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    Hallo,

    ich bin momentan in einer Autismus-Tagesklinik und mir wurde ein Medikament empfohlen, dass Valdoxan heißt, da ich auch Depressionen habe (mittelgradig laut Diagnostik)
    und durch meine Arbeitslosigkeit Schlafstörungen entwickelt habe, die aber seit zwei Wochen wieder wesentlich besser sind. (Seit ich in der Klinik bin).

    Was gegen Medikamente spricht, ist dass ich schon viel ausprobiert habe und nichts wirklich half, dafür viele Nebenwirkungen hatte.
    Zudem habe ich eine seltsame Art der Depression. Typische Symptome wie etwa Antriebsschwäche etc. habe ich eigentlich nicht.
    Ich habe halt oft negative Gedanken (manchmal auch Suizidgedanken), die überwiegend dadurch ausgelöst werden, dass ich schon
    seit der ersten Klasse keinen richtigen Anschluss unter den Menschen finde. Zudem habe ich auch Zukunftsängste (aktuell
    Arbeitslosigkeit).
    Kann denn ein Medikament helfen, wenn man weiterhin einsam ist und darunter leidet?

    Was meint ihr und hat vielleicht jemand Erfahrungen mit diesem Medikament?

    Danke
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    Dieser Beitrag ist vielleicht etwas überflüssig und blöd aber ich stelle mir gerade die Frage ob es irgendetwas mit fehlender zentraler Kohärenz zu tun haben könnte wenn man solche Sachen wie Folgendes erlebt:

    Man sollte Tests holen aus einem Schrank die in einem blauen Ordner geheftet sind. Man geht zum Schrank und sucht und sucht und findet sie nicht. Man geht zu den anderen Schränken und sucht und sucht nach dem blauen Ordner mit den Tests und findet nichts. Man kuckt auf dem Tisch, unter dem Tisch, auf dem Klo im Büro (vielleicht hat jemand die Tests dort gelassen). Man kuckt sogar im Kühlschrank, aus Verzweiflung. Man schaut wieder in dem Schrank wo die Tests immer sind und kann nicht glauben dass sie nicht da sind. Wo sind die Tests? Nirgendwo. Ein Rätsel. Sie haben sich in Luft aufgelöst und sind überhaupt nicht da. Man ist 100% sicher dass keine Tests da sind. Man geht endlich als letzter Ausweg zur Rezeption und fragt nach den Tests, wo sind sie? Die Rezeptionistin geht direkt zum Schrank, nimmt den roten Ordner mit den riesigen Buchstäben "TESTS" aus dem Schrank, gibt ihn einem in die Hand und kehrt zurück zur Rezeption. Man steht da und fragt sich wie im Himmel man den Ordner nicht gesehen hat, wo die riesigen Buchstäben "TESTS" unübersehbar waren, nur weil der Ordner rot war und nicht blau.


    Man hat eine Wasserflasche aus der man trinkt zu Hause. Man füllt die Flasche mit Wasser und stellt sie hin. Später sucht man nach der Flasche aber sie ist verschwunden. Man sucht überall im Wohnzimmer, überall im Schlafzimmer, überall im Bad, überall in der Küche. Man untersucht jede Oberfläche mehrmals und fragt sich wiederholt was für Oberflächen es noch geben könnte. Man findet die Flasche nirgendwo und fragt sich nach immer abstruseren Möglichkeiten wo sie sein könnte. Man kuckt in jedem Schrank, unter dem Bett, sogar auf dem Balkon obwohl man gar nicht da war. Man kuckt neben seinem Stuhl, hinter dem Schreibtisch. Immer wieder im Laufe des Abends kuckt man weiter an Orten wo man schon drei oder viermal gekuckt hat. An jedem Ort wo es physisch möglich sein könnte eine Flasche zu finden kuckt man, aber die Flasche ist komplett verschwunden. Man fängt an sich zu fragen ob es sich mit rechten Dingen zugeht. Sind wir vielleicht gar nicht real sondern nur Figuren in einer Computersimulation und deswegen verschwinden Flaschen ins Nichts? Irgendwann gibt man auf aber kuckt doch ab und zu immer wieder weil man nicht glauben kann dass die Flasche überhaupt nicht da ist und das Phänomen lässt einen nicht los. Irgendwann will man sich die Hände waschen. Dabei merkt man die Wasserflasche die dasteht neben dem Hahn im Bad. Man fragt sich wie man die Flasche nicht gesehen hat obwohl sie dastand die ganz Zeit und sah aus wie eine Flasche.

    Die zwei Fälle sind unterschiedlich aber in beiden Fällen ist etwas zwar da aber nicht in der Form (bzw an dem Ort) die man erwartet hätte.

    Ich las irgendwann dass bei AS und besonders bei Kanner Autismus Probleme bestehen bei der Generalisierung. Wenn ein Autist immer einen roten Hammer benutzt hat sieht er einen blauen Hammer gar nicht als Hammer, wenn der Arzt immer im zweiten Stockwerk saß sieht er den Arzt gar nicht als Arzt wenn er im dritten Stockwerk sitzt. Meine Vermutung ist dass meine Schwierigkeiten etwas zu erkennen wenn es am falschen Ort ist oder wenn ein Detail anders ist als erwartet etwas "autistisches" sein könnte.

