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    Kennt ihr das, dass euch nicht geglaubt wird? Ich beobachte z. B. sehr viele Dinge sehr genau und habe eine Sache festgestellt, die so eigentlich nicht sein dürfte (ist ein Unding, dass diese Organisation sich das leistet). Ich trage also meine Beobachtungen vor. Und was passiert? Es wird so hingedreht, dass das ja nicht sein könne und sicher an etwas anderem liegt. :x Ich könnte ausflippen deswegen. :frown:
    Für mich sind diese Situationen nahezu traumatisierend. Es kommen dabei Gefühle hoch, dass man mir eh nicht glauben wird (was ja dann auch in dem Fall passiert), dass man mich übersieht und übergeht und ich Luft bin und eigentlich sterben sollte.

    Diese Erfahrungen machte ich bislang immer wieder in meinem Leben. Mittlerweile glaube ich, dass es eine Mischung aus dem Autismus und meinen frühkindlichen Traumatisierungen ist. Der Autismus trägt dazu bei, dass ich viel mehr erkenne. Die Hochbegabung trägt dazu bei, dass ich Schlüsse anstelle und ebenfalls zu Einsichten komme, zu denen manche Menschen nicht kommen (die aber richtig sind) und die Bindungstraumatisierung trägt dazu bei, dass ich eh schon ganz extrem schlimm darauf reagiere, wenn man mich nicht beachtet. Das kumuliert dann alles und es ist für mich die Hölle.

    Ich bekomme so eine Wut davon und fühle mich nur noch hilflos und ohnmächtig ausgeliefert. Man will jemandem etwas zeigen, wie es ist (weil z. B. Unrecht passiert), aber es wird einem nicht geglaubt. :| Ah............ :yawn:

    Weiß jemand, wie man damit umgehen kann bzw. kann das irgendjemand in einen größeren Zusammenhang einordnen und strategisch Lösungen aufzeigen oder mir Stichworte nennen, so dass ich mir Bücher dazu holen könnte?

    Ich habe bisher meist so reagiert
    • wenn mir nicht geglaubt wird, werde ich angriffig und panisch, so dass man mich eher noch mehr ablehnt
    • ich breche nervlich zusammen und ziehe mich zurück und bei der nächsten Sache ist diese Erfahrung dann im Hinterkopf und hält mich davon ab, für meine Rechte ruhig einzutreten. Denn es ist ja wieder die verankerte Erfahrung da: 'vermutlich wird man mir eh wieder nicht glauben'.
    Mir fallen nicht wirklich Lösungsversuche ein, höchstens vielleicht
    • gar nicht mehr mit Menschen reden, dann kann man auch nicht falsch verstanden werden
    • wenn einem nicht geglaubt wird, so lange argumentieren und sich mit den Leuten anlegen und Beweise liefern, bis sie es glauben (ging schon nach hinten los; kostet sehr viel Energie; man hat dann schnell den Ruf eines Querulanten weg. Es kann auch sein, dass die Leute sich dann abwenden, weil man mehr weiß, als man wissen sollte.. )
    • so abstumpfen, dass einem alles egal ist (wie soll das gehen? :roll: ist nicht ganz ernst gemeint. Ich bin gerade etwas sarkastisch, sorry :| )
    • eine Traumatherapie machen (will ich eh; aber ich suche auch nach Möglichkeiten wie man z. B. als reiner Autist ohne Traumatisierung damit umgehen würde, oder ist das für euch nicht so schlimm, wenn euch nicht geglaubt wird bzw. kommt das bei euch nicht so häufig vor?)
    • generell an der eigenen Stabilität achten (die eigene Stabilität nicht von Fakten und Konstrukten und Gedanken abhängig machen, sondern vom eigenen Körper vielleicht, denn der wird erst verschwinden, wenn man stirbt).
    • sich sowas sagen wie "auch wenn mir XY nicht glaubt, weiß ich, dass es Fakt ist, weil ich es mit eigenen Augen gesehen habe." (aber selbst wenn ich das weiß, bringt es micih komplett auf, wenn jemand dann behauptet, es wäre sicher nicht so, obwohl sich die Person noch nicht mal damit auseinandergesetzt hat. Ich weiß nicht einmal, wieso sie so reagiert. Sie könnte das, was ich vorbrachte, untersuchen. Aber es wird nicht gemacht. Es wird direkt gesagt "nein, das liegt sicher an etwas anderem".)
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    Hey, wo habt ihr eure Zwänge, wie weit sind sie bei euch ausgeprägt?

