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    Heyho!

    :question: Wie steht Ihr zu dem Gebrauch von Begrüßungen / Grüßen / Floskeln im Allgemeinen?
    :question: Lösen manche dieser ein Unbehagen bei Euch aus oder gar Ablehnung?
    :question: Denkt Ihr über deren Sinnhaftigkeit nach oder dichtet Ihr sie um, um sie passender zu machen?

    Grund meiner Nachfrage ist, dass ich die Problematik besitze, zwar grüßen zu können, doch bei Floskeln wie "gute Nacht" oder "gute Besserung" eine regelrechte Ablehnung empfinde, zumal die Person, die von diesen – für mich sind es Floskeln, da für mich leere Worte – Gebrauch macht, in der Regel nicht wissen kann, ob ich eine gute Nacht haben werde oder sich eine Erkrankung überhaupt bessert, und ich weiß es, würde ich diese Floskeln gegenüber einer Person gebrauchen und nicht diese mir gegenüber, eben auch nicht. Also lässt sich über deren Sinnhaftigkeit nachdenken. Erkenne ich keinen Sinn, dann gehe ich in eine Verweigerungshaltung über. Ich denke, ich würde lügen, wenn ich eine "gute Nacht" wünsche, da ich nicht weiß, wie die Schlafqualität der jeweiligen Person ist, und wenn diese schlecht ist, stellt sich diese Floskel als Lüge heraus, denn die Person hat schließlich keine guten Nacht gehabt. Nur widerwillig kann ich diese Worte aussprechen, es ist eine Art gesellschaftlicher Zwang. Früher waren es Worte wie "bitte" und "danke", mit denen ich zwar heute auch noch Probleme habe, doch im Normalfall bekomme ich das irgendwie hin – zumindest in der Öffentlichkeit.

    Die Thematik beschäftigt mich schon seit geraumer Zeit... Was Ihr dazu zu sagen habt, würde mich sehr interessieren...

    LG Eska
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    Hallo miteinander,

    weiß jemand um seriöse Experten für die Differentialdiagnostik von erwachsenen Frauen im Großraum München/Nürnberg? Durch Kontakt zu einer diagnostizierten Autistin bin ich (selbst weiblich, Mitte 20) auf das Thema Autismus bei Frauen gekommen, weil wir zwischen uns viele Ähnlichkeiten entdeckten. Ich habe seit vielen Jahren mit meiner mentalen Gesundheit zu tun, meine vorhandenen Diagnosen erklären aber nicht oder nur unzureichend meine Probleme in der Emotionsregulation, meine Hypersensibilität, Probleme in der soz. Interaktion/in Beziehungen und den exekutiven Funktionen, die mich alle maßgeblich beeinträchtigen.

    Nach eingehender Online-Recherche zum Thema Spätdiagnose bei Frauen sah ich viele Parallelen zu mir, woraufhin ich ein kostenloses Beratungsangebot aufsuchte. Nach diesem Beratungsgespräch bei jemandem, von dem ich dachte, er sei Autismusexperte (kein Diagnostiker!) wurde mir aber nach 30 Minuten Erstgespräch gesagt, dass das, was ich beschreibe, kein Autismus sein könne, weil ''meine soziale Interaktion zu gut sei'' (Anm.: Ich arbeite im sozialen Bereich und musste mir unter vielen Tränen vieltausendfach grundlegende soziale Skills aneignen und von anderen abschauen, weil die alle bei mir nicht natürlicherweise vorhanden waren - wie es bei den meisten anderen Menschen der Fall zu sein scheint; bin inzwischen nach vielen Jahren Übung meisterhaft im Schauspielern, mit dem Preis, dass ich mir täglich Arme und Beinde ausreiße, um normal zu wirken, und chron. erschöpft bin, weil ich nicht authentisch sein kann, wenn ich meinen Job behalten möchte). Außerdem habe ich mich als Kind nicht für Züge oder Karten oder Astronomie interessiert und habe mich nicht stundenlang um mich selbst gedreht. Vielmehr klänge meine Erfahrung nach Hochbegabung mit Hochsensibilität und motor. Entwicklungsverzögerung.

    Mir wurde dort gesagt, Autisten würden nicht im sozialen Bereich arbeiten, sähen Menschen tendeziell nur als Mittel zum Zweck und würden sie fallen lassen, wenn sie quasi nicht mehr dienlich seien. Zum Glück sei es kein Autismus bei mir, meinte der Berater, denn dann könne man an sich arbeiten und wäre lernfähig. Autisten wären gar nicht in der Lage, ihre sozialen Fähigkeiten derart auszubauen, wie ich es getan habe.

    Irgendwie lässt mich das Thema trotzdem nicht los, weil ich so wahnsinnig viele Parallelen zw. meiner Erfahrung und der vieler spätdiagnostizierter Frauen sehe. Letzten Endes möchte ich einfach nur einen Namen für meine Andersartigkeit und meine Probleme haben (egal, was es letztlich ist) und bin deswegen auf der Suche nach jemandem, der seriöse Differentialdiagnostik betreiben kann und Autismus nicht nach nur 30 Minuten wegen meiner durchaus inzwischen vorhandenen sozialen Skills ausschließt.

    Über jegliche Tipps und Vorschläge wäre ich sehr dankbar :o

    Liebe Grüße, Banane
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    Hallo miteinander...

