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    Ich möchte mal herumfragen, ob noch jemand anderes das Problem hat:

    Die Vorstellung, 14 Tage die Wohnung nicht verlassen zu dürfen, ist ein extremer Albtraum für mich. Teilweise kann ich stundenlang an nichts anderes denken, und ich bin mir sehr sicher, dass ich mich in einer solchen Situation nach kurzer Zeit umbringen würde. Mich alleine draußen bewegen zu können (Spazierengehen, Laufen, Radfahren usw.) ist psychisch extrem wichtig für mich. Schon wenn ich einen einzigen Tag die Wohnung nicht verlasse, merke ich, wie eine psychische Abwärtsspirale einsetzt. Das Problem ist dabei nicht die soziale Isolation, sondern der erzwungene Bewegungsmangel und die fehlende Möglichkeit, durch Bewegung/Sport einen psychischen Ausgleich herzustellen. 14 Tage die Wohnung nicht verlassen zu dürfen, kommt mir vor, wie auf besonders perfide Weise gefoltert zu werden. Ich hatte schon Fantasien, in so einem Fall lieber aktive Sterbehilfe zu suchen und mich schnell und schmerzlos beseitigen zu lassen, als die Quarantäne zu ertragen.

    Konkret hat das jetzt zur Folge, dass ich fast nirgendwo hineingehe, wo ich meine Adressdaten angeben muss und "nachverfolgbar" bin. Nur für den Friseurbesuch kürzlich habe ich eine Ausnahme gemacht.
    Dabei möchte ich schon gerne mal wieder in den Biergarten (z.B.)

    Grundsätzlich sehe ich den Sinn von Quarantäne als Maßnahme ein, ich bin jetzt auch nicht einer derjenigen, die sagen würden, dass es überhaupt kein Corona-Problem gibt, die Maßnahmen der Regierung ein Verbrechen waren usw. Von entsprechenden Antworten hier im Thread bitte ich auch, abzusehen. Ich möchte z.B. auch nicht einfach eine falsche Adresse angeben.
    Mit den Ausgangsbeschränkungen hier in Deutschland bin ich gut klargekommen und hätte auch ein paar Wochen länger damit leben können. Die Möglichkeit, sich alleine draußen bewegen und Sport trieben zu können, war aber entscheidend. In Frankreich/Italien/Spanien ging das ja teilweise nicht und dort hätte ich auch schwerste psychische Probleme bekommen.
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    (VA-Edition - hab ich hier schon öfters gelesen und find ich kurz und verständlich als Anmerkung)

    Ich hab Probleme mit dem Zurücklächeln. Heute hörte ich einen Satz: "Wenn wir lächeln, lächeln wir immer zurück." Es ging darum, dass man als Säugling vom Elternteil angelächelt wird und daraufhin zurücklächelt und dass alles Zurücklächeln auf diese Erfahrung zurück zu führen ist.

    Bei mir funktioniert das nicht. Ich lächle meistens nur für mich. Ich freue mich über etwas und lächle. Das kann auch ein Mensch sein, aber wenn ich lächle, weil ich einem bestimmten Menschen begegne, dann nur, weil ich mich freue, diesen Menschen zu sehen und dann lächle ich ihn i.d.R. auch nicht mit Blickkontakt an, sondern senke meinen Blick und lächle für mich.

    Wenn ich mit einem Menschen zusammen treffe, bei dem ich mich nicht freue, ihn/sie zu sehen und dieser Mensch lächelt mich an, dann spüre ich keine Regung in meinen Gesichtsmuskeln. Ich muss das Lächeln dann mit Absicht herstellen und es fühlt sich sehr unlächel-haft an und sieht bestimmt auch total erzwungen aus.

    Das heißt übrigens nicht zwangsläufig, dass ich diesen Menschen dann grundsätzlich nicht mag, oft hat es auch damit zu tun, dass ich erstmal "ankommen" muss und noch in dem Drumherum feststecke, das der Begegnung vorausging. Im Laufe des Zusammenseins kann es sein, dass ich die Person öfters anlächle, weil sie z.B. etwas Schönes sagt oder weil ich mich wohl fühle... aber eben nicht dieses automatische Lächeln-Zurücklächeln. Also auch, wenn jemand, den ich mag, mich anlächelt, während ich gerade nichts empfinde, was ein Lächeln in mir hervorrufen würde, dann fällt mir das Zurücklächeln sehr schwer und sieht wohl eher fratzenhaft aus.

    Zusammengefasst: ich lächle nur, weil IN MIR etwas ein Lächeln bewirkt, aber nicht als Antwort auf ein Lächeln von jemand anderem.


    Wegen dem, was ich heute hörte, siehe oben, frage ich mich nun: muss ich davon ausgehen, dass ich als Säugling nicht angelächelt wurde? Sonst hätte ich dieses soziale Zurücklächeln doch gelernt, oder?

    Wie ist das bei euch mit dem Zurücklächeln? Geschieht es automatisch, also ohne euren Willen, oder müsst ihr es auch oft absichtlich herstellen?

    Und noch etwas, was mir aufgefallen ist: wenn ich in Gesellschaft lächeln muss, weil mich etwas amüsiert oder erfreut, dann wende ich oft meinen Blick irgendwie nach innen und lächle in mich hinein. Ich teile dieses Lächeln also nicht mit der anderen Person/den anderen Personen, sondern behalte es für mich. Woran könnte das denn liegen?

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