    Bei mir sind die Zwänge, Tür auf und zu, Flasche auf und zu, Wasserhahn bis zum Anschlag drehen, Herd, Stecker vom Herd ständig kontrollieren wenn ich Wohnung verlasse, stark mit dem Fzss auftreten wenn Druck zu hoch ist.
    So angespannter ich bin, so weniger kann ich die Zwänge kontrollieren.
    Rededrang und wiederholen von den selben Themen im Gespräch nehmen mit Druck auch stark zu. Gefühlsmässig verliere ich mit Anspannung und Druck, die Übersicht und Klarheit, weswegen Zwänge als Regulationsmittel für mich logisch sind, da ich mich vermeidlich absichere.

    Was ich mir gerade im unklaren bin, wie weit Zwänge und kontrollieren/ignorieren von Impulse zusammenhängen?

    Beim impulse kontrollieren tue ich mich auch sehr schwer.
    Ein Buch fertiglesen, wenn andere Gedanken und Emotionen kommen finde ich schwierig weshalb ich aufhöre zu lesen. Abwaschen, wenn Gedanken, Emotionen und Bewegungsdrang da sind empfinde ich auch sehr schwierig.
    Rededrang unterdrücken genauso schwierig.

    Bin sehr gespannt auf Eure Erfahrungen und Berichte.
    Herzlichen Dank.
    L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:
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    Hey, seit ihr geduldig?

    Lese überall, dass Eltern, Bekannte, bei Autisten geduldig sein sollten.
    Ob Autisten geduldige Menschen sind lese ich nirgends.

    Selber bin ich komplett ungeduldig, möchte alles richtig machen und ärgere mich wenn es wieder nicht klappt.

    Kann natürlich was damit zu tun haben, dass mein Umkreis früher auch ungeduldig mit mir war und ich unbedingt die Anforderungen erfüllen wollte.
    Ich weiss es nicht, nur eine Spekulation von mir.

    L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:
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    Propriozeption bezeichnet die Wahrnehmung von Körperbewegung und -lage im Raum oder der Lage einzelner Körperteile zueinander: de.wikipedia.org/wiki/Propriozeption.


    Ich habe dazu den folgenden Text gefunden:

    nachinnen-nachaussen.de/infoth…n_Cole-Propriozeption.pdf


    Als ich den Artikel gelesen habe (es gab einen Artikel im Geo über den gleichen Menschen) musste ich an Autismus denken, beim Autisten ist die kognitive Empathie beeinträchtigt, die bei neurotypischen Menschen (fast) unbewusst abläuft, mit der Folge, dass autistische Menschen sich in soziale Situationen reindenken müssen, Abläufe erlernen müssen, mit neuen Situationen, in denen erlerntes Verhalten nicht unmittelbar übertragbar ist, Probleme haben. In meinen Augen durchaus mit einigen Parallelen beschreibt der Artikel zu dem Menschen ohne Propriorezeption, dass dieser körperliche Abläufe neu bewusst erlernen musste, weil die automatische Raumerkennung durch Erkrankung verloren gegangen war.


    Ich fand den Artikel interessant, weil ich immer wieder nach Bildern suche, wie ich Autismus und die Wirksamkeit in sozialen Situationen beschreiben soll und da fnde ich den beschriebenen Text sehr interessant.

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    Als Kind wurde mir nie geglaubt. Ich weiß aber mittlerweile, dass es an der Mimik liegt. Die Leute mit denen ich zu tun habe wissen von meinem Autismus und können das einordnen. Daher ist Information das A und O. Was auf jeden Fall vermieden werden…