    Ich forsche gerade weiter und tiefer im Bereich einer möglichen Diagnose für mich. Vorallem bei Anzeichen in der Kindheit/Jugend treffen da zwar einige Dinge zu die definitiv zur ASS passen, andere jedoch lassen mich selbst auch wieder unwahrscheinlich Zweifeln, ob das wirklich sein kann.
    Zum beispiel bin ich als Kind aufgefallen, weil ich teilweise aggressiv und leicht reizbar war. Mädchen wird dann ja eher die ruhige, angepasste Art nach außen nachgesagt-auf gar keinen Fall auffallen.

    Ungerechtigkeiten und ungefragte Berührung konnte ich zb gar nicht leiden, sodass ich einmal in der Kindheit einer Lehrerin gegen das Schienbein getreten habe.
    Oder, dass ich etwas, als Reaktion auf eine Situation ungewollt zerstört habe, wie zb eine Glastür durch dagegentreten, als sie zugehalten wurde und ich deshalb nicht raus konnte.
    Auch kann ich mich an eine Situation erinnern, (rückblickend ziemlich sicher ein Meltdown) in der ich ungewollt einen Schrank zerstört habe.

    Zuhause waren Wutausbrüche oder auch Reaktionen auf Overload eher die Regel als die Ausnahme. Ich vermute, dass auch da viele Meltdowns dahinter stecken, ich war nie das Kind, das aus trotz oder weil es etwas haben wollte ausgerastet ist, bis es seinen Willen hatte.
    Ich habe mit vielen Geschwistern auch selten Ruhe bekommen und mein Stiefvater war oft so, dass er seine leiblichen Kinder bevorzugte. Also auch wieder enorme Ungerechtigkeit im Spiel oder dass einem Worte im Mund verdreht wurden. Allgemein ging es oft laut und unehrlich bei uns zu, mit vielen Menschen und sehr wenig Routinen.
    Auch habe ich (untyperscherweise?) mit anderen Menschen/Erwachsenen geredet-da jedoch vorallem mit Erwachsenen, die sich meiner angenommen haben und mich auch einmal so sein ließen wie ich bin. Zuhause musste ich oft einfach funktionieren, da war kein Verständnis dafür vorhanden, dass ich überreizt und zum Teil überfordert war oder feste Routinen brauchte, dafür war das Elternhaus eben zu unorganisiert.

    Achso: Je mehr Routinen ich hatte, umso stabiler lief alles. Bei Oma zb war das ganze eine ganz andere Sache, da war immer der selbe Ablauf und viel Ruhe. Meine Mutter hat das gern als "da wurde sie verwöhnt" abgetan. War dort mehr Besuch, also mehr Lautstärke, Veränderung der Abläufe, wurde es auch dort schwierig.

    Ich weiß, kein Autist gleicht dem anderen, aber sind solche Verhaltensweisen auf die Umstände als "normal" anzusehen? Mich würde es interessieren, was eure Erfahrungen dazu sind und wie ihr das ganze wahrnehmt oder auch wahrgenommen habt in eurer Kindheit oder bei euren Kindern.

    Danke, liebe Grüße
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    Hi ihr Lieben,

    ich habe Schwierigkeiten damit, mir Dinge zu merken und habe immer schon mal vorgehabt, mir einen "Gedächntnispalast" zu bauen. Für alle, die nicht wissen, was das ist, erkläre ich es mal (zumindest so wie ich es verstanden habe):

    Ein Gedächtnispalast ist ein vorgestellter Ort, den man nutzen kann, um Informationen, die man sich dauerhaft merken möchte, zu behalten. Diese werden in selbsterdachten Räumen mithilfe imaginierter Gegenstände (z.B. Plakaten an den Wänden, Fotoalben, Möbelstücken, Medien uvm.) örtlich verortet. Es handelt sich also um eine Lerntechnik, die einem viele Möglichkeiten bietet, den eigenen Lernprozess sinnlich und nach eigenem Belieben auszugestalten.

    Ich habe schon seit längerem großes Interesse daran, mich mal da ranzuwagen, doch weiß ich nicht so richtig, wie ich das Ganze umsetzen soll. Da ich mir tatsächlich eine Art inneren Palast mit vielen Räumen bauen möchte, was also eine komplexe Angelegenheit ist, wäre mir das Ganze rein mental zu unsicher, weil ich Angst hätte, mich hinterher nicht mehr an die einzelnen Räume erinnern zu können. Auch habe ich überlegt, mir ein 3D-Modell eines solchen Palastes aus Pappe oder Pappmaschee zu bauen, doch da wäre kein Platz, die ganzen Informationen, die ich mir merken möchte, abzulegen.

    Das einfachste wäre wohl, das Ganze mit einer App oder einem bestimmten Computerprogramm zu machen. Doch gibt es so etwas? Kennt sich vielleicht jemand damit aus oder hat sogar schon eine Lösung für mein Problem gefunden? Über Tipps würde ich mich auf jeden Fall außerordentlich freuen!

    Liebe Grüße,
    Magdalena

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    Leider kann ich dir bezüglich Anlaufstellen nicht weiterhelfen in der Gegend. Falls es für dich möglich ist, könntest du nach Düsseldorf zur Uniklinik gehen, dort schien mir die Diagnostik sensibel für mögliche Geschlechterunterschiede. Das ist…
  • Sakura -

    Replied to the thread Ablehnung gegenüber Grüßen, Floskeln usw..

    Post
    Geht mir ähnlich. Es kam auch schon mal vor, dass ich da was verwechselt habe. Ich habe zum Beispiel mal "Guten Tag" gesagt, als ich eigentlich "Danke" sagen wollte :m(: Eine Frage, gegen die ich auch eine Abneigung habe: "Hast du dich schon eingelebt?"…