis heute nicht öffnen. Generell habe ich leider Verständnisprobleme mit Dingen, die so gut wie jeder versteht, was mich ziemlich belastet, da ich in solchen Momenten dazu neige an meiner Intelligenz zu zweifeln.
    Meine Stärke liegt eher darin, auf rationaler Ebene die Absichten und im Allgemeinen das Verhalten von anderen Menschen zu analysieren, sodass ich mir häufig tiefgründige Gedanken mache.
    Da ich Smalltalk nicht leiden kann, lenke ich so gut wie jedes Gespräch (unbewusst) in eine “tiefgründigere” Richtung, was nicht selten zur Folge hat, dass sich meine Mitmenschen genervt fühlen. Häufig muss ich mir von anderen anhören, dass ich komische Gedankengänge besitze und mir über jeden Blödsinn den Kopf zerbreche.
    Auch das belastet mich ein wenig.
    Zudem bin ich überhaupt nicht multitaskingfähig und komme gar nicht damit zurecht, mehrere Dinge aufeinmal machen zu müssen.
    Im Umgang mit anderen Menschen bin ich oft überfreundlich, weil ich Streit nicht ausstehen kann und ein großes Harmoniebedürfnis habe. Aus diesem Grund werde ich aber manchmal ausgenutzt oder naiv genannt.
    Von anderen habe ich bis jetzt noch nicht gehört, dass ich wenig Empathie habe, ich wurde sogar eher als mitfühlend und anpassungsfähig eingestuft.
    Tatsächlich mache ich mir ständig Gedanken darüber, wie andere sich in bestimmten Situationen fühlen würden und kann deshalb, da ich auch sehr sensibel und verletztlich bin, häufig die Gefühle anderer Menschen nachvollziehen. Ist vorhandene Empathie ein Ausschlusskriterium für Asperger oder kann es sein, dass ich mich einfach nur rational in die Gefühle anderer hineindenke?

    Als Kind habe ich mit den Händen geflattert und bin auf Zehenspitzen gelaufen, habe stundenlang geschaukelt. Im Allgemeinen hatte ich sehr viele Tics. Genau genommen handelt es sich dabei aber, wie ich heute weiß, um (?) Manierismen oder (?) Stereotypien, wie sie laut meiner Recherche charakteristisch für Autismus sein sollen.
    Auch heute laufe ich bei Anspannung gerne im Kreis herum und kann besonders gut denken, wenn ich mich bewege.

    Gegen Autismus spricht aber, dass ich Metaphern verstehe und ein Fan von Poesie bin. Allerdings lese ich schon seitdem ich 4 Jahre alt bin sehr viel und kenne dementsprechend die Ausdrücke einfach, habe sie sozusagen “gelernt”.
    Sprichwörter etc. nehme ich dementsprechend nicht wörtlich.

    Was ist eure Einschätzung dazu? Erkennt ihr euch evtl sogar in ein paar Dingen wieder?
    Würde mich über Antworten freuen!
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    Hallo zusammen,

    ich habe das Problem, dass sich mein Sohn auffällig verhält, wenn ich zu Hause bin. Insbesondere an den Wochenenden, wo ich nicht arbeite, ist es schlimm. Er ist laut, wirft Dinge, schlägt, tritt, ist sehr aufgeregt. Meine Frau versichert mir, dass er in meiner Gegenwart ein anderes Kind ist. Sie ist der Überzeugung, dass ich ihm schweren seelischen Schaden zufügen. Aus diesem Grund liebt meine Frau mich nicht mehr und die Beziehung steht vor dem Aus. Wir gehen bald zur Paarberatung, aber ich erhoffe mir nicht zuviel davon.
    Folgenden Maßnahmen musste ich zustimmen, damit meine Frau mich nicht verlässt:
    Getrennte Betten (einer schläft zukünftig im Wohnzimmer) und an den Wochenenden soll ich das Haus verlassen, damit mein Sohn ruhig bleiben kann.
    Ich habe erstmal zugestimmt, Frage mich aber was ich machen kann, damit mein Sohn auch in meiner Abwesenheit ruhig bleibt. Denkt ihr auch, dass seelischer Schaden entstehen kann?
    Vorwürfe meiner Frau sind, dass ich nicht auf ihn eingehe, oft Nein sage, ihm keine Aufmerksamkeit schenke und einiges mehr.
    Ich belassen es erstmal dabei und hoffe auf rege Diskussion ;)

    Viele Grüße
    Chris

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