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Zukunftsängste - hier: Kontrollverlust? [Beitrag #308001] Do, 10 Juni 2010 23:32 Zum nächsten Beitrag gehen
 Neusachse1973
 Beiträge: 203
Ich leide zur Zeit unter diversen Zukunftsängsten vor allem finanzieller Natur; es stehen bei mir diverse (Behördliche, NBK vom Vorjahr etc...) Bescheide aus... und ich bekomme die Gedanken daran einfach nicht aus dem Kopf.
Meine Betreuer nennen das "verkopftes Denken" (so nach dem Motto: Was andere weniger machen (sich nämlich Gedanken darum), daß mache ich zuviel). Fühl mich dann immer auf der Arbeit so,
als hätte ich nicht alles unter Kontrolle und müsste vieles
liegen lassen, was eigentlich dringend gemacht werden müsste...

Kennt Ihr das auch? Und welche Strategien habt Ihr dagegen?
Re: Zukunftsängste - hier: Kontrollverlust? [Beitrag #325117 <-- #308001 ] Fr, 30 Juli 2010 09:20 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
 Mattes
 Beiträge: 839
 Ort: my planet
Neusachse1973 schrieb am Do, 10 Juni 2010 23:32
so nach dem Motto: Was andere weniger machen (sich nämlich Gedanken darum), daß mache ich zuviel


Ja, ich bekomme auch oft gesagt, dass ich mir um alles viel zu viel Gedanken mache, aber eine Strategie dagegen kenne ich nicht.


[Aktualisiert am: Fr, 30 Juli 2010 09:21]

Re: Zukunftsängste - hier: Kontrollverlust? [Beitrag #325178 <-- #308001 ] Fr, 30 Juli 2010 11:00 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
 Snoopy
 Beiträge: 418
 Ort: SOL III
Neusachse1973 schrieb am Do, 10 Juni 2010 23:32
Fühl mich dann immer auf der Arbeit so, als hätte ich nicht alles unter Kontrolle und müsste vieles liegen lassen, was eigentlich dringend gemacht werden müsste...


Da hilft nur eines: Versuche, eine gedankliche To-Do-Liste anzulegen und diese nach Wichtigkeit der Aufgabe zu sortieren.
Und filtere dabei Dinge heraus, die du nicht ändern kannst.
Es ist ein langer Lernprozess, aber auf die Dauer kann es funktionieren. Smilie:Klugscheißer


Ohne Menschen ginge es den Computern besser.
Re: Zukunftsängste - hier: Kontrollverlust? [Beitrag #325182 <-- #308001 ] Fr, 30 Juli 2010 11:06 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
 honeypot
 Beiträge: 2822
 Ort: niederbayerische Prärie
Neusachse1973 schrieb
Kennt Ihr das auch? Und welche Strategien habt Ihr dagegen?

Kenne ich.

Strategie dagegen:

1. Überlege objektiv(!), was das worst-case-Szenario wäre.

2. Überlege objektiv, wie das wahrscheinliche Szenario auf Grund von bisherigen Erfahrungen wohl aussehen wird.

3. Wenn etwas noch nicht erledigt ist, was erledigt sein sollte, sieh zu, dass du das irgend wie umgehend(!) erledigst.

Viele Dinge fühlen sich im Vorhinein übler an, als sie letztlich in der Durchführung sind. Bei mir z.B. die Steuererklärung. Das ist mir dermaßen unangenehm, dass ich nach Jahren jetzt jemanden dafür bezahle das zu machen. Oder Netzwerk auf meinem Rechner einrichten. Alleine der Gedanke daran bringt mich an den Rande von einem Overload. Wenn ich einen neuen PC kaufe, nehme ich meinen Router und meinen Aktenordner mit den Unterlagen von der Telekom mit und lasse alles vor Ort im Laden einrichten.

Man könnte also noch hinzufügen:

4. Wenn es gar nicht anders geht, such dir jemanden, der dir das abnimmt. Kostet leider meistens was.

Es bringt absolut nichts, unangenehme Dinge, die erledigt werden MÜSSEN, vor sich herzuschieben. Du weißt die ganze Schiebezeit über, dass es dir so oder so bevorsteht. Und das kann wirklich mehr und länger belasten, als sich von dem Balast zu befreien, sprich: die Sache endlich anzugehen.