    Habt ihr auch solche Ausfälle?
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    Jetzt sitze ich nun schon fast den ganzen Morgen hier und finde den Anfang nicht. Ich dachte, dass es mir hier leichter fallen würde Kontakte zu knüpfen. :(
    Aber nachdem ich gestern mit meiner Therapeutin vereinbart habe genau das anzugehen und mir damit selbst eine Aufgabe gegeben habe, die ich allein aus diesem Grund "erfülle".
    Leider fällt mir keine andere Formulierung ein, zufrieden bin ich mit dieser jedenfalls nicht. Aber mit dieser Aufgabenstellung versuche ich eben mich selbst auszutricksen, sonst sitze ich noch unzählige weitere Stunden hier....
    Direkt jemanden anzuschreiben schaffe ich nicht, wüsste auch gar nicht wie ich es angehen sollte.
    Ich stecke fest zwischen VA versus AS. Je nachdem, welchen Arzt oder Therapeuten ich frage, fällt die Diagnose aus. Sicher, ich bin hier, weil ich mich in so Vielem wiederfinde. Und trotzdem frage ich mich dann, ob es mir zusteht hier zu sein.
    Was mich zudem ausbremst sind die schweren Depressionen, die mein Leben stark beeinträchtigen. Die dazu geführt haben, dass ich unbefristet EM-Rente beziehe, dass es in meinem Leben nur noch wenige Dinge gibt die ich tun kann, tun möchte, bewältigen kann.
    Ich merke erst jetzt, wie wichtig die Arbeit in Bezug auf Kontakte zu anderen Menschen waren. Denn das waren Kontakte, die keine Nähe bedeuteten. wo es um meine Kenntnisse ging, ich anderen auf eine Art und Weise behilflich sein konnte, die in dieser Hinsicht nicht zu viel von mir forderte.
    Das gibt es jetzt so nicht mehr, doch ich habe in den letzten Monaten feststellen müssen, dass ich da etwas vermisse und auch brauche. In welcher Form mir das möglich ist kann ich nicht sagen und ich weiß noch nicht einmal, ob ich mit meinem Anliegen hier richtig bin. So ein bisschen hoffe ich darauf, dass es hier Menschen gibt, denen es vielleicht ähnlich geht. Die einerseits wollen und sich dann selbst ausbremsen und sich erst gar nicht selbst die Chance geben wollen/können aktiv zu werden.
    Da ich nicht nur aus Depressionen und ASS bestehe, möchte ich dann doch die Themen aufschreiben, die mich außerdem beschäftigen.
    Ich lese viel, zurzeit natürlich Bücher über ASS. Romane, viele Neuerscheinungen oder Neuentdeckungen. Oft Titel, die thematisch belastend sind. Um davon dann ein bisschen wegzukommen, gibt es als "leichte" Kost Krimis. Ich versuche in den Bereichen Kunst, Kultur, Musik auf dem Laufenden zu bleiben. Leider gelingt es mir (noch?) nicht da wieder ein bisschen aktiver zu werden. Wenn ich es mal ins Kino schaffe, ist das schon eine Meisterleistung.
    Nachrichten, Kommentare zu Politik, sowohl national wie international, auch wenn das derzeit alles andere ein Vergnügen ist. Ich mache dreimal in der Woche Gerätetraining und ansonsten alles zu Fuß.
    Ich habe keinen Führerschein, nutze nicht so gern öffentliche Verkehrsmittel und vor allem - ich laufe gerne. Vor allem im Wald, in der Natur. Damit gelingt es mir dann auch manchmal abzuschalten, nur dem Rauschen der Blätter zuzuhören oder die Tiere, die sich heraustrauen, zu beobachten.
    Und ich schreibe wahnsinnige gerne Briefe und Postkarten, so richtig altmodisch, oft einfach so. Weil ich ein schönes Motiv gefunden habe, das passt. Weil ich jemanden zeigen möchte, dass ich an ihn/sie denke oder weil ich etwas mitteilen möchte, das ich nicht aussprechen kann.
    Puh, das ist jetzt doch sehr viel mehr Text geworden als ich dachte. Ich hoffe, dass er nicht zu verwirrend und unstrukturiert ist. Und ich hoffe ein bisschen, dass es mir auf diese Weise gelingt vielleicht den Einen oder die Andere zu finden, mit dem/der ich mich austauschen kann.
    Jetzt wird es die Wäsche aufgehängt und dann werde ich es wider Erwarten doch schaffen die Wohnung zu verlassen und den sonnigen Tag genießen. :)
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    Hallo,

    Möchtest du einen Beitrag zur Forschung im Bereich Autismus beitragen?
    Mein Name ist Marisa Greiner; ich bin Studentin an der Universität Bern (Schweiz). Im Rahmen meiner Bachelorarbeit führen wir an der Universität Bern eine Studie durch, die das Thema Autismus und Prüfungsangst behandelt.
    Projektverantwortlicher ist Prof. Dr. Alex Bertrams (alexander.bertrams@edu.unibe.ch,Tel.: +41 31 631 45 88).

    Um passende Unterstützungs-Angebote für autistische Schüler und Studenten zu entwickeln, ist die Erforschung von Themen wie Prüfungsangst sehr relevant.
    Jedoch wurde zu diesem Thema bisher noch sehr wenig geforscht.
    Um einen Einblick in die Bedürfnisse autistischer Schüler und Studenten zu erhalten, ist deine Beteiligung wertvoll.

    Teilnehmen kann jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist; eine Diagnose auf dem Autismus-Spektrum ist nicht zwingend notwendig.
    Für eine Teilnahme an der Umfrage, die etwa 5-10 Minuten in Anspruch nimmt, sind wir sehr dankbar!

    Mit dem folgenden Link gelangst du zur Umfrage:
    ww2.unipark.de/uc/Uni_Bern_Institut_fuer_Erziehung/0510/

    Wir bedanken uns für deine Teilnahme!

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