5. Wenn du es hinter dich gebracht hast, belohne dich dafür.

Smilie:Zustimmend nicken


Never argue with an idiot - people watching may not be able to tell the difference.
Re: Zukunftsängste - hier: Kontrollverlust? [Beitrag #325191 <-- #325182 ] Fr, 30 Juli 2010 11:25 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
 65536
 Beiträge: 154
honeypot schrieb am Fr, 30 Juli 2010 11:06

Viele Dinge fühlen sich im Vorhinein übler an, als sie letztlich in der Durchführung sind.

Ja, das ist bei mir auch oft so: Wenn ich mit irgendwas mal angefangen habe, dann sehe ich, dass es gar nicht so schlimm ist.
Manchmal sind da sogar die Dinge lästiger, bei denen ich vorher exakt weiß was da zu machen ist - damit weiß ich ja auch wie nervig das ist.

Und Dinge ewig vor sich herzuschieben ist zwar erstmal bequem, aber es gibt nun mal einen Termin, bis zu dem es erledigt sein muss. Wenn man erst einen Tag davor anfängt, hat man sehr viel Stress, weil man auch och unter Zeitdruck steht.
Ich mache sowas eher früher, dann ist es erledigt und ich schiebe es nicht mehr vor mir her.

honeypot schrieb am Fr, 30 Juli 2010 11:06
Wenn es gar nicht anders geht, such dir jemanden, der dir das abnimmt. Kostet leider meistens was.

Ich persönlich mache das nicht. Denn damit gebe ich ja erst recht die Kontrolle aus der Hand. Und wenn nachher etwas Falsches passiert ist, dann habe ich trotzdem den Ärger damit.
So z.B. der Elektriker, der die Elektro-Installation bei dem Haus gemacht hat, in dem meine Eltern und ich jetzt wohnen:
Der hat (neben anderen Fehlern) die Schalter für Klingel und Außenbeleuchtung vertauscht. Ich habe mich dann gewundert, warum die angeschlossene Klingel nicht funktioniert.
Ich habe das dann selbst berichtigt, war eine Sache von wenigen Minuten. Aber lästig ist sowas irgendwie trotzdem.

Viele Dinge mache ich am liebsten selbst. Und wenn dabei was schief geht, dann ist das eben so. Viel ärgerlicher ist es aber, jemanden dafür zu bezahlen, der es dann auch noch falsch macht.


Surrender your soul, surrender your pride. Just admit your stims, find your Natural High!
(frei nach Hammerfall - Natural High)
Re: Zukunftsängste - hier: Kontrollverlust? [Beitrag #325744 <-- #325182 ] Sa, 31 Juli 2010 22:29 Zum vorherigen Beitrag gehen
 Heavyload
 Beiträge: 1203
 Ort: östl.Ruhrgebiet
honeypot schrieb am Fr, 30 Juli 2010 11:06
Neusachse1973 schrieb
Kennt Ihr das auch? Und welche Strategien habt Ihr dagegen?

Kenne ich.

Strategie dagegen:

1. Überlege objektiv(!), was das worst-case-Szenario wäre.

2. Überlege objektiv, wie das wahrscheinliche Szenario auf Grund von bisherigen Erfahrungen wohl aussehen wird.

3. Wenn etwas noch nicht erledigt ist, was erledigt sein sollte, sieh zu, dass du das irgend wie umgehend(!) erledigst.

Viele Dinge fühlen sich im Vorhinein übler an, als sie letztlich in der Durchführung sind. Bei mir z.B. die Steuererklärung. Das ist mir dermaßen unangenehm, dass ich nach Jahren jetzt jemanden dafür bezahle das zu machen. Oder Netzwerk auf meinem Rechner einrichten. Alleine der Gedanke daran bringt mich an den Rande von einem Overload. Wenn ich einen neuen PC kaufe, nehme ich meinen Router und meinen Aktenordner mit den Unterlagen von der Telekom mit und lasse alles vor Ort im Laden einrichten.

Man könnte also noch hinzufügen:

4. Wenn es gar nicht anders geht, such dir jemanden, der dir das abnimmt. Kostet leider meistens was.

Es bringt absolut nichts, unangenehme Dinge, die erledigt werden MÜSSEN, vor sich herzuschieben. Du weißt die ganze Schiebezeit über, dass es dir so oder so bevorsteht. Und das kann wirklich mehr und länger belasten, als sich von dem Balast zu befreien, sprich: die Sache endlich anzugehen.

5. Wenn du es hinter dich gebracht hast, belohne dich dafür.

Smilie:Zustimmend nicken




Danke, honeypot, ich glaub, das druck ich mir mal aus (die Probleme kenne ich auch zur Genüge).


Greez
Heavyload


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